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04.10.2006 Little Smile
An der Ostküste Sri Lankas: Zwischen Hoffen und Bangen. Nach der Tsunamikatastrophe droht die Eskalation des Bürgerkrieges.




„Was tun wenn die Welt eines Tages einfach genug hat von Sri Lanka?“ Diese Frage hat sich Michael Kreitmeir, Gründer und Leiter der Hilfsorganisation Little Smile in letzter Zeit immer wieder gestellt. Seit Jahrzehnten funktioniert Gesundheitsversorgung und Bildung nur durch ausländische Unterstützung, die Hilfsbereitschaft nach der Tsunamikatastrophe ist in der Geschichte einmalig – auch die Höhe der Geldsummen. Doch statt Aufbau und Hoffung wieder Zerstörung und Verzweiflung. Der Bürgerkrieg zwischen der singhalesischen Regierung und den „Tamil Tigers“ ist zurückgekehrt bevor die Flutkatastrophe richtig bewältigt werden konnte. „Manchmal“, so Kreitmeir, „habe ich das Gefühl, dass wir zwischen den Fronten zerrieben werden. Little Smile hilft Kinder und Frauen mit Kindern in Not, da machen wir keine Rassenforschung, im Gegenteil! Versöhnung und Toleranz war und ist es, was wir besonders im Kinderdorf in Koslanda vorleben.“ Tatsächlich lernen und leben im Hauptprojekt der Organisation in den Bergen Sri Lankas Tamilen und Singhalesen, Buddhisten, Hindus, Christen und Moslem nicht nur zusammen. Voneinander und miteinander lernen ist das Credo, das Viele der Mächtigen auf beiden Seiten nicht hören wollen. Zudem will man keine unabhängigen Zeugen für die Massaker und Menschenrechtsverletzungen haben. Kreitmeir: „Neun Jahre lebe und arbeite ich in diesem Land, doch nie zuvor wurde uns mit so viel Misstrauen begegnet. Das Verteidigungsministerium entscheidet inzwischen über Aufenthaltsgenehmigung oder Ausweisung. Da kann es schon genügen, dass man die Kämpfer der Tamil Tigers als Rebellen und nicht als Terroristen bezeichnet und schon wird das Visa nicht mehr verlängert.“ Am Schlimmsten hetzen die singhalesischen Ultranationalisten, die über ihren politischen Arm die Partei JVP an der derzeitigen Regierung beteiligt sind. Die Extremisten haben nie eingesehen, warum Hilfswerke wie Little Smile gerade auch im Osten, also im tamilischen Gebiet geholfen haben. Geflissentlich wurde übersehen, dass dort der Tsunami besonders schlimm wütete und der fast 20jährige Bürgerkrieg auch ohne Flutkatastrophe große Not hinterlassen hatte. Auch von Seiten der LTTE wird gegen die Helfer agiert. Einschüchterungen, Drohbriefe, Bombenterror und Gewalt, viele Organisationen haben ihre Arbeit in Sri Lanka bereits eingestellt, nicht wenige Projekte in den Krisenregionen wurden aufgegeben.

„Wie“, so fragt sich Kreitmeir, „kann ich all das den Helfern und Unterstützern in der fernen Heimat erklären? Wie soll ich Ihnen klar machen, dass die Opfer, besonders die Kinder unsere Hilfe notwendiger brauchen als je zuvor? Wenn wir jetzt weggehen, wenn wir jetzt die Hilflosen ohne Schutz lassen, wird Vieles von dem, was seit dem Tsunami geleistet wurde, umsonst gewesen sein!“

