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Züchter der Woche

 Züchter der Woche 
31.10.2014 Willi Hertel
Taubensport: Klein, fein und erfolgreich!
Gabi und Willi Hertel, RV Treysa, RegV 454 "Nordhessen"
Ein aktuelles Poträt!

Brieftauben können schon Geschichte(n) schreiben. Ein jeder Sportfreund, mit dem man sich länger unterhält oder gar ein Interview führt, kommt über kurz oder lang auf seine ersten Gehversuche in unserem Hobby zurück. Dann werden einige markante Stationen angesprochen und schon schließt sich der Kreis mit dem aktuellen Geschehen. Da macht Willi Hertel, der durch seine schreibende Tätigkeit für die verschiedensten Fachzeitschriften und seine erschienenen Bücher deutschlandweit bekannt ist, keine Ausnahme.

Wohin die Tauben ihren Züchter tragen können
Wenn man Sportfreund Hertel in 1960, als er seine ersten Brieftauben bekam, gesagt hätte, dass er wegen dieser handvoll Tauben eine Menge Menschen kennen lernen würde, dann hätte er seine berechtigten Zweifel angemeldet. Wenn ihm dann noch jemand gesagt hätte, dass ihn der Taubensport einmal bis nach Südafrika zum Kap der guten Hoffnung und nach China auf die sagenumwobene Mauer bringen würde, den hätte er vermutlich für verrückt erklärt. Die Geschichte nahm unaufhaltsam ihren Lauf: Er wurde ein "Taubenverrückter" - und was für einer.

Zu den Anfängen
Sein erster Taubenschlag war ein kleines Dreieck unter der Giebelspitze eines Erkers, den man nur über eine wackelige Leiter erreichen konnte. Die Höhe war so gering, dass man darin nicht stehen konnte. Der Platz reichte gerade einmal für drei bis vier Paare und noch nicht einmal 10 Jungtiere. Es war eng, was aber auch seinen Vorteil hatte - die Tauben waren ruhig und zahm. Diese Zeit hat ihn offensichtlich derart geprägt, dass er heute noch ein Fan eines kleinen Bestandes ist. Sicher hat es auch damit zu tun, dass seine Schützlinge schon in diesen bescheidenen Anfängen recht erfolgreich flogen. Bereits Anfang der neunzehnhundertsechziger Jahre wurde er als blutiger jugendlicher Anfänger einmal 1. RV-Jungtiermeister, obwohl die damalige Vereinigung in ihrer (Mitglieder-)Blüte stand und die älteren Sportfreunde viel mehr Jungtauben ins Rennen schickten, als er insgesamt Tauben hielt.

Nach der obligatorischen Auszeit
Heute hält die SG Gabi und Willi Hertel 20 Witwer und setzt um die 35 Jungtiere ab. So war es zumindest die Praxis der letzten 25 Jahre und bis in das Jahr 2009 gültig, seit dem "Rückfall", denn zwischendurch gab es einmal eine zehnjährige Pause. In 1983 begann die neue Zeitrechnung, wobei Willi Hertel zu diesem Wiederbeginn durch seinen damals noch nicht einmal zehnjährigen Sohn unbewusst animiert wurde. Auf der Straße hatte Sohn Holger eine Taube gefangen und der Vater wusste, wie man eine solche hält bzw. unterbringt. Der Senior besorgte dem armen Tier einen Partner - und nicht sehr viel später war er RV-Vorsitzender.

Ehrenämter kamen hinzu - und noch vieles mehr
Es blieb nicht beim RV-Vorsitzenden, denn die ehrenamtlichen Tätigkeiten wechselten bzw. kamen noch welche dazu, von der Vorstandsarbeit im KV und Bezirk bis hin zum Vorsitz im RegV 454 "Nordhessen", der inzwischen abgegeben wurde. Um zwei Sportfreunden der einstmaligen RV eine Freude zu machen, schrieb Willi Hertel einige Zeilen über ihre jeweiligen Bezirks-As-Tauben, die auch in der Zeitschrift DIE BRIEFTAUBE veröffentlicht wurden. Das war in 1987 und hatte zur Folge, dass der Polizeibeamte im Ruhestand seitdem "Brieftauben-Fotograf" und ein so genannter "Schreiberling" ist. Nicht nur für verschiedene Zeitschriften ist er seither tätig, sondern brachte selbst zwei Bücher heraus und schrieb inzwischen auch an den unterschiedlichsten Büchern mit.

