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Neues im IT

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04.08.2016 Rolf Schlömer stellt vor
Lothar Leßmeister aus Hütschenhausen gewinnt den Königsflug im Brieftaubensport



So sehen Sieger aus. 1. Internationaler Sieger Barcelona 2016, Lothar Leßmeister aus Hütschenhausen.

1. international Barcelona 2016 gegen 17.732 Tauben aus Belgien, Frankreich, England, Luxemburg, Niederlande und Deutschland, gleichzeitig Nationalsieger von Deutschland gegen 1.277 Tauben und erstes internationale Weibchen.
Der Start in Barcelona erfolgte einen Tag verspätet am Samstagmorgen um 11.15 Uhr. Am Auflassort herrschte ein schwach drehender Wind von Nordost auf Südost, klare Sicht und Sonnenschein. Bis zu den Alpen gab es kaum Bewölkung, später war eine Schlechtwetterfront über den Flugrouten mit zunehmenden Böenaktivitäten entlang der Strecke zu beobachten. Es gab örtliche Gefahren von viel Niederschlag. Entsprechend den Wettervorhersagen, verzögerte sich dementsprechend der spätere Flugverlauf.





Mit einer Fluggeschwindigkeit von 1.250 m/min konstatierte Lothar Leßmeister um 6.26 Uhr seine Siegertaube. Nach der Veröffentlichung der Ankunftzeit im Internet, war man allgemein der Meinung, dass es jetzt losgehen würde und zunehmend Tauben eintreffen würden. Es passierte aber nichts. Fast drei Stunden lang stand der Name Leßmeister alleine in der Online-Tabelle der Arge Euskirchen. Erst drei Stunden später folgte eine Meldung von Herbots & Heller aus dem Saarland und um 9.41 Uhr konstatierten Karl-Heinz und Karl-Josef Plum aus Frelenberg bei Aachen ihre erste Taube. Mit einer Fluggeschwindigkeit von 1.123 m/min gewinnt die SG Plum den 2. Preis national, den Zonensieg in der Zone II sowie den 6. Preis international gegen 17.732 Tauben. In der Online-Liste tauchte die Ringnummer 01301-12-235 auf, eine Ringnummer, die unter den Insidern längst bekannt ist, denn der „235“ gewann bereits im vergangenen Jahr den 2. national Barcelona gegen 1.299 Tauben und den Zonensieg. Der Supervogel erringt damit zweimal infolge den 2. Preis von Deutschland und jeweils den Zonensieg! Das ist eine unglaubliche Story dieser Supertaube. Nach der Konstatierung von Karl-Heinz und Karl-Josef Plum dauerte es erneut drei Stunden, bis das in Zone II eine zweite Taube eintraf. In der weitesten Entfernungszone gewann die Familie Menne und Töchter den Zonensieg. Nationalsieger in Belgien wurde das Team Gilbert und Julien Pronckaert aus Schepdaal, aus der Region Brüssel. Sie konstierten um 7.39 Uhr bei 1.059 km Entfernung mit 1.233 m/min.
In den Niederlanden gewinnen Hans und John Lindenburg aus Yerseke. Bei einer Entfernung von 1.130 km, konstatierten sie um 9.14 Uhr, 1.186 m/min.
Insgesamt nahm der Barcelonaflug einen schweren Verlauf, so dass der Konkurs auf Nationalebene erst am Montagmorgen schloss. Wann der Konkurs auf internationaler Ebene zu Ende ging, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.


Top-Erfolge
1.international Pau 2014 („Tamino“)
1.international Perpignan Jährige 2005 („Fadhila“)
1.international Carcassonne Weibchen 2006 („Nadira“)
1.international Marseille Weibchen 2008 („Mistralche“)
1.international Perpignan Weibchen 2006 („Nadira“)
1.international Barcelona 2016 („La Primera“)

Nationale Spitzenergebnisse
1. national San Sebastian 2003 („Dona Espana“)
1. national Carcassonne Weibchen (“Nadira”)
1. national Perpignan Weibchen („Nadira“)
1. national Barcelona 2006 („Evita“)
1. national Dax 2006 („Vento“)
1. national Pau 2014 („Tamino“)
1. internationale As-Taube („Copa Espagnola“) 2003
1. Preis Barcelona in der Zone I in 2005, 2006 und 2007
1., 2., 3. nationales As-Weibchen im „Nationalen Marathon“ 2007
1. Meister der Internationalen Wettflüge 2011
2. Primus-Interpares 2011
2. Primus-Interpares 2012

