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Impfung gegen Jungtaubenkrankheit ?!

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Auf vielen Schlägen hat die Zeit der Anpaarung begonnen. Damit tauchen auch die ersten Probleme in Hinblick auf die Befruchtung auf. Gerade bei Vögeln gibt es in den Wintermonaten Probleme mit der Befruchtung. Dies hat verschiedene Ursachen. Wichtigster Einflußfaktor, neben der Temperatur, ist die Lichtintensität. Die kurze Tageslänge hat zur Folge das die Spermiogenese. Die Produktion von Spermien in den Hoden heruntergefahren wird. Das gleiche gilt für die Aktivität auf den Eierstöcken der Weibchen. Daher ist es von enormer Wichtigkeit im Vorfeld der Anpaarung die Tauben zu belichten. Die Tageslänge sollte auf 12 Stunden pro Tag verlängert werden. Wir bevorzugen dabei, den Tag morgens mit künstlichen Licht zu beginnen.und abends den Tag natürlich zu Ende gehen zu lassen. Idealerweise verwendet man zur Belichtung Tageslichtlampen, die das natürliche Spektrum des Sonnenlichtes nachahmen. Die Wirkstoffversorgung in der Zeit der Vorbereitung ist ebenfalls von enormer Bedeutung. Wir empfehlen neben den bekannten Vitaminkombinationen, den Einsatz von Profertil , welches Auszüge aus dem Reiskeim enthält und auf natürliche Weise die Fruchtbarkeit von älteren , aber auch jüngeren Tieren fördert. Wir haben zur optimalen Vorbereitung ein Zuchtpaket zusammengestellt. Bei älteren Tieren gibt es naturgemäß ein Nachlassen der Hormonleistung, so daß die Befruchtung, bzw. die Legetätigkeit nachlässt. Diesen Tieren ist häufig nur noch auf hormonellen Wege zu helfen. Bei den Vögel werden Hormontabletten verabreicht. Insgesamt werden drei Tabletten im Abstand von jeweils einer Woche verabreicht. Eine Wochen nach der letzten Hormontablette sollten die Vögel abgepaart werden. D.h. man braucht vier Wochen Vorlaufzeit. Bei den Weibchen werden zwei Injektionen im Abstand von einer Woche verabreicht. Auch hier wird eine Wochen nach der letzten Injektion angepaart. Die Erfolgsquote liegt bei Vögeln wesentlich höher als bei den Weibchen. Da es noch viel andere Gründe für ein Nachlassen der Fruchtbarkeit gibt, sollte am Anfang stets eine Untersuchung der Tiere stehen. Gerade bei Weibchen gibt die Untersuchung Aufschluß über die Möglichkeiten des Eingreifens. So ist über Röntgenaufnahmen oder endoskopische Untersuchungen die Aktivität der Eierstöcke oder das Vorhandensein von Eierstockscysten abzuklären. Haben die Vögel ein gewisses Alter erreicht und gab es evtl. schon im vergangenen Jahr Probleme, sollte in jedem Fall vor der Anpaarung gehandelt werden. Liegen erst einmal die ersten unbefruchteten Eier wird es immer schwieriger in den Hormonzyclus des Vogels einzugreifen. Dann muß zunächst ein längere Trennung erfolgen.

In der Winterperiode empfehlen wir traditionell den Einsatz eines Milchsäurebakterienpräparates über einen längeren Zeitraum. Man erreicht durch diese Gabe eine wesentliche Besserung Darmgesundheit, mit der Folge einer besseren Verdauung, sowie eine Steigerung des Immunsystem. Weiterhin ist die Verdrängung von Schadkeimen unsere vorrangiges Ziel. Durch die Etablierung eines ungünstigen Mileaus für z. B. Schadhafte Colikeime, kann man darauf hoffen diese Keime aus dem Körper zu verdrängen und somit evtl. bestimmte Resistenzen aus dem Bestand verdrängen. Auch hier liegt das Geheimnis in der Dauer der Anwendung. Daher empfehlen wir den Einsatz über ca. 4 -6 Wochen und zwar täglich. Wir empfehlen für diese Vorhaben die bekannten PT 12 Milchsäurebakterien oder das neue Lacto Live Pigeon. Letzteres ist ein neues Milchsäurebakterienpräparat in flüssiger Form. Die spezielle Verpackung in einem sogenannten Back in Box System sorgt für eine dauerhafte Frische des Präparates, da bei der Entnahme kein Sauerstoff in den Beutel gelangt. Ein weitere Vorteil ist die gute Ergiebigkeit des Präparates, so daß es kein Problem ist, dieses auch über Wochen anzuwenden. Aus dem Humanbereich weiß man, daß letztendlich nur die dauerhafte Anwendung auch gute Erfolge liefert. Bereits im vergangenen Jahr haben wir sehr gute Erfolge bei den Jungtauben verzeichnen können. Auch die ersten Erfahrungen seit der Einführung im Oktober sind sehr gut. Die Milchsäurebakterien haben auch bemerkenswert guten Einfluß auf die Bakterienflora im Rachen und im Kropf, so daß wir bereits bei mehreren Züchtern eine deutliche Verbesserung des Schleimhautbildes im Abstrich der Tauben erkennen konnten.

Ich habe schon in vergangene Berichten darauf hingeweisen, daß wir in Zusammenarbeit mit einem Impfstoffhersteller für das kommende Jahr bestandsspezifische Impfstoffe gegen Colibakterien zur Verfügung stellen können. Wir knüpfen große Hoffnungen an das Projekt, der Jungtaubenkrankheit ein Stück mehr Herr zu werden. Der Impfstoff wird speziell auf Basis der Colikeime in ihrem Bestand hergestellt, denen ja bekanntlich in Rahmen des Krankheitsgeschehens der Jungtaubenkrankheit eine wesentliche Rolle zukommt. Wir arbeiten aber momentan auch daran verschieden Coli Stämme zusammen zu tragen , um einen mehr oder weniger universellen Impfstoff herzustellen, auf den wir dann immer sehr schnell Zugriff haben. Dieser Impfstoff wird dann frühzeitig im Sommer vor den ersten Krankheitsfällen appliziert, in der Hoffnung, daß zukünftige Ausbrüche der Jungtierkrankheit ausbleiben oder weniger stark ausfallen. Man muß sich aber im Klaren darüber sein , daß man den mutmaßlichen Hauptverursacher, die Circoviren damit nicht bekämpft. Wir wisse aber alle aus der Behandlung der Jungtaubenkrankheit , welche Rolle die bakteriellen Sekundärinfektionen , speziell mit Coli – Keimen, spielen. Da die antibiotische Behandlung immer schwieriger wird, scheint diese Impfung durchaus ein möglicher Weg zu sein. Die Erfahrungen in den Niederlanden sind z.B. schon sehr gut. Falls Sie fragen zu diesem Thema haben , bzw. die mögliche Vorgehensweise absprechen wollen, melden Sie sich bitte bei uns. Wir werden Sie in jedem Fall regelmäßig über den neuesten Sachstand informieren.

 

René Becker, prakt. Tierarzt
Aspastr. 41
59394 Nordkirchen
02596/529303
Tierarztbecker@aol.com

 


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