Der sportliche Wiederbeginn
Der bereits angesprochene "Rückfall" in 1983 sah in der Praxis dann so aus, dass Willi Hertel von zwei ihm aus seinem ersten Züchterleben bekannten Sportfreunden Jungtiere holte. Es waren insgesamt 18 an der Zahl, von denen noch 13 anwesend waren, als die Jungtierreise begann. Mit dieser kleinen Mannschaft wurde er RV-Jungtiermeister und stellte das beste und 3.-beste Jungtier. Ein Jahr später wurde es die 2. RV-Jährigenmeisterschaft und es fiel der erste 1. Konkurs in dieser neuen Zeitrechnung. Inzwischen wurden alle möglichen Medaillen, die Sportuhr und die verschiedensten Meisterschaften gewonnen sowie beste Einzeltiere in den diversen Rubriken gestellt. Trotz alledem ist seine Freude über einen erzielten 1. Konkurs immer riesengroß und es sammelten sich eine ganze Menge solcher Kopfpreise bis heute an, wie die spezielle Tabelle zeigt.

31 x 1. Konkurs, von 1983 (Wiederbeginn) bis im Jahr 2009, hier die beiden letzten Jahre

2008, am 24.5.: 1. Preis ab Rheinhausen 319 km RV 2.157 Tb
2008, am 20.7.: 1. Preis ab Rheinhausen 319 km RV 1.123 Tb
2009, am 23.5.: 1. Preis ab Saarbrücken 254 km RV 2.280 Tb
2009, am 21.7.: 1. Preis ab Montbeliard 421 km FG 2.484 Tb
2009, am 01.8.: 1. Preis ab Bad Homburg 94 km RV 2.250 Tb

Der Schlag und die "Anbau-Folgen"
Der im Fachwerkstil errichtete Gartenschlag hat im Massivteil einen Grundriss von 5 x 2 Meter und ist ein kleines Schmuckkästchen, das bestens funktioniert. Die Unterteilung seines Innenbereiches ermöglicht einerseits die Haltung von 20 Witwern (20 Zellen) und hat andererseits ein Sitzregal mit 36 Plätzen für Jungtauben.
Im Jahr 2000 hatte ein Sportfreund bei Willi Hertel die Jungtauben aus der Reisemannschaft bestellt, wollte sie aber dann nicht mehr, als diese zum Absetzen waren. Nun saßen sie da, eines schöner als das andere. Kurzerhand rief er seinen Schreiner herbei und ließ von diesem den einen Sparren breiten Dachüberstand über der Eingangstür unterbauen. Dieser "Anbau" ist inzwischen für das Jungtaubenspiel Gold wert. Dort wo noch ein Regal mit 15 Sitzplätzen hinzukam, besteht die Außenhaut aus sauberer Holzverschalung. Die Eingangstür und die anderen Felder des Leistengerüstes sind mit feinem Drahtgeflecht bespannt.
Somit hat dieser Anbau den Charakter einer Voliere, wozu sie im Handumdrehen umfunktioniert werden kann. Einerseits ist es möglich außen Plexiglasscheiben anzubringen und andererseits von innen in jedes Feld eine Hartfaserplatte zu klemmen. Das hat den Vorteil, dass auch dieser Teilbereich des Jungtierschlages vor Wind und Wetter geschützt ist und ebenso mit wenigen Handgriffen verdunkelt werden kann. Die ursprüngliche Eingangstür wurde durch eine Schiebetür ersetzt und ermöglicht die Trennung der Geschlechter schon vor und auch während der Jungtierreise. Innerhalb weniger Tage stand dieser Anbau, so dass Sportfreund Hertel die angesprochen Jungtauben für sich behalten konnte. Somit hatte er in diesem Jahr ein paar mehr als sonst üblich, mit der Folge, dass er 1. RV-Jungflugmeister wurde.