Immer wieder waren es die tollen Leistungen, die für Furore sorgten. Heute betreibt Lothar Leßmeister den Taubensport alleine. Er ist ein Züchter, der versteht, wie man mit seinen Tieren umgeht. Wenn man ihn im Schlag erlebt und er mit seinen Tauben spricht, könnte man annehmen, dass sie ihn genau verstehen. Er hat eben das Händchen dafür. Trotz seines Alters von 76 Jahren, hat man es hier mit einem vitalen und heißblütigen Menschen zu tun, der genau seinen Weg geht. Mit seinem lebendigen Auftreten könnte man meinen, man hätte es hier mit einem jungen Burschen zu tun. Beruflich war Lothar Leßmeister seiner Zeit in der Kommunalpolitik tätig und fungierte als stellvertretender Bürgermeister. Er nahm in dieser Zeit an vielen Veranstaltungen und Sitzungen im Gemeinderat teil und war ein beliebter Redner bei Podiumsdiskussionen. Aufgrund seines politischen Engagements wechselte er damals vom RV-Spiel zur Weitstrecke, da ihm zu wenig Zeit für seine Tauben blieb. In den 90-ziger Jahren reiste er übrigens im RV-Spiel sehr gut, er wurde 2. Bezirksmeister und stellte die As-Taube. Bevor er allerdings zur Weitstrecke wechselte, suchte er einen Lehrmeister. Er wollte einfach mehr erfahren, worauf es auf der Weitstrecke ankommt. Am Anfang besuchte er zunächst mit Sportfreund Ernst Hodel einige Spitzenschläge in Belgien, doch etwas preisgeben von ihren Geheimnissen wollten die Belgier nie, vielmehr wollten sie ihm Tauben verkaufen. Enttäuscht kehrte er oftmals heim. Schließlich war es der Weg zu Piet de Weerd, der für die entscheidene Wende sorgte. Mehrmals besuchte Lothar Leßmeister den berühmten Piet de Weerd um seine Tauben klassifizieren zu lassen. Die beiden Züchter verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Jahr für Jahr suchte Lothar Leßmeister seinen Mentor auf und bereicherte dadurch sein Wissen. Für Lothar Leßmeister ist seitdem die Muskulatur von besonderer Bedeutung. Es geht um das Fingerspitzengefühl die gute und elastische Muskulatur zu fühlen. Die Taube fliegt alleine mit den Muskeln, die den Flügel antreiben. Auf die Qualität des Rückens legt er dabei überhaupt keinen Wert, die Taube fliegt schließlich nicht mit ihrem Rücken.




Wie ein Klavierspieler mit allen zehn Fingern, mustert Lothar Leßmeister wie ein Virtuose, nicht die Tastatur, sondern die elastische Muskulatur seiner gefiederten Lieblinge. Er hat das nötige Fingerspitzengefühl hier besondere Leistungsmerkmale zu erkennen. Er gehört aufgrund dessen zu den markantesten Persönlichkeiten im Taubensport. Seine Erfahrungen machen ihn zu einer Inspirationsquelle für wißbegierige Züchter. Die Konzeption und das Spiel legen dafür Zeugnis ab.


Unter einer elastischen Muskulator versteht Sportfreund Leßmeister, dass das Brustfleisch der Taube nie nachgibt, wenn man darauf drückt. "Man kann das vergleichen mit einem prall aufgeblasenen Luftballon, der gibt auch nicht nach, wenn ich darauf drücke", sagte Lothar Leßmeister. Als Gegensatz dazu sprach er von einem Hefeteig. Wenn man mit einem Finger auf einen Hefeteig drückt, bleibt der Fingerabdruck im Teig und die Beule kommt von alleine nicht mehr heraus. Im übertriebenen Sinne will er mit diesem Beispiel deutlich machen, worauf es ihm ankommt. Es geht weiter mit dem Flügel der Taube. Hier ist Lothar Leßmeister der Meinung, dass bei einem geraden und nicht gewölbten Flügel, die äußeren Schwingen bei längerer Belastung, also speziell bei langen Flugzeiten, sich zu weit nach oben wegbiegen. Es fehlt diesen Tauben im Laufe des Fluges der Auftrieb und infolge dessen, werden die Tauben zunehmend langsamer. Wenn man sich die besten Flugtauben, als auch die besten Zuchttiere von Lothar Leßmeister ansieht, dann fällt auf, dass bei vielen Tauben, die Schwungfedern eine leichte Krümmung nach unten haben. Also wenn man die Taube von vorne betrachtet und den Flügel öffnet, zeigen mindestens die drei äußeren Federn in einer Art Halbkreis nach unten. Ganz bewusst verpaart er auch in der Zucht Tauben aneinander, die diese Eigenschaften mitbringen. Insgesamt ist das eine sehr interessante Theorie. An dieser Stelle kann man sich vorstellen, dass bei einer Taube mit einer leicht gewölbten Federbiegung nach unten, die Federn nach 12stündiger Belastung und mehr, niemals nach oben weggehen können, sie werden höchstens gerade sein. Wenn man die großartigen Erfolge dieses Mannes betrachtet, dann kann man seinen Therorien Glauben schenken. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich dieser Züchter von seinen Gegner und Konkurrenten so abhebt. Nehmen wir mal den Barcelonaflug 2007 als Beispiel, hier gewann er den 8., 13., 15., 32., 35., 39., 48. und 62. Preis national. Insgesamt erzielte er 22 Preise von 32 Tauben. International gewann er in dem Jahr, den 21., 31., 32., 69., 76., 84., 111. und 147. Preis international gegen 25.716 Tauben.

