Besuchen Sie unseren Werbepartner
Anzeige
Benutzername:  Passwort:   Registrierung! Passwort vergessen?
 Statistik  Netiquette  Disclaimer  Impressum
 
 
Home
 
Magazin
Podcast
Meisterschaft
1. Konkurse
International
Auktion
One Loft Races
Kids Corner
Preislisten
Taubengesundheit
Wetter
Photo Gallery
Forum
Office Tools
Umfragen
Verirrte Tauben
Züchter
Tauben-Shop
 
Partner Sites
Der Internet-Taubenschlag hilft!
Der Internet-Taubenschlag hilft!
 
Home  Taubengesundheit  Fluch oder Segen, die privaten Trainingsflüge 

Fluch oder Segen, die privaten Trainingsflüge


Tierarzt Burkard Sudhoff

Private Trainingsflüge sind aus dem modernen Brieftaubensport gar nicht mehr wegzudenken. Es gibt wohl kaum einen Züchter der den Wert des privaten Trainings nicht schätzt. Vor Reisebeginn gehört dieses Prozedere bei den Jungtauben seit ewigen Zeiten zum Pflichtprogramm. Auch mit den Jährigen und Alten wird heutzutage bereits ab März das Training intensiviert. Wie aber steht es mit dem Training in der Reisezeit? Hier scheiden sich zur Zeit die Geister doch noch erheblich.

Aus den verschiedensten Presseberichten wissen wir alle, daß die letztjährigen "Deutschen Meister" auch während der Reisezeit regelmäßig Ihre Witwer trainieren. Die Trainingsdistanzen reichen von 10 Km bis zu 80 Km. Die Kurzdistanz von 10-20 Km wird von vielen Züchtern gerne genutzt um die Witwer einen Tag vor dem Einkorben noch einmal "Anfliegen" zu lassen. Ich bezeichne dieses ja gerne als mentales Training. Also kurzes, nicht kräftezehrendes aber den Trieb/Drang steigerndes Training. Am Wochenanfang bzw. in der Wochenmitte wird darüber hinaus von etlichen Züchtern sehr gerne auch auf bis zu 80 km gefahren. Hier steht das Kraft- und Ausdauertraining im Vordergrund. Der Taube wird für etwa eine Stunde höchste Trainingsintensität abverlangt. Die Leistung die von der Taube dabei erbracht wird liegt um ein vielfaches höher als beim Training am Haus. Vergleichen Sie einmal den ersten abgesetzten Kot nach einem solchen Trainingsflug mit dem Kot nach einer Stunde freiem Training am Haus. Aber gerade in diesem sehr intensiven Training liegt eben Fluch und Segen so nah beieinander.

Natürlich wissen wir alle, daß ohne intensives Training keine Leistung erbracht werden kann. Denken wir an unsere Spitzensportler. Jan Ullrich wird die Tour auch nur nach monatelangem kräftezehrendem Training erfolgreich fahren können. Klar, er ist ein absoluter Spitzensportler. Würden wir das gleiche Trainingsprogramm einem gut trainierten Amateurfahrer auferlegen so würde dieser aller Wahrscheinlichkeit nach nach wenigen Wochen aus der Form heraus trainiert sein. Wir bezeichnen diesen Zustand als Übertraining. Der Körper entkräftet sich nach und nach und die Form geht dann schlagartig zurück. Überlegen Sie einmal ganz in Ruhe wie viele "Jan Ullrichs" sie auf dem Schlag haben, wie viele gute Amateurfahrer und wie viele Hobbyfahrer, die ja auch alle noch viel viel mehr leisten als der gewöhnliche Radfahrer. Ein weiterer ganz wesentlicher Punkt ist die Nahrungsaufnahme. Auf der Tour nehmen die Profis so um die 10.000 k Kalorien pro Tag zu sich, während der gewöhnliche Taubenzüchter mit 2000 k Kalorien pro Tag ganz schön mobbelig wirkt.

Und genau an diesem Punkt komme ich zu unseren Tauben zurück. Die aller wenigsten Züchter verstehen es ihre Tauben exakt so zu trainieren und vor allem auch zu ernähren das sie Ihre Leistung durch ein solches Training noch zu steigern wissen. Daher sind es vielleicht auch immer dieselben Züchter die diese Extremleistung mit Ihren Tauben bringen. Die große Schar derjenigen Züchter die entweder nicht über die Qualität des Taubenmaterials oder nicht über das Fingerspitzengefühl der richtigen Trainingsdosierung verfügen sollten lieber die Finger von dem intensiven Training lassen. Dazu kommt daß kein Futtermittelhersteller ein Taubenfuttersysthem bewirbt welches diesen Kalorien- und Eiweißbedarf deckt. Die Profis mischen hier selbst und von den gehaltvollen Körnern ganz schön viel dazu.

Ein bloßes kopieren der gefahrenen Kilometer bringt die Tauben öfter aus der Form als diese zu steigern. Ein erstes deutliches Zeichen ist dann eine nachlassende Flugleistung am Haus. Die Tauben gehen etwas lustlos aus dem Schlag und fliegen kraftlos ihre Runden. Manchmal sitzen Sie auch schon nach 20-25 Minuten etwas hechelnd auf dem Dach. Ach ja und dann kommt er wieder: "Der trockene Schnupfen" und die Medikamente und so weiter. Aber das hatten wir jetzt schon so viele Jahre und es langweilt mich. Bei den Problemen kann wirklich nur ein erfahrener Tierarzt helfen, und den muß man aufsuchen und nicht nur drüber sprechen .

Burkard Sudhoff, prakt. Tierarzt


[Home]  [Magazin]  [Podcast]  [Meisterschaft]  [1. Konkurse]  [International]  [Auktion]  [One Loft Races]  [Kids Corner]  [Preislisten]  [Taubengesundheit]  [Wetter]  [Photo Gallery]  [Forum]  [Office Tools]  [Umfragen]  [Verirrte Tauben]  [Züchter]  [Tauben-Shop]  [Brieftaubenzüchter helfen]  [Bannerwerbung]  [Adressen-CD]  [Newsletter]  [Statistik]  [Netiquette]  [Disclaimer]  [Impressum