Im Kern zwei fantastische Blutlinien
Die Zuchtpaare sind unter dem Dach des Wohnhauses untergebracht. Primär sind es zwei tolle Blutführungen, die mit einzelnen "Extras" gespickt sind und besten Nachwuchs garantieren. Der überwiegende Teil geht auf den "Oude 03" von Gummar Leysen zurück. Dazu gehört der von Louis van Bergen geholte "1765" (Vater "99" flog 9x 1.) ebenso wie der Stammvogel "Rambo" bei Dirk Van Dyck (Zandhoven), der selbst 3x 1. in der Union Antwerpen flog und Vater der beiden Supervögel "Bourges" (1. Provinzial- und 2. Nationalsieger vs. 40.401 Tauben) und "Kannibaal" (beste Mittelstreckentaube Belgiens in 1996 mit 4x 1.) ist. Heute züchten bei Sportfreund Hertel in Neukirchen nicht nur eine Tochter des "Rambo", sondern je eine des "Bourges" und des "Kannibaal" sowie aus dessen Sohn "Ivo" und weitere Originale, die eng auf den "Rambo" bzw. den "Kannibaal" gezüchtet sind.
Dass eine solche Auslese hier sitzt, hat auch seine Ursache darin, dass es ihm vergönnt war, als erster über den Schlag Van Dyck schreiben zu dürfen und zwischen Dirk van Dyck und ihm eine Freundschaft gewachsen ist. Die zweite Säule im Zuchtschlag bilden die zwei Söhne und eine Tochter des "Klamper", der bei Louis Adriaenssen in Grobbendonk 18x den 1. Preis flog. Gefestigt wird dieses Blut durch zwei Töchter des Klamper-Bruder "Einbein", der auf dem gleichen Schlag in 2003 1. As-Taube bei "De Reisduif" wurde. Übrigens: Eine andere Tochter des "Einbein" brachte bei Stefan Katzenellenbogen einen Sohn und eine Tochter, die sich beide unter den As-Tauben des Verbandes jeweils in 2008 und 2009 platzierten.

Die eigenen Leistungen
Die Reiseleistungen der Hertel-Tauben waren stets vorzeigefähig, denn die Jahresbilanzen wiesen in der Regel um die 50 % beim Altflug und 60 % für den Jungflug aus. Aufgrund der dünnen "Spielerdecke" (kleine Mannschaft) zeigte sich aber immer wieder zum Saisonende hin, dass der Wettkampf um die althergebrachte RV-Meisterschaft (fünf besten Tauben) im Brieftaubensport ungleich ist und die kleineren Schläge den großen gegenüber im Nachteil sind. Aber im sportlichen Kräftemessen um die Plätze am Kopf der Preisliste zeigten die Tauben aus der kleinen Mannschaft immer wieder ihre Klasse. Die RV Treysa, der man angehört, zählte in 2007 noch 90 reisende Schläge und im RegV 454 waren über 800 Mitglieder organisiert. Auffällig war stets die Tatsache, dass die Hertel-Tauben schon als Jungtiere fantastisch flogen und diese Tugend auch im Jährigenalter und darüber hinaus beibehielten, wie die Beispiele der letzten Jahre zeigen:

In 2005 wurde man 10. Jungtiermeister im Regionalverband "Nordhessen" und erzielte bei den fünf Flügen folgende Spitzenpreise: 1., 1., 2., 3., 4. und der Jungvogel 03803-05-1130 flog gleich 2x 1. Konkurs gegen an die 3.000 bzw. 1.700 Tauben. Der gleiche Jahrgang gewann ein Jahr später die 2. RV- und 9. RegV-Jährigenmeisterschaft (Gr. Süd).

In 2006 wurde man 3. RV-Jungtiermeister (plus bestes Jungtier) und diese Tauben holten in 2007 mit den 10 geforderten Preisen und den dazugehörigen 882,94 As-Punkten die 2. Jährigen-Verbandsmeisterschaft in der RV, was Platz 7 in diesem Wettbewerb im Regionalverband bedeutete.

In 2007 wurden zu fünf Jungflügen 163 Tauben gesetzt, die 98 Preise flogen und damit eine Reiseleistung von gut 60 % erreichten. Besonders interessant war bei den fünf Flügen die Anzahl der Spitzenpreise: 1., 3., 4., 4., 5., 5., 6., 6., 7., 7., 8., 8., 8., 9., 9., 10., 11., 12., 13., 16., 17., 19., 24., 27., 30. usw.
Unterm Strich blieb die 3. Regionalverbands-Jungtaubenmeisterschaft, die nach dem Modus 4 aus 8 ausgeflogen wird. Eines dieser Jungtiere war der Vogel 03803-07-237, der einen 1., 4. und 5. Konkurs flog und es mit diesen drei Preisen auf 299,33 As-Punkte brachte.

