Besuchen Sie unseren Werbepartner
Anzeige
Benutzername:  Passwort:   Registrierung! Passwort vergessen?
 Statistik  Netiquette  Disclaimer  Impressum
 
 
Home
 
Magazin
Podcast
Meisterschaft
1. Konkurse
International
Auktion
One Loft Races
Kids Corner
Preislisten
Taubengesundheit
Wetter
Photo Gallery
Forum
Office Tools
Umfragen
Verirrte Tauben
Züchter
Tauben-Shop
 
Partner Sites
Der Internet-Taubenschlag hilft!
Der Internet-Taubenschlag hilft!
 
Home  Taubengesundheit  Medizinische Kontrolle auch zum Endflug hin 

Medizinische Kontrolle auch zum Endflug hin

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die Reisesaison 2008 geht in die alles entscheidende Phase, denn die letzten Preisflüge stehen ins Haus und die Meisterschaften werden nun entschieden. Für manch einen Züchter geht es nach einer eher wechselhaften Saison, die durch ungewöhnliche Windverhältnisse und vielerorts auch Richtungswechsel bestimmt waren, insbesondere darum, einen erfolgreichen Abschluss mit einem guten Endflug-Ergebnis zu erzielen. Allerdings stellt sich die Frage, wie die bestehende Form konserviert bzw. durch eine gezielte Versorgung der Tiere die Verfassung verbessert werden kann.

Die körperlichen Belastungen haben sich Woche für Woche gesteigert und auch, wenn die kritische Phase gegen Mitte der Saison erfolgreich gemeistert wurde, droht regelmäßig neues Ungemach von Seiten der Gesundheit. Eine Kontrolle beim Tierarzt ist stets eine gute Alternative. Dann können je nach Zustand entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Besteht nicht die Möglichkeit zur Kontrolle, sollte man in jedem Fall an dem zuvor mit dem Tierarzt festgelegten Vorsorgeplan festhalten.

Auch bei guten Ergebnissen darf man gesundheitliche Kontrollen nicht vernachlässigen. Zusätzlich sollte der gesteigerten Wirkstoffversorgung Rechnung getragen werden: Die Energiereserven müssen vor den langen Flügen schnell wieder optimal gefüllt werden, um den Belastungen Stand zu halten.

Eine erhöhte Fettfütterung kommt in dieser Phase der Saison eine besondere Bedeutung zu. Sämereimischungen, geschälte Sonnenblumenkerne und Erdnüsse sind die bekanntesten Fettlieferanten. Zusätzlich empfehlen wir über das Futter vermehrt Öle oder ähnliche Präparate hinzuzugeben. Wir setzen seit Jahren Lecithin ein, welches durch seinen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren – neben anderen positiven Eigenschaften – ein hervorragender Energielieferant ist. Wichtig bei der Verabreichung von Ölen oder fetthaltigen Futtermitteln ist, dass diese optimal verwertet werden können. Aus diesem Grunde setzen wir parallel ein carnitinhaltiges Präparat ein, das für einen optimalen Fettstoffwechsel und schnelle Bereitstellung der Energie in den Körperzellen sorgt.

Nicht nur die Fettversorgung in Phasen dieser hohen Belastung, auch die Versorgung mit anderen wichtigen Wirkstoffen des Stoffwechsels (z. B. Vitamine), muss nochmals forciert werden. Die hohe Stoffwechselaktivität fordert einen hohen Bedarf an Vitaminen der B-Gruppe, die an einer ganzen Reihe wichtiger Stoffwechselvorgänge beteiligt sind. Zur schnelleren Regeneration nach den Wettflügen setzen wir das Elektrolytpräparat „Almalyt“ in Kombination mit „Catosal“ ein. Bei Flügen über 400 km kann man „Catosal“ zur Unterstützung des Stoffwechsels an den letzten beiden Tagen vor dem Einsetzen verabreichen.

Zur individuellen Extraversorgung setzen wir „Roborans“-Kapseln ein, die hochwertige Energieträger enthalten und am Tag vor dem Einsetzen verabreicht werden. Von der Elektrolyt-Gabe über die Tränke am Tag des Einsatzes und gerade bei heißem Wetter sind wir abgerückt, da die Wasseraufnahme im Vergleich zu Tränken mit klarem Wasser deutlich geringer ist. Die zusätzliche Elektrolytgabe wiegt den Nachteil der geringeren Flüssigkeitsaufnahme u. E. jedoch nicht auf.

