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18.01.2011 Editorial TaubenMarkt
Ingolf Schinze mit einem Jahresrückblick "mal anders"…

Der Taubenzüchter im Allgemeinen und im Besonderen

Es ist Januar, die besinnlichen Weihnachtstage sind vorbei und man selbst kommt sozusagen auch wieder zur Besinnung. Besinnung hinsichtlich der nun wieder einkehrenden Ruhe und dem Sinnen nach einer neuen erfolgreichen Taubensaison.

Und genau hierzu sollen diese Zeilen dienen. Sie sollen dazu anregen, dass sich jeder von uns vielleicht zukünftig auf das Wesentliche besinnt. Sich vielleicht öfter mal hinterfragt, ob sein Tun angemessen ist. Es liegt nämlich in der Natur des Taubenzüchters im Besonderen und Allgemeinen die Dinge a) gerne zu übertreiben und b) oftmals zu schlecht zu sehen.

Jeder von uns sollte sich in diesen Tagen einen Saisonplan machen. Jeder Top- Züchter tut dies im Übrigen auch. Diese Züchter überlassen nichts dem Zufall. So sollten auch wir uns überlegen, was zu tun ist. Wir waren auf dem Int. TaubenMarkt und auf der Verbandsausstellung. Haben viel gesehen und mitgenommen. Wir haben viele Ideen, was wir in diesem Jahr alles machen wollen. Aber dabei sollten wir immer eines als Leitsatz zugrunde legen. Bereitet mir das alles nachher noch Freude? Das ist es nämlich, was unser Hobby, was ein Hobby überhaupt, soll. Freude bereiten, für Entspannung vom Alltag sorgen und Erholung bringen. Decken sich unsere Pläne nun damit oder übertreiben wir? Wollen wir auf Teufel komm raus Meister werden, koste es was es wolle. Und damit meine ich nicht nur das Geld, sondern auch die Zeit. Oder mache ich mich zur Geisel meiner Tauben? Bleibt mir kaum noch weitere Freizeit, schaffe ich die Arbeiten für die Tauben mental wie körperlich oder bin ich womöglich am Ende der Saison total geschafft. Lohnt sich das überhaupt? Habe ich dann mit meinem Hobby noch Entspannung, Erholung und Freude? Nur um Meister zu werden? Ganz ehrlich, hinterfrage dich, hast du realistisch eine Chance Deutscher Meister oder Regionalmeister zu werden? Weißt du noch, wer in diesem Jahr RV- Meister geworden ist? Und im letzten Jahr? Klar, das Streben nach Erfolg sollte da sein, aber wenn man alles gibt und dabei noch Freude hatte, ist es dann nicht egal, ob man 1., 5. oder 15. wird? Man hatte ein Jahr Freude mit seinen Tauben. Das tut gut und ist unvergänglich.

Ich erlebe es immer wieder. Züchter A klagt über die viele Arbeit mit den Tauben. Das Trainieren, Vorbereiten der Witwer, Futterzubereitung, das sauber machen usw. usw. Aber was gibt es da zu klagen? Niemand hat ihm dies auferlegt, außer er sich selbst. Vielleicht sollte er einfach sein System so verändern, dass es ihm wieder Spaß macht diese Dinge zu tun. Sich auf das Wesentliche konzentrieren, einiges einfach mal weglassen.
Züchter B klagt über die vielen Tauben, die ihn zur Verzweiflung treiben. Auch hier wäre es ein leichtes dem Abhilfe zu schaffen. Halbiere den Bestand und du hast an jeder einzelnen Taube wieder Spaß. Ja, provozierend gesagt, vielleicht kennst du dann wieder jede deiner Tauben. Womöglich lernt die Taube dich wieder mehr kennen, weil du dich mehr mit ihr beschäftigst und womöglich fliegt sie deswegen nun erfolgreicher.

