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Gesundheitscheck für Neueinführungen

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Tierarzt René Becker mahnt entsprechende Vorsicht an!

Nachdem die Jungtierflüge (inklusive der freien Derbyflüge nach der RV-Reise) endgültig beendet sind, kehrt nun ein wenig Ruhe auf den Schlägen ein. Der emsige Züchter ist jedoch längst mit den Zukunftsplanungen beschäftigt. Umbaumaßnahmen am Schlag, weil man die Verhältnisse als einen Faktor für erfolgloses Reisen und mangelnde Gesundheit ausgemacht hat, werden sinnvoller Weise jetzt durchgeführt. Das Wetter lässt dies noch zu. Die neue Zuchtsaison ist in entsprechender Entfernung und die Erinnerung an die vergangene Reise mit den aufgedeckten Defiziten ist noch frisch. Schieben Sie nichts auf die lange Bank, was Sie sich vorgenommen haben, sondern handeln Sie jetzt, wo Zeit dafür ist.

Die Herbst- und Wintersaison ist immer auch die Zeit von Tauben-Neuerwerbungen. Jeder Sportfreund sichtet das Angebot und entscheidet sich häufig spontan für den ein oder anderen Neuzugang, von dem man glaubt, dass er die eigene Qualität verbessern kann. Auch ich bin ein Freund und starker Verfechter der ständigen Suche nach besseren Tieren, denn nichts ist gefährlicher, als sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Letztlich stehen und fallen alle Erfolge mit außergewöhnlichen Tauben, von denen die meisten Züchter nur sehr wenige haben. Ebenfalls sind nur wenige Sportfreunde in der Lage, aus einem sehr guten Zuchtschlag-Genpool zu schöpfen oder sie haben nicht das züchterische Talent, um nahezu jedes Jahr neue gute Tauben und evtl. das absolute As zu züchten.

Es zeigt sich immer wieder, dass erfolgreiche Zeiten stets mit einigen sehr guten Tauben einhergehen. Sind diese Tiere nicht mehr da, lassen die Erfolge bei gleichem Engagement und gleicher Methode schnell nach. Daher darf man gerade auf dem Sektor der Qualität nicht nachlässig werden. Die Einführung von Neuzugängen birgt jedoch auch immer Gefahren.

Schnell sind mit einem Erwerb neuer Tauben verborgene Erkrankungen eingeführt und verbreiten sich. Ob Salmonellen, Chlamydien, Trichomonaden, Hexamiten oder Würmer - keine dieser Erkrankungen muß auf den ersten Blick an einem Neuzugang erkennbar sein. Die erworbenen Tiere können - und machen in den meisten Fällen - einen einwandfreien Eindruck, da es sich bei fast allen Erkrankungen um sog. Faktorenerkrankungen handelt, die erst unter Belastung oder bei extremer Vermehrung des Erregers zum Ausbruch führen.

Schnell hat man auf diese Art und Weise einen Erreger (z. B. Salmonellen) in den Bestand verbracht. Die Lösung eines solchen Problems bedarf dann meist eines immensen Aufwandes. Daher ist es sinnvoll, sich vorher über den Gesundheitszustand der Neuzugänge zu informieren. Eine Quarantäne auf dem eigenen Schlägen und idealerweise eine gesundheitliche Kontrolle beim Tierarzt können nur von Vorteil sein.

Neben den Neuerwerbungen sollten die eigenen Tauben die Aufmerksamkeit des Züchters genießen. Eine umfassende und gute Mauserversorgung und die Sicherstellung der Gesundheit in dieser Phase des Jahres sind erste Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Saison 2011. Daher empfehlen wir, stets nach der Reise, gerade wenn sie nicht wunschgemäß verließ, eine gesundheitliche Kontrolle vorzunehmen. Vor allem bei den Züchtern, die wegen mangelnder Gesundheit der Jungtauben die Reise abbrechen mussten, empfiehlt sich eine solche Kontrolle. Danach kann man unbesorgt die Mauser angehen.

Neben den bekannten Mauserprodukten (z. B. Mauser-Methio, Jod und Lecithin) empfehlen wir im Bereich der natürlichen Gesundheitsvorsorge nicht nachlässig zu werden. Mit dem Oreganumpräparat "Enterosan flüssig" tun Sie nicht nur etwas für den allgemeinen Gesundheitszustand der Tauben, sondern helfen in erster Linie den Tieren, mit Kokzidien fertig zu werden. Besonders den Züchtern, die permanent Probleme in diesen Bereich haben, empfehlen wir nach entsprechender Therapie den regelmäßigen Einsatz. Dadurch werden die Tauben bei ihrem Kampf gegen die Kokzidien unterstützt, so dass sie letztlich selber mit ihnen fertig werden. Ziel muss es sein einen abwehrstarken Bestand zu bekommen, der mit den Kokzidien weitgehend allein fertig wird und notwendige Behandlungen auf die Reisesaison beschränkt bleiben.

In den letzten Wochen haben sich auf vielen Schlägen parasitäre Probleme mit Blick auf die sog. "kahlen Hälse" verschärft. Der Spätsommer mit der beginnenden Mauser ist die Hauptzeit für diese Probleme. Jetzt in der Mauserperiode ist es an der Zeit, die verantwortlichen Parasiten zu bekämpfen. Wir verwenden ein Auftropfpräparat, welches auf die Nackenhaut aufgetragen wird. Viele werden jetzt sagen, dass diese Information nicht neu ist und dennoch werden in der Anwendung stets Fehler gemacht. Die einmalige Gabe reicht in der Regel nicht aus, um Wirkstoffspiegel in der Haut zu erzielen, die hoch genug sind und lange genug anhalten, um die Parasiten ausreichend zu bekämpfen. Daher empfehlen wir betroffenen Beständen, die Anwendung drei Mal im Abstand von zehn Tagen zu wiederholen. Den Erfolg sieht man meist im nächsten Jahr, wenn keine oder weniger Tiere mit der typischen Federlosigkeit am Hals auftreten. Es gibt aber Tauben, die nahezu nicht therapierbar sind und trotz intensiver Behandlung jedes Jahr erneut Symptome aufweisen.

Die letzten Wochen haben erneut gezeigt, dass ein Pockenimpfstoff an allen Ecken und Kanten fehlt. Die Anzahl der Ausbrüche häuft sich. RV-Verantwortliche und Vorstände sahen sich Mitte der Jungtierreise vieler Orten mit der Frage konfrontiert, die Reise fortzusetzen oder einzustellen. Dies hängt mit Sicherheit auch mit der Anzahl der betroffenen Schläge zusammen, obwohl dieses wiederum schwer abzuschätzen ist, da die Dunkelziffer sehr hoch sein dürfte. Da bei uns, wie an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt, kein Impfstoff zu Verfügung steht, bleibt nur die bereits beschriebene Vorgehensweise mit der Gabe von Jod, Vitamin A und abwehrsteigernden Präparaten (z. B. Alvimun-t).

Aktuelle Informationen des Impfstoffwerkes lassen, entgegen der Information vor einigen Wochen, auch für den kommenden Winter und der damit bevorstehenden Impfsaison nichts Gutes erahnen. Bleibt zu hoffen, dass die Verbandsverantwortlichen den Druck auf die zulassenden Behörden verstärken, so dass die Situation in den Brieftaubenbeständen, auch wenn es sich dabei um eine Randgruppe handelt, als echter Therapienotstand erkannt wird und es eine Lösung gibt.

René Becker, prakt. Tierarzt


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