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Home  Taubengesundheit  Paramyxovirus (Teil 2)  Die vorbeugende Antibiotikagabe 

Die vorbeugende Antibiotikagabe


Tierarzt Burkard Sudhoff

Vorbeugende Antibiotikagaben sind gerade jetzt vor Reisebeginn sehr beliebt. Noch schnell eine Kur "gegen die oberen Atemwege" ist eine landläufige Bezeichnung und besagt, daß der Züchter noch rasch etwas gegen die vermeintlichen Infektionen der oberen Luftwege unternehmen möchte. Hierbei kommen häufig hochpotente Antibiotika ohne jegliche vorhergehende Untersuchung zum Einsatz.

Immer häufiger stellen wir dabei fest, daß irgendwelche Schlagberichte welche in Zeitschriften oder den bunt illustrierten Büchern veröffentlicht wurden als Grundlage für ein solches Verhalten herangezogen werden. Oft befällt mich der Eindruck, daß die dort beschriebenen Vorgehensweisen wie ein Kochrezept als Grundlage des eigenen Handeln dienen. Wie schwachsinnig eine solche Vorgehensweise ist zeigt der simple Vergleich daß wohl kein Taubenzüchter auf die Idee kommt die Medikamente seines Nachbarn zu schlucken, geschweige denn die seiner eigenen Ehefrau. Aber genau das Mittelchen was die Tauben des Züchter XY aus Belgien zum Erfolg führte wird blindlings den eigenen Tauben verabreicht.

Nein so funktioniert Medizin nicht. Die Zusammenhänge sind wesentlich komplizierter. Zunächst muß eine zielgerichtete Untersuchung der oberen Luftwege bei mehreren Tauben des Bestandes durchgeführt werden. Hierbei werden die wichtigsten Krankheitserreger isoliert und anschließend auf das Vorliegen von Resistenzen hin untersucht. Bei einigen Erregern wie zum Beispiel Chlamydien und Mycoplasmen ist dies nicht so ohne weiteres möglich, so daß bei diesen Infektionen nach den allgemeinen Erkenntnissen der Medizin therapiert wird. Anders sieht es bei den Streptokokken, Staphylokokken, Haemophilus-Keimen und anderen Erregern aus. Ist der Erreger isoliert so wird im Resistenztest das geeignete Antibiotikum ermittelt. Dann wird noch die richtige Therapiedauer bestimmt und die Arzneimittelkonzentration festgelegt. All diese Maßnahmen sind dem spezialisierten Tierarzt vorbehalten. Selbst der nicht auf Tauben spezialisierte Tierarzt hat bei der Festlegung der Therapie schon erhebliche Probleme, geschweige denn der Taubenzüchter selbst. Wie so oft liegen die Probleme im Detail. So lange die Vorgehensweise zum Erfolg führt hinterfragt niemand die Methode. Kommt es aber zum Schiffbruch werden die Schuldigen in der Umgebung gesucht und oft auch gefunden. Leider wird das eigene Handeln nicht in Frage gestellt, wie auch, verfahren doch leider sehr sehr viele Züchter nach der gleichen unsinnigen Methode!. Und auch der Schwachsinn rechtfertigt sich selbst, denn was tausende Taubenzüchter machen kann ja nicht falsch sein.

Fazit ist: Suchen Sie sich einen geeigneten Tierarzt Ihres Vertrauen und besprechen Sie mit diesem Ihre Vorgehensweise. Wenn in Ihrer Nähe kein geeigneter Tierarzt ansässig ist dann senden wir Ihnen gerne Kotprobenröhrchen und Abstrichröhrchen zu mit denen Sie Kot und Abstriche zu jedem Tierarzt ihres Vertrauen einsenden können. Nach Abschluß der Untersuchung wird genau das behandelt was auch festgestellt wurde, nicht mehr und nicht weniger. Wenn dann die entsprechenden Kuren die wirklich von Nöten waren durchgeführt wurden können Sie gelassen dem Saisonauftakt entgegen blicken.

 

Burkard Sudhoff, prakt. Tierarzt


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