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Blutgeschwüre und Taubenpocken


Tierarzt Burkard Sudhoff

In den vergangenen Wochen registrieren wir wieder ein verstärktes Auftreten der Blutgeschwüre. Diese treten meist einzeln, zuweilen aber auch gehäuft an der Taube auf. Interessanterweise beobachtet man das Auftreten immer zur Zeit der Mauser also besonders in den Monaten September, Oktober und November. Die Taubenpocken hingegen treten besonders in den Monaten Juni, Juli und August auf. Beide Erkrankungen werden durch den selben Krankheitserreger, das Taubenpocken Virus, hervorgerufen. Besonders in den westlichen Bundesländern und in den Reisevereinigungen die Ihre Reiseroute zum Süd-Westen ausgerichtet haben treten die Pocken immer wieder auf. Nachfolgend werden beide Erkrankungen beschrieben.

Die Taubenpocken werden durch das Pigeon-Pox-Virus, hervorgerufen. Dieses Virus bevorzugt als Hauptaufenthaltsort die Schleimhaut des Schnabels und die Augenlidbindehaut. Durch bepicken wird das Virus von Taube zu Taube weitergegeben und gelangt genau an diese Stellen. An diesen Eintrittspforten bilden sich dann die senfkorn- bis haselnussgroßen Pocken, welche eine ockergelbe bis blaubraune Farbe besitzen. Die Pocken treten einige Tage nach der Schleimhautverletzung, welche ja durch das Picken erkrankter Tauben entstehen, auf. Kleinere Pocken stören das Allgemeinbefinden der Tauben nicht. Jungtauben mit kleinen Pocken kommen sogar häufig beabsichtigt oder unbeabsichtigt zum Wettflugeinsatz. Größere Pocken behindern die Futteraufnahme, und führen sekundär zu einer leichten Störung des Allgemeinbefindens. In seltenen Fällen gelangt das Virus von dem Primärinfektionsherd am Schnabel oder Augenlid über das Blut in den ganzen Organismus. Diese Tauben zeigen dann auch deutliche Krankheitssymptome verbunden mit einer sehr starken Störungen des Allgemeinbefindens.

Neben dieser klassischen Verlaufsform sehen wir immer wieder die atypische Verlaufsform welche in Züchterkreisen auch als Blutgeschwür oder Blutschwamm bezeichnet wird. Bei dieser Verlaufsform bilden sich die Pocken nicht am Schnabel sondern irgendwo auf der Haut des Körpers. Diese Pocken sind kastaniengroße, blutig-nässende, blauschwarze Gebilde welche an allen Stellen des Körpers auftreten können. Auch hierbei handelt es sich um eine durch das Tauben-Pockenvirus hervorgerufene Hautveränderungen. An dieser Verlaufsform erkranken fast ausschließlich nicht geimpfte Jungtauben. Ganz besonders gefährdet sind die Sommer- und Herbstjungen. Alte Tauben zeigen diese Hautpocken nur ganz selten. Wenn sie bei älteren Tauben auftreten dann aber oft multipel. Auch beim Auftreten der Hautpocken ist das Allgemeinbefinden völlig ungestört, so daß sie manchem Züchter erst dann auffallen, wenn das Gefieder etwas blutverschmiert ist. Diese Hautpocken wachsen genau wie die Schnabelpocken bis zu einer gewissen Größe heran, meist kastaniengroß, trocknen dann ein und fallen ohne größere Narbenbildung ab. Bei der klassischen Form der Pocken erkranken in einem ungeimpften Bestand 50% bis 70% der nicht geimpften Tiere. Eine Ausbreitung der Erkrankung kann wirkungsvoll durch räumliche Trennung der erkrankten Tiere verhindert werden. Bei der atypischen Verlaufsform erkranken in einem ungeimpften Bestand selten mehr als 5% der Tauben.

Therapie:

Eine Behandlung der Pocken ist nicht angezeigt, da die Erkrankung von selbst ausheilt. Tiere die nicht mehr fressen können, sollten für einige Tage zusätzlich von Hand gefüttert und getränkt werden. Hautpocken werden weder weggebrannt noch abgebunden, sie fallen nach spätesten 14 Tagen von alleine ab. Beim Ausbruch einer Pockeninfektion sollten so rasch wie möglich alle noch nicht sichtbar erkrankten Tiere gegen Pocken geimpft werden. Diese Maßnahme verhindert die Ausbreitung der Pocken im Bestand. Für diese Notimpfung eignet sich der Impfstoff "Pigeon Pox Nobilis" ideal.

Prophylaxe:

Jungtiere werden jedes Jahr gegen Pocken geimpft. Hierbei verwendet man "Pigeon Pox Nobilis" oder "Colombovac PMV/POX" . Jährige und alte Tauben sollten jährlich wiederholt geimpft werden. Hierfür eignet sich der Kombinationsimpfstoff "Colombovac PMV/POX" oder der Impfstoff "Nobilis Pigeon Pox" der auf die haut aufgetragen wird. Die Impfung gegen Pocken führt nicht nur zu einem guten Impfschutz, sondern darüber hinaus zu einer starken Stimulation des Immunsysthem.

Die Bedeutung eines gut funktionierenden Immunsysthem ist eigentlich jedem Züchter klar. Bei der Pockenimpfung können Sie also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nutzen Sie die Gelegenheit und impfen Sie Ihren Bestand im Winter gegen die Pocken.

Burkard Sudhoff, prakt. Tierarzt


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