In 2008, als die Alttaubenreise wahrlich nicht leicht war, flog der "237" wiederum einen 1. und einen 5. Konkurs in der RV und brachte es bei 11 Einsätzen auf 9 Preise. Ein anderer Jähriger flog 11/10 Preise und der dritte Zähler für die RV-Jährigenmeisterschaft steuerte acht Preise hinzu. Damit standen in der Endauswertung die 1. RV-Jährigenmeisterschaft und die 2. Verb.-Jährigenmeisterschaft in der RV zu Buche, was Platz 11 in der RegV-Tabelle bedeutete. Zusätzliche Freude bereiteten drei 1. Konkurse, wobei der "246" einen solchen bei Flug 12 erzielte.

In 2009 legte der "246" anlässlich Flug 4 und 8 noch jeweils einen 1. Konkurs und brachte es als Zweijähriger somit auf 3x 1. Konkurs, um eine Woche später auf dem Felde der Ehre zu bleiben. Über diesen schmerzlichen Verlust halfen die fantastischen Ergebnisse der Jungtierreise hinweg: Von den 34 an den Start gebrachten Jungtieren waren nach sechs durchgeführten Flügen noch 32 vorhanden. Davon hatten drei 6/6 Preise, neun 6/5 Preise und sieben 6/4 Preise erzielt. Dazu gehörte auch ein 1. Konkurs, so dass diese Saison auch wieder mit 3x 1. Konkurs abgeschlossen wurde.

Warum diese Beispiele
Ganz einfach, speziell mit den beiden Beispielen in Form des "1130" (Jahrgang 05), des "237" (Jahrgang 07) und des "246" (Jahrgang 07) sollte der Behauptung der Sportfreunde entgegengehalten werden, die sagen, dass verdunkelte und erfolgreiche Jungtauben in ihrem späteren Leben zu nichts mehr taugen. "Wenn das so wäre, dann gäbe es in Belgien, wo alle Züchter die Winterzucht praktizieren und verdunkeln, keine einzige erfolgreiche erwachsene Taube", sagt Sportfreund Hertel.

Verdunkelte Normalzucht
Seit nunmehr acht Jahren verdunkelt die SG Gabi und Willi Hertel ihre Jungtiere, obwohl deren Eltern erst zum ersten März-Wochenende angepaart werden. Mit dem Tag des Absetzens zum Ende des Aprils bekommen die Jungen für nur sechs Wochen 10 Stunden Tageslicht. Das passt zeitlich wunderpaar ins Konzept, das vorsieht, dass wiederum sechs Wochen vor dem ersten Jungtauben-Preisflug die Verdunkelung aufgehoben wird. In diesem Zeitfenster mausern die Jungen das Kopf- und ein Teil des kleinen Deckgefieders.
Diese Verdunklung reicht für die Jungen aus, um ihre Mauser wie eine herbstjunge Taube anzusetzen und trotzdem rechtzeitig für die Jungtierreise in Form zu kommen. Das ist die Erkenntnis aus der Praxis. Die so geführten Tauben haben während der Herbstreise keinerlei Probleme mit freien Ohren und zudem noch einen relativ vollen Flügel bis zum Endflug, weil die Schwingenmauser erst später einsetzt.
Diesen Feststellungen gewinnt Willi Hertel echte Argumente für aktiven Tierschutz ab, wenn er seine Nachwuchsmannschaft mit althergebracht vom Brett geführten Jungtauben vergleicht.

Die Führung der Alttauben
Je nach Bedarf an Jungtieren dürfen die Reisetauben, bei zeitgleicher Anpaarung der Zuchtpaare, entweder ihr erstes Gelege aufziehen und die Weibchen dann noch einmal legen oder sie werden "trocken" auf die Saison vorbereitet, indem sie (bei zwischenzeitlicher kurzer Trennung) zweimal bis zu acht Tage lang brüten dürfen. Egal welche Variante greift, wird zum letzten Vorflug zur Witwerschaft umgestellt. Es wurden bisher (außer dem Reisejahr 2000) nur Vögel zur Reise geschickt und zwar so züchterfreundlich (bequem) wie nur möglich, dazu gehört auch, dass die Weibchen vor dem Einkorben schon seit drei Jahren nicht mehr gezeigt werden.