Züchter C schimpft nur, was der Taubensport für eine Masse an Geld kostet. Dies frustriert ihn schon so sehr, da hat er noch nicht einmal eingekorbt. Niemand verpflichtet ihn, jedes Mittel zu kaufen, sich immer wieder neue, teure Tauben anzuschaffen. Futter ist statistisch bewiesen keinesfalls teurer geworden, nur füttert er jetzt statt 50 Tauben 100 Tauben. Wenn man erkennt, dass einen die Masse frustriert, sollte man ganz schnell handeln. Selektieren. Einfach mal die Hälfte züchten, keine neuen Tauben anschaffen und die Alttauben richtig auslesen. Es hilft und die Freude kehrt schnell auf den Taubenschlag zurück.

Gute Tauben müssen übrigens keinesfalls teuer sein. Auch dies ist eine eigentümliche Eigenschaft von Brieftaubenzüchtern im Allgemeinen und im Besonderen. Die Taube ist mehr wert je weiter weg sie geholt wurde und je teurer sie war. Jedoch das Wissen um die Taube und ihren Züchter nimmt zwangsläufig ab. Mir ist nicht bekannt, dass erfolgreiche Züchter der eigenen RV horrende Preise für die eigenen Tauben von RV Kollegen verlangen. Im Gegenteil, sie wollen meist gerne helfen, da sie jeden Mitstreiter behalten wollen, sonst können sie mangels Konkurrenz irgendwann selbst nicht mehr existieren. Und sind das nicht die Tauben, die dich geschlagen haben? Welchem Züchter kann man mehr vertrauen, einem Fremden oder demjenigen, dem man mindestens einmal die Woche über den Weg läuft?

Gleichermaßen sollten wir uns auch immer wieder hinterfragen, wie ich mich meinen RV-Kollegen gegenüber verhalte. Es nutzt niemand permanent über alles zu schimpfen, nein es schadet nur. Es steckt an und bald ist die gesamte Stimmung beim Einsetzen mies. Dies hat zur Folge, dass die Leute möglichst schnell wieder vom Einsetzen verschwinden und die Gemeinschaft leidet. Hobby Tauben schicken ist eines, aber ohne die Gemeinschaft geht es nicht. Also tue auch deinen Teil für die Gemeinschaft. Erfolg ist am schönsten, wenn man ihn teilen kann. Wenn dir keiner zur Meisterschaft gratuliert, was ist sie dann noch wert?

Oftmals wird auch schnell über schwächere Züchter gestichelt oder schlecht geredet. Das ist nicht gut. Wir brauchen einen jeden und wenn er mit dem was er tut, zufrieden ist und Freude hat, hat er vielleicht mehr als mancher Meister. Wenn man ihm schon alle Pokale abnimmt, so sollte man ihm nicht auch noch die Freude nehmen!

Auch schimpfen wir schnell über die Organisatoren, den Vorstand, Flugleiter etc. Es sind fast alles Züchter, die etwas für die Gemeinschaft tun, ohne eigene Interessen zu verfolgen. Sie geben ihr bestens und dazu noch sehr viel Zeit. Das sollten wir nicht vergessen. Wenn einem etwas nicht passt, kann man das an geeigneter Stelle ruhig und sachlich vortragen und selbst in die Organisation einsteigen, vorausgesetzt man erhält die Mehrheit. Auch daran sollten wir denken, die Mehrheit hat so entschieden, dann soll es auch so sein. Die nächste Abstimmung kommt bestimmt.
So fasse ich es noch einmal zusammen. Wenn jeder einzelne von uns sein Hobby nur so ausführt, dass es ihm Freude bereitet, dann hat jeder einzelne etwas für unsere Gemeinschaft getan und seinen Teil dazu beigetragen, dass unser Hobby weiter lebt und das ist, was es immer war. Die schönste Nebensache der Welt.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine erfolgreiche, Freude bereitende Taubensaison 2011.

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