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Dosierung ist entscheidend

Josef Ernst über kleine und große Dinge im Sport


Josef Ernst

Da Vitamine in allen organischen Stoffen vorkommen, kann man davon ausgehen, dass die notwendigen Vitamine mit einem ausgewogenen Futterplan in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Wirtschaftlichkeit steht allerdings auch bei den Getreidebauern als oberstes Gebot auf der Tafel. Dementsprechend ist die Düngung bzw. Überdüngung der Felder, auf denen unser Taubenfutter in seinen verschiedenen Komponenten wächst, durchaus kritisch zu betrachten. Denn durch eine einseitige Überdüngung entstehen an dem Getreide Mängel an Mikronährstoffen, was bei unseren Tauben durchaus zu einer Unterversorgung dieser Vitalstoffe führen kann. Das Problem liegt darin, dass wir nicht immer die richtigen Vitaminträger (aufgrund des Futterplans) zum richtigen bzw. notwendigen Zeitpunkt zur Verfügung haben.

Dazu kommt, dass unsere Tauben durch die Wettflüge Belastungen ausgesetzt sind, die eine von der Norm abweichende Fütterung erfordert und damit eine ergänzende Vitaminzufuhr notwendig macht. Bei körperlichen Belastungen ist der Vitaminbedarf im Muskelstoffwechsel bzw. Zellstoffmangel erhöht. Dadurch erklärt sich die notwendige Verabreichung zusätzlicher Vitamine bzw. Vitalstoffe.

Vitamin A

Vitamin A ist nur in tierischen Produkten enthalten. In Pflanzen findet man als Vorstufe des Vitamins A das Beta-Carotin – der Organismus bildet daraus das Vitamin A. Das Gefieder, der Knochenbau, das Wachstum der Jungtauben, die Augen sowie die Schleimhäute und ein gut funktionierendes Immunsystem sind von einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin A abhängig. Der beste Lieferant dieses Vitamins ist Lebertran. Der Körper speichert Vitamin A hauptsächlich in der Leber, wo es nach Bedarf abgerufen wird. Das Beta-Carotin findet man in Grünkohl, Rosenkohl, Spinat, Blattsalat, Karotten, Hagebutte, Aprikosen und rotem Paprika.

Vitamin D

Vitamin D-Mangel macht sich vor allem als Missbildung des Knochengerüstes bei Jungtauben bemerkbar, was auf einen gestörten Kalk- und Phosphatstoffwechsel zurückzuführen ist. Beim Menschen bezeichnet man diese Mangelerscheinung als Rachitis. Vitamin D – in Verbindung mit anderen Stoffen – ist für die Aufnahme und den Einbau von Phosphor und Kalzium für den Knochenaufbau und das Gefieder bei den Tauben sowie beim Menschen für die Zähne und ein intaktes Immunsystem notwendig. Der beste natürliche Lieferant für Vitamin D ist, wie bei Vitamin A, der Lebertran.

Vitamin E

Vitamin E wird oft als das Fruchtbarkeitsvitamin bezeichnet. Die Hauptwirkungen des Vitamin E sind der Schutz des Körpers gegen Umweltgifte sowie ein aktives Antioxidanz, was praktisch die Oxydation für die Alterung bestimmter Zellen verhindert. Der Alterungsprozess soll verlangsamt werden (wovon ich noch nicht viel gemerkt habe!). Eine positive Einwirkung auf die Durchblutung ist ein weiteres Plus von Vitamin E, wobei eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen die Grundvoraussetzung für die vielfältigen Funktion in Vitamin E ist. Lieferanten für Vitamin E sind vor allem Hülsenfrüchte, Nüsse, Blattgemüse, verschiedene Öle sowie Samen und Keime, hierbei vorrangig Weizenkeim.

Vitamin K

Vitamin K ist ebenfalls ein fettlösliches Vitamin, das im Normalfall im Darm gebildet wird, unter der Voraussetzung, dass es eine intakte Darmflora gibt. Ein Mangel dieses Vitamins ist durch unnötige Antibiotikagaben schnell herbeigeführt. Gerade bei den Taubenzüchtern werden blinde Antibiotikagaben als Notwendigkeit betrachtet, wobei man nicht nur bei diesem Vitamin die natürlichen Hersteller mit unnötigen Antibiotikagaben im Darm bekämpft. Vor allen Dingen die Blutgerinnung, die Glukose-Speicherung in der Leber, ein stabiler Knochenbau sowie ein intaktes Immunsystem profitieren von dem Vorhandensein von Vitamin K. Natürliche Lieferanten sind vor allem Spinat, diverse Kohlarten und sogar Brennnesseln, die in unendlicher Menge zur Verfügung stehen.

