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Home  Taubengesundheit  Rote Blutkörperchen und Leistungsfähigkeit 

Rote Blutkörperchen und Leistungsfähigkeit


Tierarzt Burkard Sudhoff

In den letzten beiden Ausgaben bin ich ja schon ausführlich auf die Bedeutung der roten Blutkörperchen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit von Sportlern, aber auch Brieftauben eingegangen. Die spannendste Frage in diesem Zusammenhang ist natürlich wie Sie als Brieftaubenzüchter auf legale Weise die Anzahl der roten Blutkörperchen positiv beeinflussen können.

Dazu muss man zuallererst die normale Konzentration der roten Blutkörperchen kennen. Hierzu haben wir über vier Jahre hinweg Blutproben von Brieftauben untersucht und ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass der Haematokrit (Anteil der festen Blutbestandteile am Gesamtblut) erheblichen jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist. In den Wintermonaten ist er geringer als im Sommer. Bei Jungtieren ist er deutlich geringer als bei Alttauben. Die Haematokritwerte der Zuchttauben liegen ganzjährig deutlich unter den Werten der Reisetauben. Auch wenn Reisetauben die höchsten Haematokritwerte haben, so kommt es auch bei Ihnen während der Reisesaison zu deutlichen Schwankungen. Oftmals fällt der Wert schon rasch nach Beginn der Reise deutlich ab. Diese Tatsache beobachteten wir besonders häufig bei gut vorbereiteten, aber schlecht trainierten Tauben. Bei diesen Tauben kommt es sehr schnell aufgrund des deutlichen Mißverhältnisses von Leistungsfähigkeit und Leistungsanforderung zu einem Abfall des Haematokrit. Dem Abfall der Erythrozytenkonzentration folgt dann der Leistungseinbruch. Häufig fällt die Erythrozytenkonzentration sagar um bis zu 10% ab, was den Rückgang der Leistungsfähigkeit erklärt. Unser Interesse galt nun der Frage ob es möglich ist die Erythrozytenkonzentration vor Beginn der Reisesaison auf die von uns ermittelte Maximalkonzentration anzuheben und während der Reise auch dauerhaft hoch zu halten. Diesen Gedanken konsequent zu Ende gedacht bedeutet das, dass es eine Substanz geben muß, die direkten Einfluss auf die Erythrozytenkonzentration nehmen muss. Aus der Literatur ist bekannt das Eisen, wenn es denn nicht ausreichend verfügbar ist, ergänzt werden muss um einem Erythrozytenmangel entgegen zu wirken. Es ist bekannt das viele Frauen, aber auch Schwangere, Hochleistungssportler und manchmal auch "Normalverbraucher" an Eisenmangel leiden. Da es für Brieftauben wenig brauchbare Untersuchungen gibt, haben wir einen eigenen einfachen, aber in der Praxis gut zu kontrollierenden Ansatz gewählt.

Wir haben Tauben vor und während der Reisezeit mit verschiedenen handelsüblichen Präparaten, welche Eisen in den unterschiedlichsten Eisenverbindungen enthielten, versorgt. Dabei zeigte sich, dass mit manchen Eisen-Präparaten keinerlei Effekt in Bezug auf das Ansteigen des Haematokrit zu erzielen war. Manche Präparate mussten in deutlich höheren Dosierungen verabreicht werden als auf den Verpackungen angegeben war. Ein Hersteller stellte uns dann einen völlig neu entwickelten Eisen-Chelat-Komplex zur Verfügung. Mit diesem Produkt konnten wir auf Anhieb die besten Erfolge erzielen. Die Resorption dieser speziellen Eisenverbindung im Darm ist wesentlich vollständiger, da sie nicht über die üblichen Eisen-Resorptions-Carrier erfolgt. Es kommt wenige Tage nach Gabe dieser speziellen Eisen-Chelat Verbindung zu einer deutlichen Erhöhung des Haematokritwertes. In der Literatur sind derartige Effekte mit so rascher Erhöhung der Haematokritwerte nicht beschrieben. Offensichtlich reagieren Tauben wie auch andere Vögel, wesentlich schneller als Säugetiere mit der Erhöhung des Haematokrit, wenn die Eisenversorgung optimiert wird. Auch durch langandauernde Gabe dieser Eisenverbindung konnte der Haematokrit nicht über die von uns ermittelten Maximalwerte erhöht werden. Auch eine Überversorgung mit diesem Präparat führt nicht zu krankhaft erhöhten Werten. Im Moment laufen die letzten Untersuchungen bezüglich der Galenik und der Kombination mit weiteren leistungsrelevanten Wirkstoffen. Wir hoffen diese Untersuchungen bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen zu haben, um dann allen Brieftaubenzüchtern ein erstes, wirklich überzeugendes, dopingfreies, leistungssteigerndes Präparat zur Verfügung stellen zu können.

Burkard Sudhoff, prakt. Tierarzt


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