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Home  Taubengesundheit  Kokzidien die unterschätzte Gefahr 

Kokzidien die unterschätzte Gefahr

Tierarzt Dr. Vincent Schroeder über medizinische Vorsorge

Dr. Vincent Schroeder
Dr. Vincent Schroeder

Beim lesen dieses Titels werden sicherlich viele Denken, was soll es denn noch besonderes geben, über die Coccidiose ist doch bereits alles erforscht und geschrieben worden, so habe ich bis vor gar nicht so langer Zeit auch noch gedacht, bis ich bei einer Untersuchung ganz neue Erkenntnisse gewonnen habe.

In den vergangenen Jahren wurde ich wiederholt mit folgenden Symptomen konfrontiert, Tauben mit sehr ausgeprägter Fresslust (die Tauben haben ständig Hunger), sie werden aber trotzdem nicht rund, sie fressen enorm viel Grit und im Extremfall beginnen sie sogar zu feldern. Bei der Kotuntersuchung wurden fast nie Würmer oder Kokzidien festgestellt. Nach der Sektion einer dieser Tauben fand ich bei der Untersuchung des Darminhaltes, eine nicht unerhebliche Menge Kokzidien, obwohl ich wenige Minuten zuvor in der Kotprobe keinerlei Befund hatte. Für dieses Fenomen habe ich folgende Erklärung. Die Kokzidien entwickeln und vermehren sich in den Darmwänden und wenn die Darmzellen durch reife Kokzidien zerstört werden, dann kommen die Oöcysten in den Darm frei und man findet sie im Kot. Am Anfang der Infektion sind die Darmzellen noch intakt, dadurch sind noch keine Oöcysten im Kot, obwohl die Taube schon infiziert ist. Diese Tauben haben ständig Hunger, trotzdem bleiben sie mager, da die Darmfunktion gestört ist. Die Darmwände sind an der Verdauung der Nahrung beteiligt, ebenso an der Aufnahme verdauter Nahrungsstoffe, die ins Blut aufgenommen werden. Wenn dieser Verdauungsvorgang gestört ist, nimmt die Taube mehr Nahrung auf, um den daraus resultierenden Mangel zu kompensieren. Der Kothaufen sind bei diesen tauben vergrößert, ohne das man von Durchfall reden kann.

Wenn diese Tauben gegen Coccidiose behandelt werden, fressen sie bereits nach 2 Tagen wieder normal und werden wieder rund, nach der Behandlung wird auch deutlich weniger Grit aufgenommen, natürlich bedeutet es nicht automatisch das tauben die viel Grit aufnehmen Kokzidien haben, aber im Zusammenhang mit den beschriebenen Symptomen kann dies ein Warnhinweis sein.

Nach einigen Autopsien an Tauben mit schlechten Flugleistungen habe ich wiederholt Kokzidien festgestellt, ohne das ein positiver Befund im Kot vorlag, zusätzlich waren die zuvor beschriebenen Symptome nicht feststellbar, sie waren nur in schlechter Kondition, der Befall war auch geringer als bei den Tauben mit den oben beschriebenen Symptome, nach einer normalen Kokzidienbehandlung und der Verabreichung von einem Aminsäurenpräparat (Amino-Forte), Öl (Golden Omega) und Bierhefe (Levulac), erholten sich die Tauben komplett und kamen auch in eine gute Kondition.

Welches Resumee kann man aus dem zuvor beschriebenen ziehen, eine Kotprobe ohne Kokzidienbefund bedeutet nicht automatisch, das keine Kokzidien vorhanden sind, des Weiteren ist die Anzahl der Kokzidien immer größer als die bei einer Kotprobenuntersuchung festgestellte. Den hier beschriebenen Befall von Coccidiose nennt man subklinisch, das bedeutet das die Infektion nicht ausreichend ist, um von einer Erkrankung zu sprechen, aber durch aus Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat.

Wenn die Flugergebnisse negativ sind und die Tauben in schlechter Kondition sind, ist es ratsam eine Autopsie durchführen zu lassen, dies ist der beste Weg um der Ursache auf dem Grund zu gehen, denn wenn die Taube nicht an einer, wie ich es nenne, innere Coccidiose leidet, ist eine Kokzidienbehandlung nicht die Lösung. Wenn in einer Kotprobe Kokzidien festgestellt werden rate ich immer zur Behandlung, auch bei leichtem Befall, denn man kann ja auf Grund der beschriebenen Symptomatik nie den tatsächlichen Befall ergründen. Während der Reise empfehle ich den Einsatz von Appertex, dieses Präparat ist so gut verträglich, das man es sogar am Einsatztag noch verabreichen kann, außerhalb der Reise und bei nicht reisenden Tauben sollte man Baycox einsetzen.

Dr. Vincent Schroeder

Übersetzung aus dem Flämischen:
Ralf Nisbach (www.animal-choice.de) Vertrieb und Ansprechpartner für Deutschland für die Firma Schroeder Pigeons Products www.vetschroeder.be

 


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