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06.09.2010 Editorial RS
"Rauschende Schwingen"-Redakteur Jochen Höinghaus bilanziert.




Saisonbilanz mit spitzer Feder

Spätestens, wenn in den nächsten Wochen die Jungtierreise und damit die Reisesaison 2010 beendet und zu den Akten gelegt sein wird, dürfte eine intensive und kontroverse Diskussion über die persönliche Bilanz und sportlichen Ergebnisse einsetzen. Und dies auf allen Ebenen und Feldern.
Gut beraten scheint das Verbandspräsidium zu sein, die uferlose Diskussion um den ins Gerede gekommenen § 2a (vgl. "Rauschende Schwingen", Juni 2010, Editorial, S. 3) zu befrieden. In zahllosen Reisevereinigungen und Regionalverbänden häufen sich Einsprüche und Beschwerden über zurückgenommene Flüge, verschobene Preistouren und kurzfristig geänderte Reisepläne.

Schon jetzt darf man gespannt sein, ob die via Internet veröffentlichte, gleichwohl vorläufige Plazierung der Deutschen Meisterschaft am Ende Bestand haben wird, oder ob sich - resultierend aus den wahrlich sportfernen Rahmenbedingungen des § 2 a - der ein oder andere Sportfreund aus den "Top-Ten" wird wieder verabschieden müssen.

Einmal mehr hat die in vielerlei Hinsicht extreme Witterung die Saison beherrscht. Die von Dr. Matthias Warzecha in diesem Zusammenhang losgetretene Diskussion (vgl. "Rauschende Schwingen", Juni 2010, Seite 8 ff.) dürfte mehr als ein Schuss vor den Bug aller Verantwortlichen gewesen.
Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass mit Blick auf Tierschutz und tiergerechtem Brieftaubensport - ausgehend von einer Experten-Diskussion im Jahre 2000 in der Akademie Bad Boll - im Gegensatz zur landläufigen Meinung vieles bewegt worden ist.

* Die Verbandsklinik hat Leitlinien zur Brieftaubenhaltung erstellt, die jährlich aktualisiert und veröffentlicht werden. (…)

* Die Impfung gegen eine Paramyxovirus-Infektion ist zwingend vorgeschrieben. Die Taubenklinik und darüber hinaus spezialisierte Tierärzte stehen den Züchtern ergänzend zur individuellen Beratung bei der Brieftaubenhaltung zur Verfügung. (…)

* Im Rahmen des Forschungsprogramms "Jungtaubenkrankheit" hat die tierärztliche Hochschule der Universität Leipzig um Prof. Dr. M.-E. Krautwald-Junghanns in einer Fragebogenaktion die Verluste von Brieftauben bei der Teilnahme an Preisflügen ermittelt. Danach liegen die jährlichen Verluste durch das Ausbleiben von Brieftauben, die an Wettflügen teilgenommen haben, zwischen 5 und 20 %, wobei der Hauptanteil (54 %) deutlich in einem Bereich unter 10 % liegt.

* Seit 2001 sind alle Brieftauben, die an Wettflügen teilnehmen, mit der Telefonnummer des Halters auf einem Zusatzring ausgestattet.

* Sämtliche im Verbandsgebiet zum Einsatz kommenden Kabinenexpresse entsprechen den Anforderungen des Tierschutzrechts.

* Flugleiter werden seit 2003 speziell geschult. Im Zusammenhang mit der Schulung und erfolgreicher Tätigkeit wird ein Zertifikat erteilt. Seit 2006 dürfen Auflässe von Brieftauben nur noch von zertifizierten Flugleitern durchgeführt werden. Bei Fehlverhalten von Flugleitern wird die Zertifizierung wieder entzogen.

* Seit 2004 sind für Brieftaubenauflässe Auflassprotokolle vorgeschrieben. In diesen Protokollen sind alle Flug- und Wetterumstände, Flugvorbereitungen und sonstigen flugrelevanten Daten festzuhalten. (…)

* Der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter hat flächendeckend ein System von Vertrauensleuten aufgebaut, die verflogene Brieftauben annehmen und versorgen. Insgesamt sind rd. 750 Vertrauensleute tätig. Die Ermittlung eines ortsnahen Vertrauensmannes erfolgt über die entsprechende Internetseite (www.brieftaube.de).

* Parallel zu der Zertifizierung der Flugleiter ist ein System von Plätzen für Brieftaubenauflässe in der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut worden. Diese Plätze werden von geschulten Auflassleitern betreut und überwacht. Wettflüge im Bereich des Verbandes werden seitdem nur noch von solchen festgelegten Auflassplätzen gestartet. Damit werden die Unwägbarkeiten in Bezug auf die Auswahl der Auflassplätze und die Versorgung der Brieftauben vor den Auflässen weitgehend minimiert.

Bei aller Kritik an vielem, was verbandsseitig an die Züchterschaft herangetragen wird, sollte das Bemühen der Verantwortlichen anerkannt werden, verbindliche Tierschutz-Regelungen vereinbart und weiter entwickelt zu haben, um den Fortbestand unseres Hobbies zu sichern.
Allerdings ist das nicht die alleinige Sache des Verbandspräsidiums. Jeder Züchter und Sportfreund ist gleichsam gefordert, beispielhaft nach außen zu wirken, um das Bild des Brieftaubensportes in der Öffentlichkeit positiv zu prägen.
Auch das ist bei der persönlichen Bilanz des Jahres durchaus ein beachtenswerter Aspekt.

Jochen Höinghaus

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