Vitamin B


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Vitamin B findet meist als Gruppe seine Anwendung, wobei es sich bei dieser Vitamingruppe im Gegensatz zu A, D, E und K um wasserlösliche Vitamine handelt. B-Vitamine haben in ihrer Gesamtheit das Nervensystem als Zielgruppe und sind als Koenzym an der Energiegewinnung beteiligt. Für unsere Tauben ist vor allem bei einer kohlehydratreichen Fütterung ein gesteigerter Vitaminbedarf zu berücksichtigen. Nach einer Krankheit, in deren Verlauf Antibiotika oder Sulfonamide verabreicht wurden, kann es zu einer Schädigung der Darmbakterien kommen, was wiederum zu Vitamin B-Mangelerscheinungen führen kann. Aus diesem Grund hat sich eine anschließende Vitamin B-Gabe bewährt. Von den B-Vitaminen ist das B 12-Vitamin das einzige, das in der Leber gespeichert wird. Dazu kommt, dass diese Vitamine (mit geringen Ausnahmen) in pflanzlichen Produkten nicht enthalten sind. Mangelerscheinungen bei Menschen, wie z.B. Blutarmut und neurologische Störungen, lassen sich bei den Tauben nicht feststellen, trotzdem hat sich die positive Auswirkung auf die Blutbildung, den zunehmenden Appetit und vor allem in Bezug auf die Verwertung von Kohlehydraten, Fetten und Eiweiß bewährt. Für die Tauben sind Hefe, Möhren, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Spinat, Weizenkeime, Getreide und Hülsenfrüchte die natürlichen Vitaminlieferanten, mit denen man durchaus einiges abdecken kann. Vitamin B-12 macht bei den B-Vitaminen eine kleine Ausnahme, es kommt nur in tierischer Leber, im Eigelb und in Käse vor.

Man kann unsere Tauben durchaus mit Sportlern vergleichen. Bei ihren körperlichen Belastungen an zwölf bis vierzehn Sonntagen im Jahr ist der Vitaminbedarf erhöht. Mit einer den Anforderungen angepassten Ernährung und der entsprechenden Vitamin- und Mineralstoff-Versorgung lässt sich das Reisejahr schadlos überstehen. Nur stellt sich meistens die Frage: Was ist angepasst?

Bei der Ernährung haben die meisten Sportfreunde einen bewährten Futterplan – bei den Vitaminen verlässt man sich in der Regel auf die empfohlene Menge der Hersteller. Allgemein sollte dies auch ausreichen, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Hälfte der empfohlenen Menge ausreicht.
Im allgemeinen ist man bei der Verabreichung von Vitaminen etwas verhalten. Wenn man die Züchter darauf anspricht, heißt es in der Regel: ”Meine Tauben bekommen keine Vitamine. Die schaffen das auch so!”

Ich nehme an, dass man mit derartigen Äußerungen die Qualität seiner Tauben aufwerten will. Natürlich kann man sich auch selbst in die Tasche lügen, aber damit tut man sich und seinen Tauben keinen Gefallen. Tatsache ist, dass unsere Tauben mit zusätzlichen Vitamingaben einfach besser über die lange Zucht- und Reisesaison kommen. Wenn man dies mit natürlichen Vitaminträgern erreicht, um so besser.

Und dabei gibt es eben zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Geldbeutel zu schonen und für eine natürliche Abwechslung auf dem Speiseplan zu sorgen. Allerdings ist ein derartiges Vorgehen mit Arbeit verbunden. Doch gerade im Frühjahr, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und uns das in wunderschönen Farben mit einer derartigen Vielfalt kundtut, wäre es eine Sünde, würde man diese pflanzliche Vitaminquelle für den eigenen Bedarf nicht nutzen.

Bei manchen Vitaminen ist weniger oft mehr!

Ich hatte vor ein paar Jahren ein Vitaminpräparat, das ich meist im Zuchtschlag und bei den Jungtauben eingesetzt habe. Wenn man bei diesem Vitamin die vorgeschriebene Menge verabreichte, kam es öfter vor, dass drei Eier im Nest lagen.

Wenn so etwas nicht gleich bemerkt wird, kann es vorkommen, dass man nicht einmal ein Junges daraus bekommt. Das kommt daher, weil die Tauben in ihrem natürlichen Fahrplan nur zwei Eier als Gelege haben. So schieben sie beim Brüten immer ein Ei unter dem Körper heraus. Wenn dies immer dasselbe Ei wäre, wäre das noch in Ordnung, aber da es leider nicht so ist, können am Schluss alle drei Eier abgestorben sein.

Wie man an diesem Beispiel sieht, heißt die Devise auch bei den Vitaminen: ”Allzuviel ist ungesund!”

Josef Ernst


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