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15.11.2010 Editorial RS
"Rauschende Schwingen"-Redakteur Jochen Höinghaus über Tierschutz und Brieftaubensport.

Tierschutz und Brieftaubensport


Es waren wenig erfreuliche Nachrichten und Meldungen, die vor dem "Sternflug 2010" über die Ticker von Redaktionen und Nachrichtenagenturen versendet wurden. Angekündigte Proteste von Tierschützern und entsprechenden Organisationen (z. B. PETA) ließen bereits im Vorfeld erahnen, dass die ursprünglich als "Friedensbotschaft" anlässlich des Weltfriedenstages gedachte Veranstaltung am letzten August-Wochenende in Berlin nicht ohne Widerspruch bleiben würde.

Wind und Wetter sorgten jedoch zunächst dafür, dass (weitgehend) keine Tauben gestartet werden konnten und sich die Kabinenexpresse mehrheitlich wieder in Richtung Heimat aufmachten. Lediglich einige weiße (Friedens)-Tauben stiegen symbolisch in den Himmel auf. Politische Prominenz hielt sich vor Ort auffallend zurück - und dennoch: Der (wenn auch vereinzelte) Protest von Tierschützern anlässlich der durchgeführten Feierstunde war deutlich hör- und (ob der Transparente) sichtbar.
Bischof Markus Dröge, der in seiner Rede an die Bedeutung des Weltfriedenstages erinnerte, hatte zuvor versucht, eine Brücke zwischen Brieftaubensport und Tierschutz zu bauen - vergeblich!

Gleichwohl: Tierschutz und Brieftaubensport - muss das ein Widerspruch sein? Losgelöst von extremen Positionen und Ansichten hüben wie drüben sollte es eine Selbstverständlichkeit für jeden Züchter sein, seinen Sport mit der gebotenen Tierliebe zu betreiben. Die Versorgung und Vorbereitung auf die jährliche Zucht- und Reisezeit sind wiederkehrende Dinge an 365 Tagen im Jahr. Der tägliche Kontakt zu den "gefiederten Rennern" ist Ausgleich und Entspannung vom Stress des Alltags und der häufig vielfältigen beruflichen Belastungen. Und welches Züchterherz schlägt nicht höher, wenn die ersten Tauben vom Preisflug den heimatlichen Schlag anfliegen?

Moderne Expresse, die die Reisetiere zu den jeweiligen Auflassorten transportieren, verfügen heute über eine ausgeflügelte Be- und Entlüftung; die Besatzstärke in den Kabinen wird inzwischen ebenso mit Augenmaß geregelt, wie die optimale Versorgung mit Futter und Wasser selbstverständlich ist.

All dies dürfte unbestritten sein, doch die vieler Orten vorgetragene (und berechtigte) Kritik des Tierschutzes zielt in eine andere Richtung: Zuviele Tauben bleiben auf den Wettflügen auf, zugeflogene Tiere werden nicht abgefordert und negative Züchterreaktionen zuhauf auf gemeldete Tiere (auch und gerade von Nichttaubenzüchtern) lassen den Schluss zu, eben kein Interesse mehr an dieser oder jener Taube zu haben.

Letztlich ist dies das grundsätzliche Dilemma. Was nützt es, idealistische Vorstellungen für einen modernen Brieftaubensport im 21. Jahrhundert zu entwickeln und wohl klingende Zuchtziele zu formulieren, wenn sich (zuviele!) Sportfreunde keinen Deut darum scheren, was mit ihren verloren gegangenen Tauben passiert?
Was bringen Aktionen wie ein "Sternflug", wenn Züchter es nicht für nötig erachten, ihre Tauben mit Namens- bzw. Telefonringen zu versehen oder Meldern am Telefon zu verstehen geben, dass man wahrlich anderes zu tun habe, als hinter jeder Taube herzufahren?!

Jeder ernsthaft um die Zukunft des Sportes bemühte Züchter wird vor diesem Hintergrund entsprechende Kritik aus den Reihen des Tierschutzes zustimmen müssen.
Zu lösen sein werden diese Probleme nur, wenn ein Umdenken bei jedem Einzelnen einsetzt. Ein Verband kann nur den Rahmen schaffen, in dem der Sport ausgeübt wird. Innerhalb dieses Rahmens agiert und entscheidet jeder Züchter eigenverantwortlich. Zum Wohle des Sportes und im Interesse aller Mitglieder.

Jochen Höinghaus

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