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04.08.2010 Editorial RS
"Rauschende Schwingen"-Redakteur Jochen Höinghaus über Flugleiter, die "im Regen stehen".

Flugleiter stehen „im Regen“!

Die Alttierreise 2010 ist inzwischen beendet. „Gott sei Dank“ werden viele Sportfreunde mit einem hörbaren Seufzer der Erleichterung sagen. Denn dieses Reisejahr hatte es wahrlich in sich. Vor allem das unbeständige und wechselhafte Wetter ließ die Hoffnungen vieler erwartungsfroh gestarteter Züchter häufig wie eine Seifenblase zerplatzen.
Schwierige Flugverläufe oder gar ausgefallene Konkurrenzen gleich zu Saisonbeginn machten bereits den Start zu einem schwierigen Unterfangen. Vieler Orten war Ende Mai die Reise schon zu Ende, bevor sie eigentlich begonnen hatte – mangels Tauben auf dem heimatlichen Witwerschlag.
Die Reisevereinigungen, die Dank umsichtiger Flugleiter (oder eines gehörigen Quäntchens Glück) Wettflüge bis in den Juni oder Juli hinein veranstalten konnten, hatten es dann allerdings mit tropischen Temperaturen und einer langanhaltenden Hitzeperiode bei bis zu 37 Grad Celsius zu tun.
Die Konsequenz aus diesen hochgradig ungewöhnlichen Rahmenbedingungen dürfte den meisten Sportfreunden in lebhafter Erinnerung sein. Diskussionen über die angemessene Entfernung, richtige Auflasszeit sowie tierschutzgerechte Rahmenbedingungen füllten wochenlang die Kommentar-Spalten der verschiedenen Fachzeitschriften und unterschiedlichen Internet-Foren.
Leider blieben die via Internet ausgesprochenen Auflassempfehlungen des Verbandes in dieser für alle Flugleiter kritischen Zeit weit hinter den Erwartungen zurück. Wo dringend konstruktive Hilfestellungen erforderlich gewesen wären, gab es nur schwammige und wenig konkrete Aussagen oder Empfehlungen.
Und dies, obwohl Dr. Matthias Warzecha zuvor eine bemerkenswerte Diskussion angestoßen hatte (vgl. Rauschende Schwingen, Folge 172, Juni 2010, Seite 8 ff.), in der auch dem Präsidenten Horst Menzel eine nicht zu unterschätzende Rolle zugeteilt ist.
Selbst wenn der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter (in der Regel) kein Flugveranstalter ist, hätte es dem Ansehen des deutschen Brieftaubensportes grundsätzlich gut zu Gesicht gestanden, an den hitzeträchtigen Flug-Wochenenden Ende Juni/Anfang Juli ein klares und unmissverständliches Transport- und Auflassverbot auszusprechen. Dies hätte zudem den Willen unterstrichen, die von Dr. Warzecha angestoßene Auflass- und Tierschutzdiskussion mit der gebotenen inhaltlichen Ernsthaftigkeit zu begleiten.
Was folgte, ist an den Preislisten dieser Wochen ablesbar. Die einen fuhren lediglich auf 200 km, die anderen pochten auf den Einhalt der Verbandsbestimmungen und wieder andere scherten sich um rein gar nichts. Auf der Strecke blieben mal wieder unsere Tauben.
Da bildete der hoch gehandelte München-Flug genauso wenig eine Ausnahme, wie der mit viel publizistischen Aufwand begleitete Kulturhauptstadtflug ab Linz. Die herben Verluste und die Art und Weise, wie - nicht zum ersten Mal - mit der Kreatur „Brieftaube“ umgegangen wurde, schreien zum Himmel.
Wo waren die verbandlichen Entscheidungsträger, als Flugleiter Entscheidungen treffen mussten, die ihnen im Endeffekt überhaupt keine Chance ließen, halbwegs unbeschadet aus dieser misslichen Situation herauszukommen?
Im Nacken die Züchter, die auf einen Flug pochten oder die Tierschützer, die mit Recht einen artgerechten Umgang anmahnt und last not least den Oberflugleiter des Verbandes, der zwar selber nicht entscheidet, aber nach einem langen und schwierigen Flugverlauf eine Stellungnahme einfordert bzw.. „blaue Briefe“ versendet!
Gibt es demnächst überhaupt noch irgendjemanden, der als verantwortlicher Flugleiter Woche für Woche Brieftaubenauflässe verantworten möchte? Ich kann es mir vor dem Hintergrund dieses Reisejahres eigentlich nicht vorstellen.
Sage nun niemand, das sei alles nur halb so schlimm. Das Gegenteil ist der Fall: Es ist alles noch viel schlimmer, als es den Anschein hat. Die Kraft, das Engagement und den „Mumm“, nach einem verlustreichen Reisejahr noch einmal von vorn zu beginnen, dürften bei den meisten Züchtern mit zunehmendem Lebensalter deutlich schwinden.
Und das aktuelle Durchschnittsalter unserer Verbandsmitglieder gibt beredte Auskunft darüber, wie die Bereitwilligkeit eines sportlichen Neuanfanges tatsächlich ist . . .

Jochen Höinghaus

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