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Home  Taubengesundheit  Saison steht vor der Entscheidung 

Saison steht vor der Entscheidung

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Mit Beginn des Monats Juni ist bereits die Hälfte der Reisesaison 2007 bewältigt. Viele Regionalflüge haben begonnen und aller Orten entscheiden sich in den kommenden Wochen die Meisterschaften. Nicht alle sportlichen Erwartungen sind bisher restlos erfüllt worden.

Viele Fehler wurden im Vorfeld gemacht. Über die Notwendigkeit der entsprechenden Untersuchungen habe ich mehrfach ausführlich geschrieben. Die folgende Kontrolluntersuchung sollte längst durchgeführt worden sein. So kann man gerade die zu Beginn häufigen Infektionen frühzeitig erkennen und reagieren.

Gleichwohl kommt es auf vielen Schlägen gerade zur Mitte der Saison zu einem Leistungseinbruch. Vielfach basiert dies auf  gesundheitlichen Defiziten. Abhilfe verspricht nur eine weitere Untersuchung und schnelles medizinisches Eingreifen. Es gibt Fälle, in denen die medikamentöse Behandlung sofort Abhilfe schafft und sich die Leistungen schlagartig wieder verbessern. Leider gibt es aber auch Fälle,  bei denen sich selbst nach gezielter medikamentöser Behandlung keine Besserung einstellt. Dies basiert meist darauf, dass keine oder kaum medizinische Vorsorge getroffen wurde und Tauben die gesamte Saison (oder schon vorher) Infektionen mit sich herum schleppten. Diese Infektionen zehren an der Substanz und die Behandlung führt nicht sofort dazu, die Form zu verbessern.

Dann muss der Züchter häufig ein bis zwei Wochen Geduld haben und die Versorgung mit geeigneten Beiprodukte forcieren. Nichts desto Trotz ist es schwierig, in der fortgeschrittenen Saison und bei den steigenden Entfernungen das sportliche Blatt zu wenden. Neben gesundheitlichen Problemen ist es vielfach die Unterversorgung mit wichtigen  Wirkstoffen, die die Leistung abfallen lässt. Dabei gibt es heute eine Reihe ausgefeilter Versorgungskonzepte, die eine optimale Versorgung während  der Saison garantieren.

Leider stößt man immer wieder auf “selbst gestrickte” Versorgungspläne, die entscheidende Lücken aufweisen. So mangelt es häufig an der ausreichenden Versorgung nach dem Flug, um die Erholungsphase der Tiere so gut es geht zu verkürzen. Hochwertige Energieträger in Verbindung mit Roborantien sollten am Rückkehrtag (und bei entsprechender  Schwere der Flüge am Tag danach)  verabreicht werden.

Mit dem Elektrolyt “Almalyt” steht ein Produkt speziell für den Rückkehrtag zur Verfügung, das durch hochwertige Energieträger in Form von Maltodextrose, Magnesium sowie natürlichem Vitamin E für die Erholung der Muskulatur eine hervorragende Zusammensetzung aufweist. Wir ergänzen die Wirkung  durch die Gabe von “Catosal” in einer Dosierung von 5-10 ml pro Liter Wasser. Die Tiere erholen sich sehr schnell durch diese kombinierte Gabe.

Die modernen, vielfach eiweißarmen Futtermischungen fordern gerade zu Wochenbeginn die Zufütterung leichtverdaulicher Aminosäuren, den Bausteinen der Eiweiße. Gerade bei einem Mangel an essentiellen Aminosäuren kann es zu Leistungseinbrüchen kommen, da die Reserven der Taube schlichtweg erschöpft sind.

Auch an den  Hauptenergielieferanten, den Fettsäuren, darf in der zweiten Saisonhälfte keinesfalls gespart werden. Die heutigen Futtermischungen sind auf den gesteigerten Bedarf an Fetten ausgerichtet. Gute Futtermischungen enthalten dabei Fettträger, die ein optimales Verhältnis von “Omega 3”- und “Omega 6”-Fettsäuren aufweisen. Diese sind neben der Energielieferung für viele wichtige Prozesse mitverantwortlich und sorgen für eine stabile Gesundheit.

Trotzdem empfehlen wir den Einsatz eines Lecithin-Präparates, um die Fettversorgung zu optimieren. Gerade zum Wochenende hin haben wir mit der Verabreichung von Lecithin hervorragende Erfahrungen gemacht. Die Eiweißversorgung sichern wir mit dem Eipulver-/Colostrum-Präparat “Protector 4” und dem Basis-Konditionspulver “Compakt eins”.

Das Eisen-Präparat “Haemo-Fit” hat sich in den ersten Wochen bewährt. Wichtig ist der kontinuierliche Einsatz über die Saison, um stabile Blutwerte sicherzustellen. Zur Optimierung des Muskulaturstoffwechsels setzten wir zum Wochenende ein Carnitin-Präparat mit einem B-Vitamin-Zusatz ein, das zu einer weiteren allgemeinen Stoffwechselsteigerung führt. Das Carnitin kann nur in Verbindung mit ausreichender Fettversorgung seine Wirkung in der Muskulatur entfalten. Die Muskel ermüden nicht so schnell, Stoffwechselendprodukte fallen in geringeren Mengen an und die typischen Zeichen von Muskelkater werden vermindert.

Vergessen Sie nicht, erneut den Kot kontrollieren zu lassen. Wie jedes Jahr werden häufig genug Kokzidieninfektionen übersehen und führen zu erheblichen Leistungseinbrüchen. Dabei kann mit einer Tablette “Appertex”  Abhilfe geschaffen werden.

Vielfach machen sich die Züchter Gedanken über Atemwegserkrankungen etc. und behandeln fälschlicherweise in diese Richtung. Dabei liegt die woanders. Wir nehmen in unserer Praxis eine sofortige parasitologische Untersuchung des Kotes vor, um schnell reagieren zu können.

Die Gesundheit der Jungtauben sollte ebenfalls einer genauen Betrachtung unterzogen werden. Haben Sie einige der Punkte, die ich im letzten Artikel angesprochen habe und weitere Management-Maßnahmen bei der Aufzucht beherzigt, sind Sie bisher mit etwas Glück von der Jungtaubenkrankheit verschont geblieben.

Eine genauere Untersuchung ist nun jedoch unumgänglich. Stellen Sie eine ausreichend große Zahl an Jungtieren beim Tierarzt vor. Speziell die bakteriologischen Abstriche liefern wertvolle Hinweise auf die richtigen Behandlungen bei einem Ausbruch der Jungtaubenkrankheit, denn leider weisen die beteiligten Koli-Keime eine hohe Resistenz gegenüber vielen Antibiotika auf.

Vergessen Sie nicht, Ihre Jungtauben frühzeitig gegen Ektoparasiten zu behandeln. Vor allem Federlinge sind mehr als nur lästig und stören erheblich die Ruhephasen und das Wohlbefinden. Dies hat starken Einfluss auf den Gesundheitszustand der Tiere. Wir verwenden die bewährten Nackentropfen oder “Frontline”-Spray, der unter die Flügel an den unbefiederten Hautstellen im Schultergelenk aufgetragen wird. Wichtig für die Wirkung ist der Hautkontakt. Sprühen Sie es nicht unbedacht unter den Flügel.  

René Becker, prakt. Tierarzt


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