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Kontrolle direkt nach Saisonstart

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die Reisesaison 2008 hat inzwischen begonnen, die ersten Preistouren sind absolviert und die Winterperiode gehört der Vergangenheit an. Bis weit in den April hinein hat das Wetter nicht besonders mitgespielt und ein frühes Training vieler Orten nicht zugelassen. Wer jedoch – trotz der nicht optimalen Bedingungen – rechtzeitig mit dem Training der Tauben begonnen hatte, musste teilweise empfindliche Verluste hinnehmen. Vor allem darf der negative Einfluss auf die Form, speziell durch die nasskalte Witterung, nicht unterschätzt werden. Sehr schnell kann es in derartigen Fällen zu Störungen der ohnehin empfindlichen Atemwegs-Flora kommen, die den Saisonstart erschweren können.

Ist der Start dennoch wunschgemäß verlaufen, sind erste Erfolge und zufrieden stellende Ergebnisse eingefahren, darf man jedoch nicht in der Intensität der Betreuung nachlassen. Gerade am Anfang ist die Gesundheit ein empfindliches Gut, das es zu schützen gilt. Niedrige Temperaturen und unbeständiges Wetter haben schnell einen negativen Einfluss auf die Flugverläufe und können die Stabilität der Gesundheit beeinträchtigen.

Beachten Sie daher ihren Gesundheitsplan und überlassen die gesundheitliche Verfassung Ihrer Tiere nicht dem Zufall. Im Idealfall haben Sie mit Ihrem spezialisierten Tierarzt einen Gesundheitsfahrplan ausgearbeitet, der die richtigen Antworten auf die entsprechenden Fragen gibt. Doch auch dieser schützt nicht ausnahmslos vor dem hohen Infektionsdruck, der gerade zu Beginn in den Kabinenexpressen herrscht.

Vorrangig die ersten Wochen sind mit Blick auf Neuinfektionen aus dem Wagen extrem gefährlich. Daher empfehlen wir dringend, nach nicht allzu langer Zeit eine erste Kontrolle der Reisetauben vornehmen zu lassen. Nach rd. zwei bis drei Preistouren sollten Sie einige Tiere vorstellen und den Gesundheitszustand überprüfen lassen.

Vergessen Sie bei dieser Gelegenheit die Kotprobe nicht, denn auch sie kann wichtige Diagnosen liefern. Warten Sie nicht, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, sprich: Bis es den ersten Einbruch oder ein Nachlassen der Leistung gibt! Handeln Sie dann, wenn die Tiere sich augenscheinlich in bester Verfassung befinden.

Bei dieser Gelegenheit ist es sinnvoll, in der Praxis einige Jungtiere vorzustellen, denn die Zeit der großen Jungtaubenprobleme naht. Wie jedes Jahr, tauchten erste Problemfälle im April auf, wobei die tatsächlichen Ursachen bei diesen Krankheitsfällen sehr vielfältig waren. Allen voran muss ich darauf hinweisen, dass in diesem Jahr bereits im März mehrere Fälle von Paramyxovirose diagnostiziert wurden. Glücklicherweise hat sich bei einer Vielzahl der Züchter mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein frühes Impfen der Jungtauben viele Vorteile mit sich bringt. Immer mehr Schläge entschließen sich für einen frühen Zuchtbeginn und ein ebenso frühes Beenden der Zucht, so dass ein rechtzeitiges Impfen der Jungtierbestände kein Problem darstellt. Dies hat zum einen den Vorteil, dass man die Gefahr einer Paramyxovirose-Infektion umgeht, zum anderen ist der positive Einfluss des frühen Impfens mit Blick auf den Ausbruch der Jungtaubenkrankheit bekannt. Falls Sie Ihre Jungtauben noch nicht geimpft haben, sorgen Sie schnellstmöglich dafür.