Für den Leiter von Little Smile kommt weggehen sowieso nicht in Frage. Freilich, auch für seine Hilfsorganisation ist es schwer geworden. Die singhalesischen Mitarbeiter können nicht zu den Mädchenhäusern in den Osten und für die Tamilen ist es nicht mehr ratsam an die Südküste zu gehen. Trotzdem musste bisher kein einziges Projekt aufgegeben werden. Freilich, seit Tagen ist Little Smile ohne Kontakt zum Mädchenhaus in Palugamam. Es gibt Kämpfe, die Region ist völlig abgeriegelt. 86 Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren leben in den beiden Häusern. Kreitmeir macht sich große Sorgen will gleich nach der Rückkehr Anfang Oktober versuchen, irgendwie zu seinen Mädchen dort vorzudringen. Gleich nach der Ankunft ist in der Hauptstadt Colombo ein Treffen mit dem Herausgeber der Zeitung „Lanka“ geplant, die vor gut einem Jahr mit einem Hetzartikel Kreitmeir und seine Arbeit in Sri Lanka auf das Widerlichste diffamierte. „Man darf sich nicht von dem beeinflussen lassen, was die Menschen, die in diesem Land gegen Gerechtigkeit und Aussöhnung sind über einen sagen oder schreiben. Ansonsten erreichen die ja was sie mit ihren Lügen erreichen wollen. Aber dieser Hetzartikel hat unsere Arbeit wirklich behindert. Es gibt eben immer Leute, die wollen nur das Schlechte hören und glauben“, so Kreitmeir. „Wenn man in diesem Land hilft, ohne Berechnung und ohne Eigennutz, macht man sich verdächtig, besonders wenn man weiß und ein Mann ist“. Verletzt hat es Kreitmeir schon, dass da Bilder von der homepage von Little Smile kopiert wurden, die ihn und seinen Sohn Manuel zeigten verbunden mit dem Aufruf, diesen Kinderschänder zur Strecke zu bringen.

Was Little Smile jedoch dringend braucht ist Ruhe, um sich auf all die vielfältigen Aufgaben konzentrieren zu können und darum kämpft Kreitmeir für einen Widerruf.

Wie er und sein Team all das schaffen, was dort im Namen von Little Smile passiert ist eh ein Rätsel. So entstehen in Galle an der Südküste ein Mädchenhaus mit Förderschule sowie ein Zentrum für die Ausbildung im Bereich Elektronik, Ayurveda und traditionelle Kunst. In Buttala wird an einem Arbeits- und Lebenszentrum für Witwen mit Kindern gebaut, es gilt ein biologisches Landwirtschaftsprojekt voranzubringen, ein Kinderkrankenhaus zu bauen, im Kinderdorf Koslanda steht die „Internationale Schule“ kurz vor der Fertigstellung und im Naturschutzprojekt von Little Smile 2 finden immer mehr wilde Tiere Zuflucht. An der Ostküste wird ein Versorgungsgebäude für das Ashraff Memorial Hospital in Kalmunai gebaut, werden zwei Mädchenhäuser und eine Schule sowie zwei Fischerprojekte betreut. Zahlreiche Häuser für Tsunamiopfer wurden aufgebaut und an Süd- wie Ostküste bereits übergeben. Und das ist nur eine Auswahl von all dem, was Little Smile derzeit in Sri Lanka Tag für Tag bewältigen muss.

Dabei ist Geld sehr knapp geworden. Auf dem Konto von Little Smile gehen kaum noch Spenden ein, die nach der Flutkatastrophe gegründeten Koordinationsstellen der „Partnerschaftshilfe“ bei Bund und Land existieren nur noch auf dem Papier. Und so ist Michael Kreitmeir in seine alte Heimat gekommen, um Rede und Antwort zu stehen und den Menschen immer und immer wieder zu sagen: Lasst die Menschen in Not dort bitte nicht im Stich! Es sind wieder die Kinder, die Schwachen, die nach der Flutkatastrophe jetzt unter dem Bürgerkrieg leiden. Kreitmeir wird nicht müde, für Verständnis und eine Fortsetzung der Hilfe zu werben. Ganz nebenbei muss er auch Geld verdienen, um seine Frau und die beiden in Deutschland lebenden Söhne zu unterstützen, denn nach fast 2 Jahren ohne Einkommen geht das Ersparte langsam zur Neige. Und so wird der Filmemacher und Regisseur auch in seinem alten Beruf arbeiten und hat unter anderem für die ARD in einer Zweieinhalbstunden Sendung das Münchner Oktoberfest eröffnet. Ein weiter Weg, der sehr viel Disziplin erfordert, von den Krisengebieten Sri Lankas auf die Münchener Theresienwiesn. Die meiste Zeit seines 4wöchigen „Heimaturlaubes“ wird Kreitmeir jedoch in Sachen Little Smile unterwegs sein, damit in Sri Lanka auch in schweren Zeiten Kinder lächeln dürfen.

http://www.littlesmile.de

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