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Home  Taubengesundheit  Kritische Phase in der Reisesaison 

Kritische Phase in der Reisesaison

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die Hälfte der Preisflüge ist bald vorbei und die kritische Phase, vor allem mit Blick auf die Gesundheit, ist auch bei den Schlägen erreicht, die einen hervorragenden Saisonstart hinlegten. Nachdem Züchter, die bereits nach zwei bis drei Preistouren ihr erstes Formtief hatten, sich nun anfangen zu erholen, kommt jetzt der Punkt, an dem die meisten Bestände Leistungseinbrüche erleben. Häufig sind diese in der Tat gesundheitlicher Natur.

Die typischen Schleimhaut – und Atemwegsinfektionen, verursacht durch verschiedene Erreger, gewinnen aufgrund der kontinuierlichen Belastung durch die wöchentlichen Preisflüge Oberhand und führen zum Abfallen der Form. Sind parallel die Bedingungen oder Windverhältnisse schwierig und die Tauben haben diesen Widrigkeiten keine hervorragende Form entgegenzusetzen, zerplatzen innerhalb weniger Wochen alle Meisterschaftsträume.

Wichtig ist jetzt die tierärztliche Untersuchung und (meistens) eine medikamentöse Behandlung - und zwar bevor (!) die geschilderten Probleme auftreten. Diese kann man durch regelmäßige Kontrollen einleiten, um den optimalen Zeitpunkt einer Behandlung festzustellen oder indem man sich an den mit dem Tierarzt abgesprochenen Behandlungsplan hält. Gibt es einen überraschenden Leistungseinbruch und wird erst danach reagiert, ist die Wiederherstellung der Form weitaus schwieriger.

Am Anfang muss die exakte Diagnose stehen, um eine entsprechende Therapie einzuleiten. Trotz alledem müssen wir auch ohne abschließende Diagnose eine Behandlung starten, um die Leistungsfähigkeit der Reisetiere zum nächsten Wochenende hin wieder herzustellen und ein erfolgreiches Weiterführen der Saison zu ermöglichen. Diese Behandlung basiert auf ersten Untersuchungsergebnissen und unseren Erfahrungswerten. Liegt die abschließende Diagnose vor, wird im Gespräch mit dem Züchter das weitere Vorgehen erörtert.

Bei den Untersuchungen im Laufe der Saison werden unterschiedliche Diagnosen gestellt. Die gesamte Palette bekannter Taubenerkrankungen gehört zu den täglichen Diagnosen. Erstaunlich ist gleichwohl, wie häufig Trichomonaden gefunden werden. Nach wie vor gilt die medizinische Grundregel, dass parasitäre Erkrankungen, wie es die Trichomonaden sind, bakterielle Sekundärerkrankungen im Gefolge haben.

Dazu zählt die bakterielle Flora, die stets auf den Schleimhäuten vorhanden ist und die Keime enthält, die als fakultativ pathogen bezeichnet werden: Diese Keime sind nicht primär krankmachend, können aber bei übermäßiger Vermehrung, wie sie bei starken Trichomonadenbefällen und erheblicher Belastung in der Saison vorkommt, Infektionen auslösen, die die Leistung stark beeinträchtigen.

Weiterhin gehören dazu Erreger bekannter Erkrankungen, wie z. B. die Chlamydien als Erreger der Ornithose. Diese sind in vielen Beständen vorhanden. Sie stellen eine typische Faktorenerkrankung dar und bestimmte prädisponierende Faktoren, wie eben Trichomonadenbefälle und eine starke Belastung, können zum Ausbruch der Erkrankung führen.

Das zur Trichomonadenbekämpfung häufig eingesetzte Metro ist ab einer bestimmten Befallsstärke absolut unzureichend. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es heute eine Vielzahl schwer zu bekämpfender Trichomonadenstämme gibt. Metro ist hervorragend dazu geeignet, leichte Neuinfektionen oder wieder aufkeimenden Befälle zu begrenzen, da es gleichzeitig eine Vielzahl der typischen Schleimhautkeime, die durch ihre Vermehrung in der Saison für Probleme sorgen, eindämmt. Es bekämpft diese zwar nicht so effizient wie ein Antibiotikum, dies ist aber in vielen Fällen nicht erforderlich.

Voraussetzung, um mit Metro arbeiten zu können ist allerdings, dass die Tauben vor der Saison weitgehend trichomonadenfrei waren. Daher ist eine ausgiebige Kur, mit dem von uns in der Reise favorisierten "Chevicol" von äußerster Wichtigkeit. Es sei denn, Sie wissen um ihren relativ problemfreien Bestand und lassen regelmäßig eine größere Anzahl Tauben untersuchen. "Chevicol" ist auch in der Reisesaison geeignet, festgestellte Befälle zu bekämpfen. Es hat keinen negativen Einfluss auf die Form. Außerdem ist es neben der Pulverform zur Trinkwassermedikation in Kapselform erhältlich, so dass bis zur Wochenmitte ein hochwirksames Präparat zur Einzelbehandlung zur Verfügung steht.

Möchte man die Fähigkeit des eigenen Bestandes verbessern, mit Trichomonaden besser fertig zu werden, fängt dies auf dem Zuchtschlag an. Hier kann man unter Beobachtung versuchen, ohne regelmäßige Trichomonadenbekämpfung auszukommen.

Kokzidien sind erfahrungsgemäß ein häufig unterschätzter Parasit. Die Wärme des Sommers sorgt dafür, dass der Vermehrungszyklus der Kokzidien auf rd. 18-20 Stunden verkürzt wird. Daher kommt es schnell zu sprungartigen Vermehrungen. Schon geringe Mengen der Kokzidien führten zu erheblichen Leistungseinbrüchen. Lassen Sie daher Mitte der Saison erneut eine  Kotprobe parasitologisch untersuchen. Diese Untersuchung liefert schon bei Ihrem Besuch in der Praxis Aufschlüsse darüber, ob eine Behandlung erforderlich ist. Haben Sie nicht die Möglichkeit, kurzfristig eine Kotprobe untersuchen zu lassen, verabreichen Sie eine Tablette "Appertex" pro Taube und brennen Sie den Schlag danach aus. Hüten Sie sich aber vor dem Einsatz eines Desinfektionsmittels in der laufenden Saison.

Wird im Rahmen der Untersuchung in der Praxis tatsächlich eine Chlamydieninfektion festgestellt, gestaltet sich die Behandlung etwas schwieriger, auch wenn nicht jeder positive Befund mit einer manifesten Ornithose einhergehen muss. Trotzdem können diese unterschwelligen Ausbrüche die Reiseleistung extrem beeinträchtigen. Der Einsatz eines Antibiotikums, dessen Wirkungsspektrum mit der Empfindlichkeit der meist auch anderen gefundenen Keime übereinstimmen muss, ist unerlässlich.

Die Behandlung muss in die Woche nach einem Preisflug hinein so weit wie möglich ausgedehnt werden. Meist sind das nicht mehr als drei Tage. In der folgenden Woche ist in jedem Fall eine Wiederholung der Behandlung erforderlich. Die meisten Schleimhautinfektionen sind auf diesem Wege sehr gut einzudämmen. Einen Chlamydienausbruch behandelt man damit nur son erfolgreich zu Ende geführt werden kann. Nach dem letzten Preisflug steht die umfassende Bestandssanierung an.
 

 

René Becker, prakt. Tierarzt

 

Weitere Informationen unter: info@taubenmarkt-kassel.de

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