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Züchter in den Startlöchern

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Nachdem die Frühzucht bei den Züchtern, die schon Ende November/Anfang Dezember angepaart hatten, in der Regel durchweg erfolgreich verlief und von Befruchtungsproblemen keine Rede war, stellte sich die Situation bei den Sportfreunden, die ihre Paare erst in der zweiten Januarhälfte haben zusammenlaufen lassen, gänzlich anders da. Der landesweit starke Kälteeinbruch sorgte dafür, dass es deutliche Verzögerungen bei der Eiablage gab und relativ viele unbefruchtete Gelege zu beklagen waren.

Häufig war nur ein Ei unbefruchtet, was auf das Brutverhalten speziell der jährigen Tauben zurückzuführen ist. Gerade diese sitzen noch nicht fest auf dem ersten Ei, so dass starker Frost in der Nacht dazu führte, dass eben dieses Ei Schaden nahm. Wer dies künftig vermeiden möchte, entfernt das erste Ei, legt es idealerweise in eine Brustmaschine oder lagert es in einem frostfreien Raum, bis das zweite gelegt ist. Ansonsten konnten die niedrigen Temperaturen den Paaren nichts anhaben; auch kleine bzw. frischgeschlüpfte Jungtiere haben in der Regel die bitteren Nachttemperaturen im Januar/Februar schadlos überstanden.

Dies alles ist jedoch heute (Ende März/Anfang April) schon Vergangenheit. Alle Züchter stehen in den Starlöchern für die neue Saison. Wie in jedem Jahr ist der April für uns der mit dem meisten Arbeitsaufkommen. Schließlich ist es an der Zeit, sich ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Bestandes zu machen und den Fahrplan für die Reise festzulegen.

Zu Beginn jeder Untersuchung findet eine allgemeine Untersuchung der Tiere statt. Im Prinzip ist dies für uns Züchter ein alltäglicher Vorgang. Die Tauben werden in die Hand genommen und Gefiederqualität, Pflegezustand sowie Gewicht beurteilt. Es wird nach Ektoparasiten gesucht und auf die Möglichkeit bzw. Notwendigkeit einer Behandlung hingewiesen. Wir empfehlen, den Bestand im Frühjahr mit den bekannten Nackentropfen bzw. dem Sprühpräparat "Effipro" zu behandeln. Wird diese Behandlung im Sommer mit den Jungtieren wiederholt, reicht dies in den meisten Fällen aus.

Jeder Züchter sollte ca. zehn Prozent seiner jeweiligen Reisemannschaft beim Tierarzt vorzustellen und eine Sammelkotprobe einzureichen. Von allen Tauben werden Kropf- und Kloakenabstriche angefertigt sowie Ausstriche für eine bakteriologische Untersuchung entnommen. Im Abstrich können Trichomonadenbefälle und der Zustand der Schleimhäute ermittelt werden; die Bakteriologie gibt Aufschluss über die Befallstärke mit Bakterien und zeigt, ob diese Art der Bakterien zu behandeln ist. Der Resistenztest zeigt an, welches Medikament das geeignete Mittel der Wahl ist.

In jüngster Zeit entnehmen wir zudem Proben für eine mykologische Untersuchung, d. h. wir untersuchen auf Pilze. Meistens sind dies Hefepilze, die ein Bestandteil der physiologischen Rachenflora sind. Haben sie sich übermäßig vermehrt, können diese im Einzelfall pathogen, d. h. krankmachend sein. Um die Vermehrung dieser Hefepilze, die auch bei der Jungtaubenkrankheit ein wichtiger Sekundärerreger sind, weitgehend zu unterbinden, empfehlen wir den Einsatz von Jodpräparaten: Wir haben mit "Blitzform" beste Erfahrungen gemacht, da es elementares Jod enthält.

Die Kotprobe wird parasitologisch (auf Kokzidien und Wurmeier) sowie bakteriologisch (inkl. des wichtigen Chlamydientests) untersucht. In der Vergangenheit habe ich mehrfach auf die neuen Erkenntnisse zur Verbreitung des Erregers und die damit verbundene Problematik, hingewiesen. Wir halten es in der Regel so, bei einem positiven Befund kurz vor der Saison eine Behandlung zu empfehlen. Diese wird mit den notwendigen übrigen Behandlungen, die sich aus den Abstrichen und bakteriologischen Ausstrichen ergeben, abgestimmt.

Nachdem alle Laboruntersuchungen abgeschlossen sind, steht ein abschließendes Gespräch mit dem Züchter an, das sich auf die Behandlungen vor sowie auf Empfehlungen während der Saison bezieht. Das Ergebnis wird schriftlich niedergelegt, so dass jeder Sportfreund einen entsprechenden "Leitfaden" für die anstehenden Wochen hat. Nach Erstellung dieses Behandlungsplanes wird gemeinsam entschieden, in welchem Umfang die tierärztlichen Vorgaben umgesetzt werden sollen. Wir stellen gfs. die notwendigen Medikamente zur Verfügung. Werden die Behandlungsempfehlungen umgesetzt, müssten die Tauben gesund und fit an den Start gehen.

Gleichwohl kann es sich nur um Empfehlungen handeln, weil selbstverständlich nicht vorhersehbar ist, welche Infektionen sich die Reisetiere durch den Kontakt zu anderen Tauben zuziehen können. Da jedoch vieles im Hinblick auf parasitäre Infektionen (Kokzidien, Trichomonaden) ebenso abschätzbar ist wie bakterielle Infektionen, die durch Über- bzw. Stressbelastung während der Reise entstehen, sind auf Basis der Ergebnisse aus der Frühjahruntersuchung durchaus Empfehlungen für die Reise möglich.

Im Hinblick auf das Schieffliegersyndrom haben wir im Rahmen unserer Untersuchungen der vergangenen Wochen eine Vielzahl positiver Rückmeldungen mit Blick auf unser neues Produkt "Arthro Star" und "Arthro Öl" erhalten, obwohl wir im letzten Jahr erst im März mit dem Einsatz begonnen hatten. Aktuell empfahlen wir den Züchtern bereits im Januar einen kontinuierlichen Einsatz, denn nur eine kontinuierliche Anwendung verspricht letztlich den erhofften Erfolg. Dies lässt sich aus den Ergebnissen, die wir durch den Einsatz bei Hunden gewonnen haben, deutlich ableiten.

Die Symptome scheinen mit der langen Festhalteperiode während des Winters zusammenzuhängen. Den wenig bewegten Gelenken mangelt es an Beanspruchung. Die Gelenkflüssigkeit, die die Schmierfunktion eines Öles übernimmt, wird nicht ausreichend produziert, die Elastizität des Bindegewebes und Knorpels lässt nach.

Genau an diesem Punkt setzten unsere Präparate an. Sie verbessern und optimieren die Stoffwechselfunktion der Gelenke und vermeiden somit irreparable Schäden. Auch nicht direkt betroffenen Tieren helfen diese Präparate in Zeiten hoher Beanspruchung: "Arthro Star" und "Arthro Öl" sind nicht zuletzt wertvolle Nahrungsergänzungen im Rahmen der Allgemeinversorgung während der Saison.

René Becker, prakt. Tierarzt


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