Totale Witwerschaft mit Vögel und Weibchen – mehr lässt der Zeitrahmen nicht zu
Mit einem mittleren Bestand von etwa 60 bis 70 Reisetauben geht Lothar Leßmeister an den Start. Da aus 28 Zuchtpaaren gezüchtet wird, können die Reisetauben trochen gespielt werden. Als 56 Zuchttauben sind natürlich handverlesen und entsprechen seinen Auswahlkriterien. Bei den Reisetauben kommt alles in den Korb, was fliegen kann. Manchmal kann er gar nicht sagen, ob aktuell jeder Vogel auch ein Weibchen hat. Auch bei der Barcelona-Täubin kann er nicht genau sagen, ob die Täubin vor Barcelona einen Partner gehabt hat. Es kommt hier einfach auf die guten Tauben an. Von Anfang an werden die Tauben in der Vereinigung IG-Weitstrecke gespielt. Hier wurden in diesem Frühjahr keinerlei Flüge verschoben oder ausgesetzt, wie in vielen Reisevereinigungen, vielmehr waren die Tauben jede Woche im Korb. Die Barcelona-Tauben wurden alle bis Bourges gespielt. Während der Vorbereitung zu einem Weitstreckenflug wird zunächst nur eine Superdiät-Mischung gefüttert, dies bis fünf Tage vor dem Einsetzen. Erst danach wird die Mischung „Super M“ von Mariaman gefüttert.“Super M“ hat einen sehr hohen Eiweißanteil (alleine mit drei verschiedenen Erbsen). Nur an den letzten zwei Tagen gibt es noch 25 % Fettfutter (geschälte Sonnenblumenkerne, Hanf, Sämereien) dazu. Sehr oft gibt er einen Apfelessig ins Trinkwasser, auch „Naturaline“ von Natural stehtauf dem Programm, neben einem herkömmlichen Jod-Eisen-Produkt (einmal wöchentlich). Am Einsatztag gibt er ein Multivitamin ins Trinkwasser. Warum gerade am Einsatztag, kann er nicht sagen. Es hat halt so funktioniert. Nicht selten wird auch schon mal am Einsatztrag eine Trichomonaden-Tablette von Dr. Peeters gegeben.

Ausgezeichnete Tauben an der Basis
Über die Freundschaft zu Paul Claßen † aus Riegelsberg und der Familie Kipp aus ALthornbach kam hervorragendes Taubenmaterial nach Hütschenhausen. In der Abstammung der Siegertaube findet hervorragendes Ausgangsmaterial, die in Sachen Leistung einzige Zeichen setzen. Ansonsten kamen nur einzelne andere Tauben von Jan Ernest, Ko van Dommelen und Theo Ernest hinzu. In der Zucht betreibt er dabei viel Verwandtschaftszucht seiner besten Stammtauben. Mitlerweile kann man hier sagen, hat er seine eigene Taube, die auf ihn zugeschnitten gezüchtet. Wie ein Klavierspieler der seine Tastatur kennt, arbeitet Lothar Leßmeister mit seinen Tauben. An erster Stelle steht bei ihm, wie bereits erwähnt, die elastische Muskulatur seiner Lieblinge. Der Rest kommt von alleine. Lother Leßmeister hat hinsichtlich einer Flugergebnisse gezeigt, was alles möglich ist, wenn Disziplin, Standfestigkeit und Kreativität zusammenkommen. Das wird auch in Zukunft die Devise dieses Mannes sein.

Rolf Schlömer


Lothar Leßmeister
Schulstr. 6
66882 Hütschenhausen
Telefon: (0 63 71) 39 87
www.lotharlessmeister.de

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