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28.06.2011 Editorial RS
"Rauschende Schwingen"-Redakteur Jochen Höinghaus: Greifvögel bedrohen Existenz des Sportes


Ehe sich unsere Verbandszeitung "Die Brieftaube" um ein in der Öffentlichkeit eher streitbefangenes Thema kümmert, muss in der Regel schon einiges passieren. Und so konnte es der eher unbefangene Leser kaum glauben, als sich die Verantwortlichen in der Essener Zentrale Anfang Mai tatsächlich mit dem Thema "Greifvögel" auseinander setzten. Allerdings nur in Form einer "butterweichen Bestandsaufnahme" und damit weit entfernt von den Tag für Tag bitteren Realitäten, mit denen viele Züchter leben müssen

Um es deutlich zu sagen: Es gibt Regionen und Bundesländer in Deutschland, da ist eine weitgehend "normale" Ausübung des Brieftaubensportes schlicht und einfach nicht mehr möglich. Jeder kennt die Situation oder hat davon gehört, wenn sich ein Wanderfalke für Brieftauben als bevorzugte Beute entschieden hat. Ob nun beim Training der Witwer, der Jungtauben oder aber bei der Rückkehr vom Flug - der Wanderfalke ist aller Orten präsent und lauert stets auf seine wehrlosen Opfer. Ähnliches gilt für Habichte und Sperber, die quasi rund um die Uhr nach leichter Beute Ausschau halten und dabei oft genug die jeweiligen Brieftaubenbestände in ihrem Jagdrevier schmerzhaft und nachhaltig dezimieren.

All diese Klagen sind nicht neu, und Berichte über enorme Verluste füllen seit Jahren reihenweise Ordner und Regale - auch in der Verbandsgeschäftsstelle in Essen. Eines steht vorab fest: Eine kurzfristige und zeitnahe Lösung dieses drängender werdenden Problems wird es nicht geben. Und das Ziel, eine in Deutschland gesetzliche Lösung zu erreichen, scheint utopisch: Wie für eine Vielzahl anderer, gesetzlich angestrebter Änderungen sind für die Lockerung der Greifvogel-Bejagung inzwischen die ins EU-Parlament in Brüssel gewählten Politiker verantwortlich.

Nach Meinung vieler Greifvogel-Geschädigter kann die Forderung nach einer zumindest temporären Bejagung von Greifvögeln nur auf oberster verbandlicher Ebene formuliert werden. Regionale Initiativen, häufig unzureichend koordiniert, wenig vernetzt und lediglich auf wenige Einzelfälle abgestellt, haben kaum Aussicht auf Nachhaltigkeit.

Nein, das gewählte Präsidium muss unmissverständlich Flagge zeigen und deutlich Position beziehen: Gegenüber Politik Naturschutzverbänden und in der breiten Öffentlichkeit. Ein Präsident kann sich nicht nur die "Rosinen" herauspicken, wenn der Brieftaubensportes in seinen Grundfesten erschüttert zu werden droht.

Selbstverständlich fordert eine Diskussion um die Lockerung des Greifvogelschutzes zu Widerspruch auf - allerdings: Jäger selber beklagen mehr und mehr den massiven Rückgang von Niederwild. Eine konzertierte Aktion von Jägerschaft und Brieftaubenzüchtern wäre auf den ersten Blick erstrebenswert, um bei der Bevölkerung ein Stück weit verloren gegangene Aufmerksamkeit (und Unterstützung für ein "Hobby mit Herz"!?) zurück zu gewinnen.

In den zurück liegenden rd. fünfzehn Jahren hat sich die Greifvogel-Population in Deutschland unverhältnismäßig stark entwickelt. Neben dem bereits erwähnten Niederwild gehören Brieftauben zur bevorzugten Beute von Habicht, Wanderfalke und Sperber. Bereits häufiger und in anderen Zusammenhängen ist die jährliche Scheckübergabe an die "Aktion Mensch" kritisch bewertet worden. Auch wenn es über die weitere Fortsetzung der seit Jahrzehnten beispielhaften Spendenaktion keine Diskussion geben darf, muss es erlaubt sein, in der Öffentlichkeit für elementare Interessen unseres Sportes eintreten zu dürfen. Eben gerade, weil auch Brieftaubenzüchter vielfältig sozial engagiert und "in der Mitte der Gesellschaft" angesiedelt sind.

Wer Konflikte und Auseinandersetzungen scheut und die Augen vor der Realität verschließt, steht am Ende mit leeren Händen dar. Und wenn durch das unkontrollierte Anwachsen der Greifvogel-Population in weiten Teilen und Regionen die Existenz des Brieftaubensportes in Frage gestellt ist, bedarf es der größtmöglichen Anstrengung, um betroffenen Züchtern (und Reisevereinigungen) Alternativen aufzuzeigen. Die können allerdings nicht darin liegen, dem Brieftaubensport resigniert den Rücken zu kehren.

Jochen Höinghaus

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