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08.08.2003 Verbandsmitteilung
Dreißig Grad Celsius und mehr! – Was tun?

Europa stöhnt unter der Hitze. Empfehlungen und Verhaltensweisen werden durch die Medien ausgesprochen. Der Mensch soll viel trinken, mindestens 3 Liter Wasser, Fruchtsäfte am Tag und eine leichte Kost zu sich nehmen. Körperliche Anstrengungen sollten in die Vormittags- oder Abendstunden verlegt werden.

Und unsere Tauben?- Die scheinen sich aus der Hitze nichts zu machen. Ich kann jedenfalls nicht beobachten, dass sie sich in den Schatten legen. Im Gegenteil: Obwohl es brütend heiß ist auf dem Taubenschlag, legen sie sich noch zusätzlich in die Sonne und spreizen einen Flügel von sich, als ob sie nicht genug Sonnenstrahlen und damit Wärme aufnehmen können.

Das einzige, was auffällt, ist, dass sie mehr trinken als sonst. Die Tränke ist schneller leer, und die Tauben gehen in relativ kurzen Abständen immer wieder an die Tränke. Ansonsten sind keine auffälligen Verhaltensweisen zu beobachten, die darauf hindeuten, dass unsere Tauben die tropische Hitze nicht ertragen können.

Das ist auch nicht verwunderlich. Denn die Vorfahren unserer Brieftaube, die Felsentauben, kommen bekanntlich aus Ländern, in denen die tropische Hitze eine ganz normale Angelegenheit ist. Unsere Taube kann also mit der Hitze umgehen. Sie weiß sich entsprechend zu verhalten.

Jungtauben fliegen während des täglichen Trainingsflugs durchaus freiwillig eine Stunde und mehr. Landen sie dann auf dem Dachfirst, fangen sie sofort an zu hecheln. Man sollte meinen, sie schnappten nach Luft. Doch das Hecheln hat eine andere Ursache. Da Tauben nicht schwitzen können, ist das Hecheln eine Möglichkeit, die Körpertemperatur zu verringern. Durch das Hecheln wird in dem Schlund der Taube Feuchtigkeit verdampft. Für diesen Verdampfungsprozess verbraucht die Taube Körperwärme. Wärme, die dem Taubenkörper entzogen wird und wodurch dieser somit leicht abkühlt. Übrigens ist dieses Erscheinungsbild auch zu beobachten bei Tauben, die aufgeregt, nervös und hektisch sind. Bei Hunden ist es ebenfalls so. Auch sie drücken die Körperwärme durch das Hecheln nach unten.

Die Diskussion, ob Wettflüge bei welchen Temperaturen durchgeführt werden können, ist zur Zeit natürlich in vollem Gange. Man glaubt, dass schlecht verlaufende Flüge für Jungtauben ihre Ursache in der Hitze haben. Das glaube ich wiederum nicht. Wenn das so wäre, hätten wir schon in der Vergangenheit schlechte Erfahrungsberichte aus Ländern wie Portugal, Spanien, Kroatien, Malta, Philippinien, Südafrika, Amerika (Arizona) u.a. zur Kenntnis genommen.

Schlecht verlaufende Jungtierflüge bei echt sommerlicher Witterung sind nicht die direkte Folge der Hitze. Vielmehr sind entscheidend die weniger gute Sicht, die unzureichende Wasseraufnahme im „Kabi“, evtl. vorhandene Inversionslagen sowie die Unerfahrenheit der Jungtauben. Tauben mit genügender Erfahrung, also Alttauben und Jungtauben mit vielen Trainingseinheiten im „Kabi“ haben bei guter Vorbereitung keine Probleme bei sogenannten „Hitzeflügen“.

Morgens um 6 Uhr ist die Fernsicht nicht in Ordnung und Inversionslagen sind auch noch vorhanden. Warten mit dem Auflaß ist dann die Devise. Ich kann die Jungtauben besser um 8 Uhr oder 9 Uhr bei guten Sichtverhältnissen und etwas höheren Temperaturen starten lassen, als frühmorgens bei Dunst und schlechten Sichten. Am Auflassplatz und auf der Strecke sollten mindesten 5 km Fernsicht vorhanden sein.

Tauben trinken mehr, wenn es heiß ist. Dies gilt erst recht während ihres Aufenthalts im „Kabi“. Dazu müssen sie aber auch Gelegenheit erhalten. Ein entsprechender geringerer Boxenbesatz erleichtert es den Jungtauben, schneller an die Trinkrinne zu gelangen. Zur wiederholten Wasseraufnahme braucht die Taube auch genügend Zeit. Mindestens eine Stunde vor dem Auflaß muss das Wasser den Tauben zur Verfügung stehen.

Die „Kabi“-Fahrer“ können nicht mehr tun, als den Tauben das Wasser zur Verfügung zu stellen. Ob die Tauben dann auch trinken, ist noch lange nicht selbstverständlich. Die Praxis hat gezeigt, dass Trinken im „Kabi“ genau so gelernt sein will wie das Trinken aus der Tränke auf dem Schlag. Brieftaubenzüchter, die bei warmem Wetter abnormal viele Jungtauben verlieren, müssen sich fragen, ob sie ihre Jungtauben a) gesund haben und b) ob ihre Jungtauben wohl das Trinken aus einer Box heraus kennen gelernt haben.

Auch die Vorbereitung der Jungtauben auf einen Wettflug muss wohl überlegt geschehen. Jungtauben vor dem Einsatz mit Mischfutter satt füttern und mit vollen Kröpfen zum Einsatz bringen, ist verantwortungslos. Morgens mäßig füttern und dazu ein leichtes Futter (Diätfutter) verwenden, ist die richtige Maßnahme. Nach dem Flug sind Elektrolyte im nicht zu kalten Wasser, um den Feuchtigkeitsverlust, der ohne Zweifel enorm ist, aufzufangen, die richtige Entscheidung.

In kurzen Sätzen will ich weitere sinnvolle Maßnahmen vorstellen:
Die Tauben schon während des Einsatzgeschäftes tränken.
Das Einsatzgeschäft möglichst in den späten Nachmittagsstunden aufnehmen.
Den Boxenbesatz der Situation anpassen.
Den Transport zum Auflassplatz in den Nachtstunden durchführen.
Die Auflassentfernung so wählen, dass die Flugstrecke (für Jungtauben) in 1 bis 2,5 Stunden zu bewältigen ist.

In dieser momentanen extremen Wettersituation trifft den einzelnen Züchter eine besondere Verantwortung. Der Flugveranstalter kennt nicht den Trainings- und Gesundheitszustand der Tauben der Teilnehmer. Deshalb muss sich jeder Sportsfreund fragen, ob seine Tauben bei den derzeitigen klimatischen Verhältnissen in der Lage sind, einen Flug – und sei er noch so kurz – schadlos zu bewältigen. Deshalb sollte von einer Teilnahme abgesehen werden, wenn die Tiere nicht ausreichend vortrainiert oder an die Wasseraufnahme im „Kabi“ noch nicht gewöhnt sind. Sind die Tauben nicht gesund, sind sie sowieso nicht startberechtigt. Dies verbietet schon § 5 Abs. 1 Buchst. c) der Reiseordnung.

Wir wünschen uns allen gut verlaufende Jungtierflüge.

Horst Menzel
- Präsident -

Bernhard Siemer
- Präsidialmitglied -

Quelle: http://www.brieftaube.de

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