Seit März ist der Paramyxovirose-Impfstoff wieder als Kombinationsimpfstoff mit Pocken erhältlich. Diese Impfung ist aufgrund der immer wieder auftretenden Pockeninfektionen, zumindest bei Jungtauben, dringend anzuraten. Für diese Impfung sollten die Jungtauben jedoch ein Alter von sechs Wochen haben. Um einen sicheren Impfschutz zu garantieren, warten Sie, bis die letzten Nachzügler dieses Alter erreicht haben.

Ein weiteres Thema bei der Jungtaubenaufzucht in diesem Frühjahr war eine stellenweise sehr hohe Nestlingssterblichkeit. Bei den ersten Fällen, die an uns herangetragen wurden, musste der Verdacht zunächst in Richtung einer Salmonelleninfektion gehen, was sich in einigen Fällen bestätigte. Bei anderen Fällen standen neuartige, schwarzfarbige Nisteinlagen im Blickpunkt. Mehrere Züchter berichteten von Todesfällen bei Paaren mit diesen Nisteinlagen, wo hingegen auf anderen Schlägen des gleichen Bestandes, auf denen die besagten Einlagen nicht verwendet wurden, keine einzige Jungtaube verstarb. Zu dem Zeitpunkt, als bei uns die ersten Fälle auftraten, drangen Berichte aus Holland und Belgien zu uns, dass es dort ähnliche Probleme gab. Offensichtlich kam es bei der Verwendung dieser Nesteinlagen zu Ausdünstungen, die für frisch geschlüpfte Jungtauben den Tod bedeuteten.

Lange bekannt ist, dass Vögel allgemein extrem empfindlich auf chemische Ausdünstungen verschiedener Art reagieren, wobei Tauben zu den Arten gehören, die am meisten Schadstoffbelastung tolerieren. Andere Vogelarten (z. B. unterschiedliche Prachtfinkenarten) reagieren um ein vielfaches empfindlicher. Seien Sie folglich in Zukunft sehr skeptisch, was die Wahl Ihrer Nisteinlagen angeht. Die verantwortungsvollen Hersteller werden es sicherlich nicht versäumen, auf die Gefahrlosigkeit ihrer Einlagen hinzuweisen. Im Zweifelsfall sind Erbsenstroh, Tabakstengel etc. vielleicht immer noch die beste Wahl.
Bedauerlich bei dieser ganzen Geschichte ist gleichwohl der zähe Informationsfluss. In unseren westlichen Nachbarländern war das Ausmaß des Einsatzes dieses Produktes viel eher erkennbar. Da aber lange ein Krankheitserreger als Verursacher vermutet wurde und auch jetzt noch im Raum steht, obwohl die Fakten eine eindeutige Sprache sprechen, kamen zahllose gesundheitsgefährdende gefährdende Einlagen in Deutschland zum Einsatz.

Noch ein Hinweis zur Betreuung der Jungtauben: Neben dem frühen Impfen empfehlen wir zur Gesunderhaltung die Einhaltung einiger weiterer Eckpunkte. Setzen Sie nicht zu lange und permanent neue Jungtiere zu den bereits abgesetzten Tauben hinzu. Meist sind es die nachgesetzten Tiere, die zuerst erkranken. Führen Sie frühzeitig die ersten Gesundheitskontrollen durch. Setzen Sie regelmäßig bewährte natürliche Präparate ein, die Abwehrkraft und Gesundheit im Darm der Tauben positiv beeinflussen. Als wichtige Produkte haben sich im Laufe der Jahre ein Jodpräparat (u. a. "Blitzform"), "Vior" zum Ansäuern des Wassers und unser flüssiges Oreganum-Präparat "Enterosan" erwiesen. Die Anwendung dieser und anderer Präparate finden Sie auf unserem aktuellen Jungtauben-Vorsorgeplan
 

 

René Becker, prakt. Tierarzt

 

Weitere Informationen unter: info@taubenmarkt-kassel.de

Fordern Sie noch heute ein kostenloses Probeexemplar an: Tel.: 02268-1591 – Fax: 02268-3054


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