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Das Neue Jahr

Tierarzt Peter Boskamp über die medizinische Vorsorge (Newsletter Januar 2012)

Tierarzt Peter Boskamp
Tierarzt
Peter Boskamp

Zunächst wünsche ich allen Lesern ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2012.

Als ich diesen Newsletter schrieb standen wir bereits an der Schwelle zum neuen Jahr. Das hinter uns liegende Jahr ist verflogen. Viele Leute "beschweren" sich, dass die Zeit immer schneller vorbei geht. Etwas, das ich in den vergangenen Monaten selbst verspürt habe. Die letzten Monate waren wieder geprägt von Vorträgen, Ausstellungen und Foren. Während dieser Zusammentreffen mit Züchtern stellte ich fest, dass es genug Leute gibt, die eine andere Auslegung der "Natürlichen Begleitung" im Taubensport haben. Die Taubenzüchter, die unsere Klinik besuchen kennen in der Regel meine Philosophie und wissen wie ich diese auslege. Auf den Messen gibt es viele Züchter, die nach der exakten Führung der Tauben fragen. Dann merke ich plötzlich selbst, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat, aber es trotzdem noch viel Unsicherheit bleibt. Viele glauben, dass ich nur rein natürliche Produkte verwende, um die Tauben gesund zu erhalten. Das ist nicht der Fall. Ich verwende jeden Tag Medikamente wenn die Tauben wirklich krank sind. Richtig ist, dass ich versuche den Einsatz von Medikamenten zu begrenzen. Ich glaube, dass die Verwendung von Medikamenten außerhalb der Reisesaison kaum nötig ist.

Wichtig dabei ist auch zu differenzieren, welches Gesamtsystem der Züchter bevorzugt. Bei Langstreckenflügen ist es durchaus möglich, gute Ergebnisse mit wenig Medikamente zu erzielen. Bei den Programmspielern ist dies (noch) nicht möglich. Doch auch hier sind noch Möglichkeiten der Umsetzung. Auch bei den Jungtauben ist in dieser Hinsicht noch viel möglich. Man muss nur vorwärts schauen.

Es ist natürlich klar, dass wir froh sein müssen, kranke Tauben mit Antibiotika behandeln zu können, um den Tauben die Möglichkeit der Genesung zu geben. Natürlich erfordern solche Fälle ein angemessenes und entschlossenes Handeln. Es ist jedoch auch ratsam zu prüfen, ob der Ausbruch einer Infektion nicht aufgrund der schlechten Abwehrkräfte der Taube erfolgte. Eine schlechte Abwehr macht die Tauben anfälliger für Infektionen aller Art.

Wenn wir Tierärzte unsere Behandlungen mit Antibiotika alleine auf das Prinzip "Hoffnung" basieren, liegen wir falsch. Wir können so fast darauf wetten, dass wir den Züchter in kürzester Zeit wiedersehen, um die Heilung einer neuen (anderen?) Infektion zu bekämpfen. Das Versäumnis, den guten Rat zu geben, die Abwehrkräfte zu verbessern, um ein Wiederauftreten einer Krankheit zu verhindern, ist zu vermeiden.

Aber was würde gesagt werden, wenn im Falle eines Krankheitsausbruches nicht nur eine wirksame Behandlung gefordert ist sondern auch, dass die Wiederholung vermieden werden sollte. Was letzteres betrifft, so gibt es Möglichkeiten auf der natürlichen Ebene (Natürliche Unterstützung in Kombination mit tierzüchterischen Maßnahmen). In der Praxis ist es durchaus möglich, die Tauben dabei zu unterstützen, dass sie weniger anfällig für Infektionen sind. Auf diese Weise wird es möglich, auf Sicht besser zu selektieren. Tatsächlich werden dann die chronisch "schwachen Brüder" nicht ständig mit Medikamenten hoch gehalten. Auf diese Weise wird der Infektionsdruck auf dem Schlag reduziert. Der Ausbruch von Krankheiten nimmt so ab. Daher wird auch die Notwendigkeit, Antibiotika einzusetzen, geringer.

"Die beste Medizin ist die gute Selektion"

Es geht allerdings heute auch nicht mehr nur mit Futter und Wasser, um gute Leistungen zu erzielen. Der Taubensport ist zum "Topsport" geworden. Zu viel dem Zufall zu überlassen ist eine sichere Garantie für Misserfolge. Natürlich braucht man gute Tauben, selbst muss man ein guter Liebhaber sein, der mit offenen Augen durch den Tag geht.

Im Winter werden die Preise für die nächste Saison gemacht. Aber auch während der Wettflugsaison sollte man seinen Verstand gebrauchen.

Die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln kann sinnvoll sein. Es hat sich bewiesen. Aber es ist nur dann sinnvoll, wenn dies durch gründliches Training und konsequentes Handeln begleitet wird.

Das Weglassen dieser Maßnahmen war für mich immer der Grund, keine allgemeingültigen Reisepläne zu nennen. Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass jeder Schlag unterschiedlich ist und eine differenzierte Betrachtung erfordert. Jetzt bin ich von dieser Meinung abgewichen. Dies liegt an zwei Überlegungen. Erstens kann jeder seine Leistung durch Training beeinflussen. Zweitens muss nicht an jedem Tag das Trinkwasser eine andere Farbe haben.

In den kommenden Newslettern werde ich auf die häufigsten Tauben-Krankheiten zu sprechen kommen, jedoch mit Schwerpunkt auf die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen.

Im Vorgriff darauf hier eine Übersicht über die verschiedenen Infektionsgruppen:

  1. Bakterielle Infektionen (z.B. Paratyphus, Streptokokken)
  2. Virale Erkrankungen (z.B. Paramyxo, Herpes)
  3. Protozoa Erkrankungen (z.B. Coccidiose, Trichomonaden)
  4. Ektoparasiten ( z.B. Leuse, Mücken)
  5. Endoparasiten (z.B. Spulwürmer, Haarwürmer)

Es mag vielleicht unnötig erscheinen, diese Differenzierung zu machen, aber es glauben heute noch Züchter, dass man virale Infektionen mit Antibiotika bekämpfen könnte. Dies ist ein großer Irrtum, dem wir regelmäßig begegnen. Nur die sekundären, bakteriellen Infektionen können mit Antibiotika behandelt werden, die Viren selbst jedoch nicht.

Es ist auch eine Tatsache, dass für die Behandlung von Protozoen-Infektionen, wie Trichomonaden, nur eine begrenzte Anzahl von Medikamenten zur Verfügung steht. Diese gehören auch alle zur gleichen Kategorie (Imidazolverbindungen), sodass Resistenzen gegen ein Medikament bald zu Resistenzen auch bei den anderen führen kann. Im Falle einer Trichomonadeninfektion wird es daher immer wichtiger, konsequent zu behandeln und keine zu kurzen und nicht erfolgreiche Behandlungen durchzuführen.

 

Peter Boskamp, prakt. Tierarzt

Julianalaan 7a
6191 AL Beek (Niederlande)
Tel: 0031-46-4371885
Boskamp@pigeonvetcenter.com

 


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