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Home  Taubengesundheit  Eine harte Saison fordert ihren Tribut 

Eine harte Saison fordert ihren Tribut

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Nach Beendigung der Alttaubensaison ist es an der Zeit, ein Resümee der Saison 2009 zu ziehen. Die allgemeine Großwetterlage mit häufigen Gewitterströmungen stand vielfach einem geordneten Flugverlauf im Wege und führte teilweise zu herben Verlusten. Die Zufriedenheit der Züchter war sichtlich getrübt - Unmut und Streitigkeiten in den Reisevereinigungen und Regionalverbänden waren die (logische) Folge. Vieler Orten wurden die angesetzten Endflüge über 600 km gar nicht mehr durchgeführt.

Schon im zweiten Jahr nach der neuen Meisterschaftsregelung treten rund um das Abhalten des 600 km-Fluges scheinbar unüberwindliche Probleme auf. Dies lässt daran zweifeln, ob die Entscheidungen, die im Rahmen der Mitgliederversammlung in Dortmund getroffen wurden, tatsächlich im Sinne einer „breiten Züchterschaft“ sind. Permanent sitzen Auflassleiter und Verantwortliche zwischen den Stühlen, wenn es darum geht, das Risiko für die Tauben mit Blick auf die entsprechenden Meisterschaftsbedingungen abzuwägen. Die Einsatzzahlen und die allgemeinen Diskussionen spiegeln eher das Gegenteil der in Dortmund getroffenen Entscheidungen wider. Wenngleich gerade in diesem Jahr das Wetter einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Stimmungslage der Züchterschaft hatte.

Aber auch um die Stimmungslage unserer gefiederten Freunde war es in den letzten Wochen nicht zum Besten bestellt. Die regelmäßig wechselnde Wetterlage mit starkem Regen und teilweise Hagelschauern mit großer Hitze und Gewitterluft - und dies Woche um Woche - haben mancher Taube regelrecht „den Zahn gezogen“. In der zweiten Hälfte der Saison konnte man es sowohl auf den Schlägen als auch bei den Züchtern merken: Die Moral war auf einem Tiefpunkt angelangt!

Das Wichtigste, was die Tiere zu dieser Zeit gebraucht hätten, wäre vermutlich eine Pause gewesen. Dies lässt unser Meisterschaftssystem jedoch kaum zu. Gerade viele jährige Tauben haben unter den Bedingungen extrem gelitten. Nun war es nicht auf allen Richtungen gleich, aber speziell die Süd-Ost Richtung, die von vielen Mittelgebirgen gekennzeichnet ist, brachte erhebliche Substanzverluste mit sich.

So kann es nicht verwundern, dass viele Tiere hinter den Erwartungen zurückblieben. Was tun? Entscheidend ist die Frage, ob es ein Qualitäts- oder gesundheitliches Problem war oder der Saisonverlauf allgemein letztlich Schuld am Versagen mancher erfolgsgewohnter Witwer trägt. Zumindest den gesundheitlichen Aspekt gilt es nach einer nicht wunschgemäß verlaufenden Saison abzuklären. Dies liefert zum einen wertvolle Hinweise, wie man die anderen Punkte (Saisonverlauf und Qualität der Tauben) einzuschätzen hat, zum anderen ist es gerade jetzt wichtig, gesundheitliche Probleme zu beseitigen und diese nicht mit bis ins nächste Jahr zu schleppen. Stellen Sie bei einer Kontrolle auch einige Reisetauben beim Tierarzt vor und lassen eine Kotprobe untersuchen.

Die Jungtaubenreise startet erst allmählich mit ihren RV-Vorflügen. Die ersten Wochen im Juli haben mit der großen Hitze zu regelrechten Massenausbrüchen der Jungtierkrankheit geführt, nachdem es bis dahin relativ ruhig war. Wer schnell behandelte und das richtige Medikament wählte, bekam den Ausbruch meist relativ problemlos wieder in den Griff.

Leider muss man immer wieder feststellen, dass die eigenmächtige Medikation durch den Züchter immer noch Hochkonjunktur hat. Die Wirksamkeit lässt allerdings häufig zu wünschen übrig, so dass viele Züchter letztlich doch den Weg zum Tierarzt finden. Diese Vorbehandlung macht es jedoch nicht einfacher, eine umfassende Diagnose zu stellen, da viele Erreger teilweise anbehandelt nicht mehr nachweisbar sind.

Wenn Sie Ihre Tauben erfolgreich antibiotisch behandelt haben, darf gerade bei Jungtauben nicht vergessen werden, entsprechende Therapie flankierende Maßnahmen und Folgebehandlungen durchzuführen. Den Jungtauben setzen die Medikamente wesentlich mehr zu als den Alttauben. Daher sind Maßnahmen wie die zusätzliche Gabe von Alvimun-t zur Minderung der Arzneimittelnebenwirkungen sowie die anschließende Jod- und Vitamingabe von großer Wichtigkeit. Gerade das schon häufig angesprochene Jod hat - neben der Wirkung auf die sich unter der Antibiose vermehrenden Hefepilzen - einen nicht zu unterschätzenden stoffwechselunterstützenden sowie desinfizierenden Effekt.

Es gilt schließlich nicht nur die Krankheit zu überstehen und die Tauben wieder in einer Wettkampfverfassung zu haben, sondern auch einem erneuten Ausbruch vorzubeugen. Dies kann man durch die Gabe verschiedener Präparate, die das Abwehrsystem unterstützen sowie Produkte zur Unterdrückung sich übermäßig vermehrender Keimflora, erreichen. Die Gabe von Jod und das Ansäuern des Wassers sind bekannte Maßnahmen, mit denen ein Teil des Ziels erreicht werden kann.

Das von uns häufig verwendete Alvimun-t unterstützt das Abwehrsystem und entlastet die Leber. Zur Unterstützung jeder Therapie sowie regelmäßig während der Saison zu Wochenbeginn setzen wir das Jungtierpulver ein. Das leichtverdauliche Eiweiß aus dem enthaltenen Kolostrum ist ein wichtiger Faktor zur Gesunderhaltung des Darmes.

Hinzu empfehlen wir den Einsatz pflanzlicher Produkte, die die Extrakte aus Kreuzblütlern enthalten. Ihre bekannt keimabtötenden Wirkungen runden die Maßnahmen auf der Basis natürlicher Produkte ab. In vielen Fällen helfen sie nicht, erneut zu einem Medikament greifen zu müssen. Häufig bleibt man aber nicht verschont von einem Rückfall oder der Notwendigkeit, eine in der Erstbehandlung wirksame Medikamentenkombination einzusetzen.

Die Entscheidung, ob erneut zu behandeln ist oder nicht, hängt eng mit der genauen Beobachtung des Züchters zusammen und/oder dem Ergebnis einer tierärztlichen Kontrolle. Ändert sich das Fress- oder Flugverhalten der Tiere nur minimal, sollte nicht gezögert werden, zu behandeln, um die Jungtierreise erfolgreich fortzusetzen. Ihr Tierarzt gibt Ihnen die wichtigen Infos über Wahl des Medikamentes und die Dauer der Behandlung.

 
René Becker, prakt. Tierarzt


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