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Über Gesundheit und Versorgung

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Spätestens jetzt im April stehen alle Sportfreunde erwartungsfroh in den Startlöchern. Die Vorbereitung für die Saison in medizinischer Hinsicht sollte abgeschlossen sein und der Plan für das weitere Vorgehen während der Vortouren und im Verlauf der Reise parat liegen. Zudem muss das Versorgungskonzept stehen und die notwendigen Präparate sollten beschafft sein. Wichtig ist, sich die Trennung der Bereiche „Gesundheit“ und „Versorgung“ klar zu machen, obwohl es Überschneidungen gibt, da viele Versorgungskonzepte Präparate enthalten, die die natürliche Gesunderhaltung garantieren sollen.

Vielfach wird die Notwendigkeit einer medizinischen Begleitung vergessen, wenn sich der Züchter für ein bestimmtes Konzept entschieden hat. Dies in dem guten Glauben, alles für die Gesundheit seiner Tiere getan zu haben. Aber das beste Versorgungssystem greift nicht, wenn sich die Tiere nicht in einwandfreier Gesundheit befinden.

Unser gesundheitlicher Fahrplan sieht vor, falls es Befunde bei der Generaluntersuchung im März gab, unverzüglich die fälligen Kuren durchzuführen. Muss u. U. noch ein Antibiotikum eingesetzt werden, kombinieren wir dies in der Regel mit einem Schleimlöser, der zusätzlich die Funktion hat, höhere Wirkstoffspiegel in den betroffenen Geweben der Tauben zu erzielen (z. B. im Lungengewebe und auf den Luftsäcken).

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die bereits zuvor beschriebenen Nasentropfen zur Lösung letzter Verschleimungen im Atemwegsbereich einzusetzen. Vergessen Sie nicht, nach jeder Behandlung die Tiere wieder aufzubauen, d. h. ein B-Vitamin- sowie ein Jodpräparat zur Vermeidung übermäßiger Hefepilzbesiedlungen im Verdauungstrakt sollten eingesetzt werden. Optimal ist eine Kontrolle des Behandlungserfolges, indem  Sie einige Tiere Mitte April erneut in der Praxis vorstellen. Sind die Tiere die ersten Male im Kabinenexpress gewesen, empfehlen wir den Einstieg in einen Trichomonaden-Behandlungsrhythmus.

Wir beginnen zunächst nach einem Vorflug vom Heimkehrtag abends an über weitere zweieinhalb Tage die Tiere mit „Chevicol“ zu behandeln. „Chevicol“ hat eine sehr gute Wirksamkeit auf Trichomonaden und schadet nicht der Form. Die vieler Orten üblichen – und auch nicht länger durchführbaren – Kurzzeitbehandlungen in der Reise setzen voraus, dass eine ausreichend lange Grundbehandlung schon vor einigen Wochen durchgeführt wurde.

Die Alternative zu Behandlungen ist eine regelmäßige Kontrolle einer größeren Anzahl von Tauben. Während der Saison raten wir zu einer „Chevicol“-Behandlung alle drei Wochen oder alle zwei Wochen zu einer Spülung mit „Metro“. Im Hinblick auf die sog. „Atemwegserkrankungen“ empfehlen wir – je nach Bedarf – nach drei Flügen eine erste Kontrolle. „Je nach Bedarf“  heißt, dass es verschiedene Indikationen für den Einsatz geben kann (Tauben waren zwei Tage im Kabinenexpress oder sind  mehrere Stunden im Regen geflogen). All dies können Gründe für den Einsatz eines Atemwegspräparates sein. Letztlich ist vorrangig das Fingerspitzengefühl des Züchters gefragt. Sind die Flüge leicht und läuft alles reibungslos, kann oder sollte man die Behandlung aussetzen.

In vielen Kotproben wird im Frühjahr ein geringer Befall mit Kokzidien diagnostiziert. Das beste Mittel gegen Kokzidien ist nach wie vor das eigene Abwehrsystem der Tauben. Daher sollte – außer bei entsprechenden Befällen – keine Behandlung durchgeführt werden. Man sollte die Tauben lediglich bei ihrem Kampf gegen die Kokzidien mit flüssigen Oreganum („Enterosan flüssig“) regelmäßig unterstützen. Während der Reise sind Kokzidien allerdings ein leistungshemmender Faktor. Aus diesem Grunde empfehlen wir selbst bei geringem Befall vor Beginn der Preistouren eine Behandlung mit „Appertex“. Als Nebeneffekt stellen wir nach der „Appertex“-Gabe zudem eine formsteigernde Wirkung fest.

Neben der medizinischen Begleitung sollten Sie rechtzeitig vor den Vorflügen mit der Anwendung des angedachten Versorgungsprogrammes beginnen, damit sich die Tauben an die Gaben über das Futter oder im Wasser gewöhnen. Wir empfehlen, eine Woche vor Beginn der Vorflüge in halber Dosierung die Versorgungsprodukte einzusetzen und dann zur ersten Preistour hin auf eine volle Dosierung umzusteigen. Wer unsere Produkte regelmäßig nach den Vorgaben einsetzt, dürfte keine Probleme mit der Akzeptanz haben. Um so mehr, da viele unserer Präparate schon bei den Jungtauben und in der Winterperiode sporadisch Anwendung finden.

Wir bieten den Züchtern auch sog. „Komplettpakete“ an, die alle notwendigen Präparate zur optimalen Versorgung in der Reise beinhalten. Scheuen Sie den Einsatz dieser „Pakete“ oder haben bestimmte Produkte, deren Einsatz Sie nicht missen möchten, stellen wir Ihnen einen individuellen Versorgungsplan zusammen, der die elementaren Dinge der Versorgung berücksichtigt.

Dazu gehört in erster Linie ein gutes Elektrolyt und Energiepräparat für den Rückkehrtag. Wir verwenden seit Jahren und mit sehr guten Erfahrungen „Almalyt“. Zu Wochenbeginn verabreichen wir zusammen mit einem Moorkonzentrat ein Eiweißpräparat, bestehend aus „Colostrum“ und „Eipulver“. Im weiteren Verlauf erhalten die Tiere dreimal wöchentlich, jeweils zu einer Mahlzeit täglich, unser Basis-Konditionspulver „Compakt eins“ – einmal mit flüssiger Hefe und zum Wochenende hin als wichtiger Energielieferant mit Lecithin-Öl. Ähnliche Produkte, die die Tauben mit den wichtigen Wirkstoffen für den Leistungsstoffwechsel in der Reise versorgen, gibt es heute in großer Anzahl auf dem Markt. Über das Wasser setzen wir Anfang der Woche „Bronchofloran“ zur Pflege der Atemwege ein; Mitte der Woche gibt es ein Jodpräparat. Dabei vertrauen wir seit langen auf das bekannte „Blitzform“.

Diese Versorgungsempfehlungen sind um eine Reihe von Produkten erweiterbar. Bei schweren Flugverläufen ist es z. B sinnvoll, dem „Almalyt“ etwas „Catosal“ zuzusetzen und ab rd. 350 km empfehlen wir den Einsatz eines „Carnitin“-Präparates. Einzelheiten sind stets am besten direkt zwischen Tierarzt und Züchter zu besprechen. Vergessen Sie bei der vielen Arbeit rund um die Versorgung Ihrer Alttiere nicht die Jungtauben und machen Sie sich rechtzeitig Gedanken, wie man Vorsorge in gesundheitlicher Hinsicht betreiben kann.

 

René Becker, prakt. Tierarzt


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