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30.04.2003 Geflügelpest
Verbandsmitteilung - Mitteilung zur Geflügelpest und den Einschränkungen bei der Durchführung von Flügen.

Ausgangssituation

In Holland seit nunmehr acht Wochen und später beginnend in Belgien grassiert die Geflügelpest mit teilweise massiven Auswirkungen auf die Geflügelbestände. In Holland sind bisher 16 Mio. Stück Geflügel insbesondere im Grenzbereich zu Deutschland und Belgien getötet worden.
Derzeit gibt es in einem Gürtel von bis zu 30 km zur deutschen Grenze kein Stück Stallgeflügel in Holland mehr.
Die deutsche Politik auf Länder- und auf Bundesebene hat ein Höchstmaß an Sensibilität entwickelt, die sich in vielfältigen Maßnahmen dokumentiert, die Geflügelpest nicht auch in Deutschland zum Ausbruch kommen zu lassen.
Davon sind auch wir Brieftaubenzüchter betroffen.

Auswirkungen für den Brieftaubensport

Seit dem 10. April 2003 sind per Bundesverordnung alle Veranstaltungen mit Geflügel verboten. Seit dem 28. April ist diese Bundesverordnung per Eilverordnung in dem Sinne erweitert, dass auch Veranstaltungen mit Tauben verboten sind. Dazu zählen auch Wettflüge, also organisierte Trainingsflüge und Preisflüge. Ausgenommen hiervon sind Freiflüge am Haus. (Sonderregelungen gibt es hier jedoch in den jeweiligen Sperrgebieten)
Die Verordnung ist zeitlich unbegrenzt.

Die Verordnung sieht jedoch vor, dass in Einzelfällen von den jeweiligen Veterinärbehörden Ausnahmegenehmigungen erteilt werden können. Das heißt jedoch, immer bezogen auf den eigenen, betroffenen Amtsbezirk der jeweiligen Behörde. Also in einem sehr eingeschränkten Umkreis was den Auflassort betrifft. Hierzu werden weitere Informationen zur erfolgversprechenden Vorgehensweise in Kürze veröffentlicht.

Verstöße gegen diese Verordnung werden mit hohen Bußgeldern beschieden und gefährden insgesamt die Chance, zu einem baldigen, geregelten, bundesweiten Flugbetrieb zu kommen. Es geht nicht nur darum so schnell wie möglich zu reisen, sondern dauerhaft für die Saison den Flugbetrieb zu gewährleisten !

Entscheidend dafür ist der konkrete, weitere Verlauf der Geflügelpest !

Es ist festzuhalten, dass es Stand heute keinen Fall der Geflügelpest in Deutschland gibt und auch nicht in diesem Jahr gab. Deshalb sind die getroffenen Maßnahmen für die Taubenzüchter mehr als hart und von der Dimension mehr als zweifelhaft.

Sollte kein Fall in Deutschland auftreten und die Entwicklung in den beiden Nachbarländern rückläufig sein, so besteht berechtigter Anlass zu glauben, dass die Wettflugsaison danach auf Basis von erteilten Genehmigungsverfahren oder einer ergänzenden Verordnung auf Bundesebene, nach Möglichkeit bundesweit beginnen kann. Um diese Genehmigungsverfahren bzw. Ergänzungsverordnung bemüht sich der Verband. Eine Aufhebung der Wettflugverbote für alle Bundesländer ist das erklärte Ziel !

Am 7. Mai 2003 tagt der ständige Veterinärausschuß in Brüssel um die Situation der Geflügelpest zu erörtern. Einen Tag später soll wiederum eine Konferenz der deutschen Bundesländer stattfinden, welche die Ergebnisse des Vortages auswertet. Sollte sich die Situation bezüglich der Vogelpest bis dahin weiter positiv entwickelt haben (in den letzten zwei Tagen sind zum ersten mal seit 8 Wochen keine neuen Fälle in Holland aufgetreten), werden wir auf eine positive Entscheidungsfindung seitens der Länder und auch des Bundes einwirken.

Vorgehensweise des Verbandes

Der Verband wird einheitlich für alle Bundesländer Genehmigungen beantragen.