Der Übergang von der Reisesaison der Alttiere hin zu den Jungtauben ist nahezu fließend: Im Juli wird es höchste Zeit, den Gesundheitszustand der Jungtiere intensiv zu testen und sich einen medizinischen Begleitplan für die Herbstreise zurechtzulegen. Verschiedene Untersuchungen sind unabdingbar, bevor das Training des Nachwuchses beginnen sollte. Kotprobenuntersuchungen auf Parasiten und Bakterien inkl. eines Testes auf Chlamydien, dem Erreger der Ornithose, gehören ebenso dazu, wie Kropf- und Kloakenabstriche.

Gerade der bakteriologische Kloakenabstrich ist von großer Wichtigkeit, gibt er doch Aufschlüsse darüber, welche Bakterien im Darm vorhanden sind. Ist eine antibiotische Behandlung erforderlich, sollte stets Ronidazol hinzugegeben werden, um evtl. vorhandene Hexamitenbefälle mit zu erfassen. Diese sind nicht immer im Kloakenabstrich zu diagnostizieren, aber in den meisten Beständen vorhanden und an den typischen Krankheitsverläufen beteiligt.

Zusätzlich setzen wir bei jeder Medikamentengabe auch „Alvimun-t“ zur allgemeinen Steigerung der Abwehr und zur Minderung der Arzneimittelnebenwirkungen ein. Besondere Gefahr droht bei bereits behandelten Tieren zu Beginn der RV-Trainingsflüge. Viele Tiere verschiedener Bestände treffen aufeinander ebenso wie unterschiedliche Keimmilieus. Die hochgradige Belastung durch Stress tut ein übriges. Daher ist es häufig unumgänglich, nach dem ersten Korbaufenthalt die Behandlung mit einer bewährten Arzneimittelkombination gegen die typische Jungtaubenkrankheitssymptomatik zu wiederholen.

Dennoch sollte man speziell während der Saison mit den zur Verfügung stehenden und bewährten Präparaten versuchen, dem Ausbruch der Jungtaubenkrankheit zuvorzukommen und das Milieu im Darm positiv zu beeinflussen. Neben „Alvimun-t“ setzen wir auf das colostrum- und eipulverhaltige Jungtierpulver sowie auf ein Oreganumpräparat. Zusätzlich setzen wir ein Präparat zum Ansäuern des Wassers ein. Bewährt hat sich seit Jahren „Vior“ bzw. „Jungtauben-Vital“.

Weiterhin ist die regelmäßige Jodgabe ein wichtiger Faktor zur Verhinderung von Ausbrüchen. Ein ständiger Medikamenteneinsatz führt über die Zunahme von Resistenzen in eine gesundheitliche Sackgasse. Die Resistenzlage der beteiligten Keime wird kontinuierlich schlechter und eine Therapie somit immer schwieriger. Gleichwohl lehrt die Erfahrung, dass der alleinige Einsatz von vorbeugenden Präparaten nicht ausschließlich und in jeden Fall Abhilfe schaffen kann.

Nur bei guter Appetitlage, festem Kot, großer Flugfreunde und nach eingehender Untersuchung sollten Sie mit dem intensiven Training beginnen. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen, sondern warten auf das passende Wetter. Es bleibt immer noch genug Zeit, Trainingsflüge in ausreichender Zahl durchzuführen. Mit überhasteten Aktionen ist keinem gedient, vor allem den Tauben nicht. Für die medizinische Begleitung und Versorgung setzen Sie sich mit Ihrem Tierarzt zusammen und lassen einen Behandlungsplan für die Saison erstellen. Eine erfolgreich verlaufende Jungtierreise ist bekanntlich die beste Investition in die sportliche Zukunft. werden kann. Nach dem letzten Preisflug steht die umfassende Bestandssanierung an.
 

 

René Becker, prakt. Tierarzt

 

Weitere Informationen unter: info@taubenmarkt-kassel.de

Fordern Sie noch heute ein kostenloses Probeexemplar an: Tel.: 02268-1591 – Fax: 02268-3054


[Home]  [Magazin]  [Podcast]  [Meisterschaft]  [1. Konkurse]  [International]  [Auktion]  [One Loft Races]  [Kids Corner]  [Preislisten]  [Taubengesundheit]  [Wetter]  [Photo Gallery]  [Forum]  [Office Tools]  [Umfragen]  [Verirrte Tauben]  [Züchter]  [Tauben-Shop]  [Brieftaubenzüchter helfen]  [Bannerwerbung]  [Adressen-CD]  [Newsletter]  [Statistik]  [Netiquette]  [Disclaimer]  [Impressum