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Wurmkuren

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die sogenannte Ruhezeit gibt es im engeren Sinne nicht mehr. Auf den meisten Schlägen sind die Zuchttauben angepaart und auch die Reisetauben werden immer häufiger schon früh im Jahr angepaart, um eine reibungslose Vorbereitung auf die Reisesaison sicherzustellen. Auch wir empfehlen schon seit Jahren, wenn man gewollt ist, aus den Reisetauben Junge zu ziehen, dies möglichst früh durchzuführen, um im Anschluß ausreichend Zeit zu haben, noch notwendige Behandlungen durchzuführen und mit dem Training der Tauben beginnen zu können. Dennoch sollte man sich zuvor darüber im Klaren sein, wie der Gesundheitsstatus des Bestandes ist. Nichts ist schlimmer, als noch kurz vor der Reise mit Infektionen konfrontiert zu werden, die dann nur noch schwer vernünftig einzudämmen sind, weil die Behandlungsdauer lange ist oder umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen von Nöten sind.

Wurminfektionen beispielsweise wurden früher oft blind im Winter angegangen, weil die Verbreitung sehr hoch war und die Züchter durch unzureichende Therapiemaßnahmen, diese nur sehr schelcht aus dem Bestand verbannen konnten. Auch wenn es heute mit Sicherheit deutlich weniger Infektionen mit Würmern gibt, finden wir doch regelmäßig die klassischen Wurminfektioen mit Spulwürmern und Haarwürmern. Möchte man den Bestand von diesen Erregern befreien, muß man sich an einige wichtige Regeln halten. Zunächst einmal ist die Art der Therapie wichtig. Wir haben die besten Erfolge mit der Einzelgabe von Kapseln gemacht. Die Wirksamkeit ist sehr gut und jede Taube hat sicher die ihr zugedachte Dosis erhalten. Bei Therapien über das Wasser ist die Wirkstoffaufnamhe, gerade in den Wintermonaten oft sehr eingeschränkt und die zur Verfügung stehenden Mittel zeigen oft nicht mehr die gewünschte Wirksamkeit. D.h. auch bei Parasiten, wie den Würmern, gibt es mittlerweile Resistenzen. Weiterhin ist zu beachten, daß die Mauser vollständig abgeschlossen sein muß. Die Medikamente gegen Würmer sind so ziemlich die einzigen, die wirklich Mauserschäden hervorrufen. Daher ist immer bis Dezember / Januar mit einer solchen Therapie zu warten. Die entscheidene Maßnahme, um der Infektion herr zu werden, sind die Desinfektionsmaßnahmen. Dies gestalten sich erfahrungsgemäß als schwierig. Aufgrund der gut wirksamen Medikamente ist es kein Problem die Würmer aus den Tauben zu entfernen. Weitaus schwieriger ist es die Dauerstadien aus der Umgebung der Tauben zu eliminieren. Je nach Schlagverhältnissen gibt es eben Dächer, Dachrinnen etc. die quasi unerreichbar sind und ein Reservoir für den Erreger darstellen.

Somit gibt es immer wieder Schläge, die auch nach gründlichsten Desinfektionsmaßnahmen und erfolgreichen Therapien, nach einem oder zwei Jahren mit einen erneut positiven Befund konfrontiert werden. In diesem Fällen ist es dann nicht gelungen alle Dauerstadien, sprich Wurmeier aus der Umgebung der Tiere zu entfernen. Daher empfehlen wir bei betroffenen Beständen im Folgejahr der ersten Behandlung, auch ohne positiven Befund eine Wiederholung der Behandlung und Desinfektion. Achten Sie bei der Wahl des Desinfektionsmittels darauf, daß dieses auch wirkungsvoll Parasitenstadien bekämpft und nicht nur Bakterien, Viren, Pilze.

Zur Diagnose einer solchen Wurminfektion eignet sich eine Kotprobe. Diese sollte über mind. 3 Tage gesammelt werden und von möglichst vielen verschiedenen Tauben stammen. Leider gibt es aber imer wieder falsch negative Befunde, d.h. aufgrund der geringen Zahl der vorhanden Wurmeier geht jedem Untersucher mit Sicherheit, trotz größter Sorgfalt, die ein oder andere Wurminfektion durch die Lappen. Umgehen kann man dies nur, indem man die Anzahl der Kontrollen erhöht. Sehr sicher gibt eine Kotprobe Aufschluß über den Befall mit Kokzidien. Kokzidien findet man in nahezu jeder Kotprobe. So sind diese in geringradiger Befallsstärke außerhalb der Reisesaisin auch nicht behandlungswürdig. Wichtig ist jedoch das eigene Immunsystem der Tiere zu stärken und ihnen bei der Bekämpfung der Kokzidien zu helfen. Bei Tauben gibt es gegen Kokzidien eine sogenannte Präimmunität, die relativ sicher vor schweren Infektionen und Symptomen schützt. Diese natürliche Abwehr gilt es zu fordern und zu fördern, so daß der Bestand allein mit dem Kokzidien fertig wird. Dazu geeigent sind oreganumhaltige Produkte, die man speziell in der Winterperiode häufig verabreicht. Die darin enthaltenen ätherische Öle wirken kokzidiozid, d.h. kokzidienabtötend und helfen der Tauben bei ihrem Kampf gegen die Kokzidien. Nicht jedes Präparat ist aber geeignet. Wir empfehlen das Flüssigkonzentrat Enterosan flüssig. Während der Reise sollten Befälle jedoch medikamentös behandelt werden. Dazu gibt es wirksame Präparate in besten Fall in Tablettenform. Die flüssige Formulierung drückt in der Sasion bekanntermaßen auf die Form und sollte daher in der Saiosn gemieden werden. Befreien Sie sich jedoch von dem Gedanken die Kokzidien wegtherapieren zu können. Dies wird ihnen nicht gelingen. Das Gegenteil ist der Fall. Je häufiger sie die hochwirksamen Medikamente einsetzen, desto geringer wird der Abstand zum nächsten positiven Befund sein. Sie sind daher auf das Abwehrsystem der Tauben angewiesen. Nutzen Sie daher die Zeit vor der Saison um zu kontrollieren, wie es um ihren Bestand steht und um entsprechend vorzubeugen. Denn auch bei dem Oreganumpräparaten bringt die Kontinuität der Anwendung letztendlich den Erfolg. Ist zu Beginn eine Behandlung mit einem Medikament von Nöten, was ab einer gewissen Befallsstärke notwendig ist, sollte zwei Tagen nach Anwendung desinfiziert werden. Das Gleiche gilt auch für die Desinfektionsmaßnahmen nach einer Wurminfektion. Neben einen Desinfektionsmittel kann der Schlag auch ausgebrannt werden. Bessere Erfolge speziell bei Wurminfektionen gibt es aber mit flüssigen Desinfektionsmitteln.

 

René Becker, prakt. Tierarzt
Aspastr. 41
59394 Nordkirchen
02596/529303
Tierarztbecker@aol.com

 


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