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Home  Taubengesundheit  Saisonstart geglückt? 

Saisonstart geglückt?

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Mitte Mai haben die meisten Reisevereinigungen bereits drei Preisflüge hinter sich und die meisten Züchter können an den Leistungen ihrer Tauben sehr gut erkennen, wohin sie die Verfassung ihrer Tiere dieses Jahr bringen wird. Dennoch darf man sich gerade von den Leistungen in den ersten Wochen nicht blenden lassen. Zu Beginn der Saison sind die Taubenzahlen noch hoch und es gibt gewaltige Unterschiede in der Verfassung und Form der Tauben. So gibt es Bestände, die aufgrund natürlicher Gegebenheiten, wie z.B. Lage und Art des Schlages, anderen Beständen einiges voraus haben. So sind gerade zu Beginn der Saison durchaus spektakuläre Ergebnisse möglich. Auch die Trainingsbemühungen der einzelnen Sportfreunde vor Beginn der Saison tragen selbstverständlich zur Überlegenheit dieser Bestände auf den ersten Flügen bei. Dies alles relativiert sich jedoch im Laufe der Saison, wenn die Temperaturen steigen, bis dato benachteiligte Schläge Formdefizite aufholen und die Tauben in der Gesamtheit durch die wöchentlichen Flüge eine bessere Form und Kondition bekommen. Nichts desto trotz darf man den leistungssteigernden Effekt durch gezieltes und regelmäßige Training nicht außer acht lassen. Zwar ist das private Trainieren der Tauben schon seit langen Jahren in großen Teilen der Züchterschaft Usus, dennoch gibt es jedoch auch im Trainingsverhalten und in den erzielten Effekten erhebliche Unterschiede. Das bloße, unregelmäßige Wegbringen steht da einem gezielten Trainingsplan, mit langsamen Aufbau der Tiere und regelmäßigen Training deutlich nach. Letztendlich muss jedoch jeder Züchter für sich seinen Rhythmus finden, gestaltet nach seinen Möglichkeiten und der Bereitschaft zur Durchführung des privaten Trainings. Es ist jedoch mit Sicherheit so, dass aus einem privaten Trainingsprogramm, ein nicht unerheblicher Vorteil entsteht. Somit ist es jedem Züchter zu empfehlen, evtl. in Zusammenschluss mit Kollegen, ein privates Training zu forcieren. Manche RVen bieten nach den Jungtauben, auch mittlerweile für Alttauben Trainingsflüge unter der Woche an, so dass auch Züchter, denen ansonsten die Möglichkeiten fehlen, an einem Trainingsprogramm teilnehmen können. Aber auch beim Training ist natürlich höchste Vorsicht geboten. Es darf nicht um jeden Preis ein Flug durchgeführt werden. Gerade im Frühjahr ist die Form der Tauben noch sehr sensibel und die Tauben leiden doch stets stark unter den Belastungen, vor allem bei kaltem Wetter. Niedrige Temperaturen bedeuten stets enorm hohen Energieverbrauch und auch extrem starke Belastung für den Muskelapparat der Taube.

Die dritte Woche der laufenden Saison ist bei uns traditionell die Woche, in denen ich den gewillten Sportfreunden eine Kontrolle ihrer Tiere ans Herz lege. Viele Züchter planen in der Regel Mitte der Saison eine Kontrolle vornehmen zu lassen. Häufig ist dies aber schon zu spät. Die ersten Wochen sind doch meist die gefährlichsten, was Ansteckung im Kabinenexpress angeht. Die Belastung der Tiere, speziell durch den Stress ist extrem hoch. Eine Routine kehrt meist erst nach einigen Wochen ein. Dieser Stress schwächt das Immunsystem und öffnet Infektionen Tür und Tor. Viele Erreger nicht optimal vorbereiteter Tauben werden im Kabinenexpress weitergegeben und die unterschiedlichsten bakteriellen Milieus treffen aufeinander. Alles in Allem also optimale Bedingen für Krankheitserreger. Die Folge ist, dass häufig nach drei recht erfolgreichen Preistouren, die ersten Rückschläge auf die Züchter zukommen. Meist rettet man sich noch so ein bis zwei Wochen über die Runden, so dass der Eindruck entsteht, der Einbruch kommt Mitte der Saison. Meist ist jedoch die Ursache für solche Einbrüche schon in Infektionen zu suchen, die einige Wochen zurückliegen. Eine generelle Empfehlung, ob nach drei Touren ein Medikament zu verabreichen ist, können und wollen wir nicht geben. Die Realität sieht zwar so aus, dass man mit der Gabe der gängigen Medikamente gegen diese sogenannten Atemwegserkrankungen ja erstaunlicherweise häufig genug richtig liegt, dennoch gibt es natürlich auch eine Menge von Fehlmedikationen. Meist werden diese Tiere dann nach erfolgloser Behandlung in unserer Praxis vorgestellt. Die Diagnose und erfolgreiche Behandlung wird dadurch natürlich nicht einfacher für uns. Der bessere Weg ist mit Sicherheit die regelmäßige Kontrolle der Tiere. Leider ist dies jedoch nicht allen Züchtern möglich. da in vielen Fällen einfach kein sachkundiger Tierarzt zur Verfügung steht. Für diese Fälle geben wir den Züchtern nach den Ergebnissen aus der Frühjahrsuntersuchung einen Behandlungsplanvorschlag mit an die Hand, an den der Züchter sich in der Saison richten kann. Die Ideallösung ist natürlich immer die Untersuchung der Tiere, um richtig und angemessen reagieren zu können. Um den typischen Infektionen in der Saison besser Paroli bieten zu können, versuchen wir über die Nahrungsergänzungen das Verdauungssystem der Tiere und die Flora auf den Schleimhäuten soweit zu stabilisieren, dass sich zumindest die üblichen Bagatellinfektionen nicht so schnell ausbreiten können und man länger ohne Medikamenteneinsatz in der Saison auskommt. Zu diesem Zwecke setzen wir stark auf unser bekanntes Alvimun-t, sowie immer mehr auf echte Lactobazillen. Das Präparat PT 12 ist ein echtes Arzneimittel auf Milchsäurebakterienbasis, welches uns hilft dieses Ziel zu erreichen. Ein neues Präparat zur Verbesserung der körperlichen Abwehr, welches schon mit großem Erfolg bei Papageien eingesetzt wurde, komplettiert unsere dahingehenden Empfehlungen. Ob es auf die Dauer der Saison dann auch stets gelingt, ganz ohne Medikamente aus zu kommen, bleibt jedoch fraglich und wird sich im Saisonverlauf zeigen.

Zur aktuellen Impfsituation lässt sich soviel sagen, dass es voraussichtlich im weiteren Verlauf des Sommers zu einen Engpass im Hinblick auf den Paramyxovirose-Impfstoff kommen wird. Dies kann sich aber wöchentlich ändern, so dass es schwierig ist sichere Vorraussagen zu treffen. Momentan gibt es aber, wie schon seit Wochen Lieferprobleme, so dass man in jedem Fall gut daran tut, seine Jungtauben so schnell es geht impfen zu lassen. Davon abgesehen, gehört es ja sowieso zu unseren generellen Empfehlungen, nach dem Absetzen der Jungtauben möglichst schnell die Impfung durchzuführen. Wir empfehlen eine kurze Eingewöhnungsphase, d.h. wenn alle Jungtiere gut fressen und sich eingelebt haben, sollte die Impfung durchgeführt werden.
 

René Becker, prakt. Tierarzt


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