Argumentationsbasis ist:

1. das vergleichbar geringe Ansteckungspotential durch die Brieftauben
2. die Verhältnismäßigkeit der restriktiven Maßnahmen
3. wissenschaftliche Studien, wonach Brieftauben nicht übertragen können aus den USA (Anm: es gibt auch Studien mit gegenteiligem Ergebnis)
4. formalrechtlich Argumentation
5. entkrampfte Gesamtsituation

Die exakte Vorgehensweise wird auf einer Präsidiumssitzung am 1. Mai 2003 definiert.
Auf dieser Sitzung werden auch schon Szenarien eines verschobenen Reisebeginns mit Auswirkungen auf die Meisterschaftsbedingungen oder auch die optionale Verlängerung der Altflugsaison bis in den August diskutiert und entschieden.
Die Regionalverbandsvorsitzenden werden in diese Vorgehensweisen im Anschluss mit einbezogen.
Noch einige Anmerkungen zu der Studie aus den USA.
Die Studie wurde 1996 im Auftrag des US-Brieftaubenverbandes in Auftrag gegeben und bezahlt. Anlass war die gleiche Situation wie heute bei uns. Es gab die Geflügelpest in den USA und Kanada und ein gesetzlich geregeltes Wettflugverbot.
Das Ergebnis der Studie hat die Aufhebung des Wettflugverbotes bewirkt.
Diese Studie findet in Deutschland derzeit keine Bestätigung. Die führenden Universitäten in Leipzig und Hannover sowie die vom Bundesministerium beauftragte Stelle für Virologie können derzeit die Werthaltigkeit dieser Studie nicht bestätigen.

Situation in unseren Nachbarländern

In Holland besteht ein zeitlich unbegrenztes „Versammlungsverbot für Geflügel“. Dies bedeutet, dass kein Einsatzgeschäft und damit als direkte Auswirkung keine organisierten Wettflüge möglich sind. Die Perspektive wird seitens des Holländischen Verbandes NPO als sehr pessimistisch bewertet.

In Belgien konnten am letzten Wochenende Flüge innerhalb Belgiens durchgeführt werden, mit Ausnahme der Provinzen Antwerpen und Limburg.
Die Genehmigung für diese Flüge, im übrigen begrenzt auf das vergangene Wochenende, sind auf Basis der o.g. Studie aus den USA erteilt worden.
Ob auch weiterhin Wettflüge durchgeführt werden können soll sich am 30. April entscheiden.
Entscheidend ist die Werthaltigkeit dieser Studie.

Für beide Länder werden seitens des französischen Verbandes derzeit auch keine Auflassgenehmigungen für Auflässe in Frankreich ausgestellt.

Weitere aktuelle Informationen über die jeweiligen Verbände finden Sie im Internet unter brieftaube.de/linkliste mit link auf die jeweilige Verbandsseiten.

Weitergehende Überlegungen

Unter der Voraussetzung, dass in naher Zukunft Wettflüge möglich sind, ist schon heute zu empfehlen die Reisepläne so zu ändern, dass Flüge mit Auflassorten in Holland und Belgien ausgeschlossen sind. Ebenso ist darauf zu achten, Auflassplätze so zu wählen, dass die Flugrouten der Tauben z. B. bei Auflässen aus Frankreich, die Tiere nicht dazu veranlassen, über Belgien und Holland zu fliegen.
Dies wird u.a. ein wichtiges Argument bei der möglichen Erteilung von Ausnahmegenehmigungen sein !
Bitte versuchen Sie Reisepläne zu finden, die alle Auflassorte nach Möglichkeit in Deutschland vorsehen. Vermeiden Sie ebenso Auflassorte und Flugrouten, die in der Nähe des holländischen und belgischen Grenzgebietes liegen.

Einhaltung der heutigen gesetzlichen Einschränkungen

Um eine erfolgversprechende Verhandlungsposition für die Aufhebung des Wettflugverbotes zu haben, ist es absolut notwendig, dass sich alle Organisationen des Verbandes und Verbandsmitglieder an die heute bekannten gesetzlichen Auflagen halten.
Neben einem positiven Verlauf der Geflügelpestsituation ist der sensible Umgang mit den gesetzlichen Regelungen Garantie für eine baldige Aufnahme des Wettfluggeschehens.
Auch die öffentliche Meinung ist nicht zu vernachlässigen. Durch teilweise irreführende Pressemitteilungen ist das Gefahrenpotential durch die Brieftauben falsch dargestellt.
Bitte vermeiden Sie dies noch zu verschärfen.
Hierzu gehört auch, Anfragen jeglicher Art von Einzelzüchtern bei Ministerien und Behörden zu unterlassen. Jede Nachfrage vertieft evtl. den Eindruck, dass die Brieftauben ein hohes Gefährdungspotential darstellen.

Weitere Informationen werden nach der Präsidiumssitzung am 2. Mai 2003 bekannt gegeben.

Essen, den 30. April 2003


Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V.

Peter Kocks
-Geschäftsführer-

Quelle: http://www.brieftaube.de

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