Ohne überflüssige Medizin und Futterfinessen
Die Tauben der SG Hertel werden spätestens im Januar gegen Paramyxovirose geimpft und durchlaufen eine sechstägige Kur gegen Trichomonaden, wenn sie auf den ersten Eiern sitzen. Danach wird das Tränkenwasser immer wieder leicht angesäuert, mit Obstessig, Zitrone oder anderen dafür vorgesehenen Zusätzen. Alle anderen Beiprodukte (keine Medizin) werden frei nach dem Motto "weniger ist mehr" eher sporadisch bzw. nach gefühltem Bedarf den Tauben über das Futter gegeben.

Mentalität - Zweckpessimismus ist von Vorteil
Wie hört man doch immer wieder bei Sportreportagen? "Der Athlet ist seinen eigenen Erwartungen nicht gerecht geworden" oder "Der Sportler ist an seinen eigenen zu hochgesteckten Zielen gescheitert". Genau dies kann hier auf dem Schlag bzw. den Sportfreunden Hertel vermutlich nicht passieren, denn man gibt sich vorher im Kreise von Sportfreunden nicht vollmundig und legt sich damit die Meßlatte nicht zu hoch, dann kann man die (flach gehaltene) Hürde leichter meistern und kann sein "Soll" leichter erfüllen. Alles das, was mehr als das realistische Ziel erreicht wird, ist so etwas wie eine Zugabe, über die man sich im Nachhinein zusätzlich freuen kann.

Taubenqualität zeigen abgegebene Tiere
Neben den eigenen Erfolgen bereiten Gabi und Willi Hertel insbesondere die Tauben große Freude, die abgegeben wurden und auf anderen Schlägen quer durch die Republik für Furore sorgen. Eine ganze Reihe von Beispielen könnten an dieser Stelle auflistet werden. Belassen wir es bei nur zwei Beispielen mit gewichtiger Aussagekraft:
1.) Sportfreund Friedhelm Schaub aus der RV Bochum Nord, holte sich hier in Neukirchen in 2002 nur zwei Jungtiere: Eines davon entpuppte sich als ein Weibchen, das goldene Eier legt. In 2006 holte Sportfreund Schaub 6x 1. und in 2007 gleich 9x 1. Konkurs, u.a. zwei Regionalsiege mit überwiegend Jungen und Nachzucht aus dem bereits angesprochenen Weibchen.
2.) Eine Entwicklung, von der man nur träumen kann, wenn man Tauben abgibt. Es waren immer nur ganz einzelne Tiere, die ich an die befreundete Familie Faust in Salzgitter abgegeben wurden. Die "Fäuste" waren schon immer gut, aber die Flugleistungen ihrer Tauben katapultierte die SG Edith, Oskar und Roland Faust in 2008 an die Spitze auf Bundesebene. Sie stellen das 1. As-Weibchen des Verbandes, deren Eltern das Licht der Welt auf dem Hertel-Zuchtschlag erblickten. Die Familie Faust stellte aber auch noch das 13. As-Weibchen auf Bundesebene, deren Mutter kam ebenfalls aus Neukirchen kam.

Der Blick ist nach vorne gerichtet
Im Grunde genommen hat zumindest SG-Partner Willi Hertel in den zurückliegenden 50 Jahren alles im Taubensport erlebt und könnte sich "satt" im Liegestuhl zurücklehnen. Genau dies tut er aber nicht, ist immer wieder dabei die richtige Verstärkung auf den Zuchtschlag zu holen oder experimentierfreudig neue Wege zu gehen. So hat er einerseits von Dirk van Dyck einen Sohn aus dem Wundervogel "Di Caprio", der natürlich mit einer "Kannibaal"-Tochter verpaart war, bekommen. Andererseits wird bei der SG Hertel im Jahre 2010 kein Jungtier für den eigenen Bedarf abgesetzt werden, weil das Zuchtjahr 2009 so viele Hoffnungsträger hervor brachte, die alle behalten werden und somit kein Platz für Jungtiere vorhanden ist. Man nimmt bewusst einen fehlenden Jahrgang in Kauf, so dass die nächste Jungtierreise ohne ihre Beteiligung stattfinden wird. Insgesamt ein Experiment, das zwar eine zahlenmäßig höhere Beteiligung bei der Alttaubenreise ermöglicht, aber auch im Jahr 2011 keine Jährigenmannschaft ermöglicht. Auf den ersten Blick ein absolut ungewöhnlicher Versuch, über den man hinterher mit dann vorliegenden Argumenten vermutlich besser diskutieren kann. Warten wir's ab.

Ausführliche Informationen auf der Homepage:
http://www.internet-taubenschlag.de/goto.htm?&id=1528



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