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Eisen und Leistungssteigerung


Tierarzt Burkard Sudhoff

Wenn die Leistungsfähigkeit trotz hervorragender Taubenqualität und bester Gesundheit zu wünschen übrig lässt, müssen wir unser Augenmerk verstärkt auf die Ernährung richten. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten wenn die Leistungsfähigkeit zu wünschen übrig lässt. Manchmal ist es ein winziger aber entscheidender Faktor welcher an der Leistungsschwäche schuld ist. Einer dieser Faktoren ist das "Eisen".

Eisen gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen, denen gerade wir Brieftaubenzüchter besondere Aufmerksamkeit widmen sollten. Als zentraler Baustein des roten Blutfarbstoffs (Haemoglobin) sowie des Muskelfarbstoffs (Myoglobin) spielt das Eisen die entscheidende Rolle für den Sauerstofftransport im Körper. Auch an anderen Stoffwechselvorgängen, insbesondere am Energiestoffwechsel der Zellen, ist Eisen maßgeblich beteiligt. Das Eisen liegt im Körper in unterschiedlicher Form vor. Neben dem freien Eisen verfügt der Körper über Eisenspeicher (Ferritin), über die eiweißgebundene Form des Eisens (Transferrin), und eine Eisen-Eiweiß-Verbindung (Haemosiderin), welche auch die Speicherform des Eisens im Organismus darstellt.

Der Bedarf an Eisen ist für "Wettflug"-Brieftauben nicht genau ermittelt, dürfte aber noch deutlich höher liegen als bei Leistungssportlern. Da Eisen vom Körper nur in geringer Menge aufgenommen wird, müssen wir unsere Brieftauben in der Wettflugzeit ausreichend hoch versorgen. Eisen kommt in Futtermitteln in zwei Formen vor. Futtermittel pflanzlicher Herkunft liefern das sogenannte Non-Haem-Eisen, während mit Ergänzungsfuttermitteln tierischer Herkunft das Haem-Eisen zugeführt werden kann. Non-Haem-Eisen wird im Darm deutlich schlechter resorbiert als Haem-Eisen, was eine Mangelversorgung in Zeiten erhöhten Bedarfs erklärt. Die Eisenresorption im Darm wird aber noch ganz entscheidend durch weitere Faktoren beeinflusst. So fördert Vitamin C die Resorption von Non-Haem-Eisen, während Kalzium aber auch bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe aus Hülsenfrüchten, Getreiden und Nüssen die Resorption des Eisens im Darm hemmen.

Eisenmangel tritt deshalb besonders in Zeiten erhöhten Bedarfs recht häufig bei unseren Brieftauben auf. Brieftauben mit Eisenmangel oder auch nur reduzierten Eisenwerten neigen zu Leistungsschwäche und sie sind auch verstärkt infektanfällig. Das Freiflugverhalten ist lustlos und die Tauben sitzen oftmals nach kurzer Zeit des Trainings hechelnd auf dem Dach. Die Ausdauerleistungsfähigkeit fällt kontinuierlich ab und in der Muskulatur bildet sich mehr Laktat als bei höherer Eisenversorgung. Gerade zu Beginn der Reisesaison und dann auch in der Wettflugphase kann es schnell zu einem Eisenmangel kommen. Zum einen besteht ein erhöhter Bedarf zum Aufbau der Muskulatur und zur Bildung der roten Blutkörperchen, zum anderen besteht ein verstärkter Verlust. Unter dem beginnenden Training im Frühjahr und besonders bei nass-kaltem Wetter aber auch bei extrem harten Wettflügen im Sommer kommt es zu größeren Zerstörungen in der Muskulatur was einen starken Abbau zur Folge hat.

Wie in der letzten Ausgabe von Brieftaubensport International schon ausgeführt ist die Leistungsfähigkeit der Brieftauben stark abhängig von der Zahl beziehungsweise von der Konzentration der roten Blutkörperchen. In den letzten Jahren haben wir in unserem Labor zahlreiche Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Brieftauben in Abhängigkeit zur Erythrozytenkonzentration durchgeführt. Wir konnten eindeutige Relationen zwischen Haematokrit und Leistungsfähigkeit feststellen. Verwunderlich war in diesem Zusammenhang das verminderte Haematokritwerte nicht unmittelbar zu einer Leistungsdepression führen sondern auch schlechte Werte kurzzeitig noch volle Leistungsfähigkeit zulassen. Wenn aber die Leistungsdepression eingetreten ist, ist diese auch nach Auffüllen der Eisenspeicher nur mit Verzögerung wieder umzukehren.

Unser Interesse galt nun der Frage ob es möglich ist durch die Gabe von Eisen die Erythrozytenkonzentration zu beeinflussen.

Auf diese spannende Frage gehe ich im nächsten Beitrag näher ein.

Burkard Sudhoff, prakt. Tierarzt


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