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Kontrollen nicht vernachlässigen

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Mit dem Beginn der neuen Saison sind die ersten Preisflüge vieler Orten durchgeführt worden und die Anfangserfolge entsprechen vielfach den persönlichen Erwartungen. Die Einsatzzahlen sind relativ hoch, so dass jeder Züchter – zumindest gefühlt – genug Wettflugpreise einstreichen kann. Auch die Tauben befinden sich auf den meisten Schlägen in entsprechend guter Verfassung.

Selbst wenn die Tiere nicht mit optimaler Gesundheit an den Start gehen, reicht es auf den kurzen Entfernungen, um mit dem Rest des Schwarmes weitgehend mitzuhalten. Werden die Entfernungen jedoch größer bzw. verschlimmern sich die unterschwellig vorhandenen, leichten Infektionen, wendet sich das Blatt sehr schnell.

Wir empfehlen daher jedem Züchter, nicht zu spät in der Saison eine erste Kontrolle durchführen zu lassen. Selbst wenn im Frühjahr alle erdenklichen Maßnahmen zur Gesunderhaltung (incl. Tierarztbesuch) ergriffen wurden, schützt dies nicht automatisch vor gesundheitlichen Problemen am Saisonstart. Aus diesem Grunde geben wir den Züchtern auf Wunsch Behandlungspläne mit an die Hand, die zu Reisebeginn einen Maßnahmenkatalog auflisten, um eine gleich bleibend gute Verfassung des Bestandes sicher zu stellen.

Gerade der Saisonauftakt birgt große Gefahren – vor allem der Stress für jährige Tauben ist ungemein hoch. Dieser Stress führt viel schneller dazu, dass Infektionen neu aufkeimen, da die Abwehrkraft sehr stark beansprucht ist. Kommen die Tiere im Kabinenexpress erstmalig zueinander, treffen zudem unterschiedliche Bakterienfloren von Beständen aufeinander. Hinzu kommen diverse andere Erreger, die die Tauben eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr belasten sollten.

Auch die Belastung des Immunsystems ist zu Reisebeginn extrem hoch. Schnell kann es zusammenbrechen bzw. der neuen Keimflut nicht mehr standhalten, wobei das jährlich wiederkehrende Phänomen zu beobachten ist, dass viele Bestände nach drei bis vier Wochen extrem an Leistung verlieren, weil die Fitness der Tauben nicht mehr hoch genug ist.

Deshalb ist es unumgänglich, Kontrollen oder bestimmte medizinische Maßnahmen nicht zu kurz kommen zu lassen. Auch die wöchentlichen Medikamentengaben sind nicht heil bringend, gleichwohl ist der gezielte Einsatz von gesunderhaltenden Präparaten häufig unumgänglich.

Einen extrem wichtigen Stellenwert zur Gesunderhaltung nehmen einige bereits bekannte Präparate im Versorgungsprogramm ein. So empfehlen wir den Einsatz von „Alvimun-t“, dem bewährten abwehrsteigernden Produkt für die Reise. Der Einsatz erfolgt am Tag nach der Heimkehr und vor dem Einsatz, wobei der Vorteil von „Alvimun-t“ darin liegt, dass es nahezu mit jedem Präparat gemischt werden kann. Beim Einsatz von Medikamenten am Wochenanfang wird durch die zusätzliche Gabe von „Alvimun-t“ eine Minderung der Arzneimittelnebenwirkungen erzielt. Wichtiger Effekt ist jedoch die Steigerung der Abwehrkraft und das Verhindern von aufflackernden Infektionen.

Weiterhin verabreichen wir am Tag nach der Heimkehr das Colostrum-Produkt „Petogen Protector 4“. Zum einen dient es als wertvolle Quelle leicht verdaulichen Eiweißes, um verbrauchte Reserven wieder aufzufüllen. Neben dem Colostrum, das 80 % Eiweiß enthält, ist darin u. a. Eipulver aus Hühnereiern enthalten. Zum anderen haben sowohl Colostrum wie auch das Eipulver einen positiven Einfluss auf den Darm und die Abwehrkraft.

Speziell das Colostrum enthält neben den Immunglobulinen weitere abwehraktive Substanzen (z. B. „Lactoferin“), das als natürliches Antibiotikum und Substanz mit antiviraler Wirkung gilt. Durch die Kombination dieser Wirkstoffe ist „Protector 4“ in der Lage, die Gesundheit im Darm der Taube sicherzustellen. Dies sind die beiden wichtigen Bestandteile unseres Versorgungssystems im Hinblick auf eine natürliche Gesunderhaltung.

Jedes gute Versorgungssystem enthält weitere Produkte, die neben der Sicherstellung der Wirkstoffversorgung die Gesundheit positiv beeinflussen. Dies alles sind allerdings natürliche Präparate, die eine Untersuchung oder eine gezielte Medikamentengabe nicht ersetzen. Die Wirkungsweise, speziell im Bereich der Vorsorge ist am besten, wenn die Tauben mit Beginn des Einsatzes eine optimale Gesundheit aufweisen.

Die Jungtauben sollten bei allem Engagement und Eifer, der nun in die Versorgung der Reisetiere gelegt wird, nicht vergessen werden. Nachdem die letzten Tiere ins Jungtierabteil gesetzt wurden, kann mit der Impfung begonnen werden. Neben der Pflichtimpfung gegen Paramyxovirose sollte die Pockenschutzimpfung eine Selbstverständlichkeit sein. Eine gezielt vorbereitete Salmonellenimpfung ist keinesfalls von Nachteil, denn einmal mehr sind in diesem Frühjahr viele Bestände von Salmonellose-Ausbrüchen betroffen gewesen. Wichtig ist eine gezielte Vorbereitung und das Einhalten von zeitlichen Abständen mit Blick auf den Beginn des privaten Trainings.

Um einen Ausbruch der Jungtaubenkrankheit vorzubeugen, sollte jeder Züchter einige Vorbeugemaßnahmen beachten. Neben dem frühen Impfen ist eine Behandlung gegen Trichomonaden und Hexamiten nach dem Absetzen nahezu obligatorisch geworden. Denn diese beiden Erreger, speziell die Hexamiten, sind häufig in Beständen vorhanden und damit ein entscheidender Wegbereiter für den Ausbruch der Jungtaubenkrankheit.

Verwenden Sie das Produkt „Ridzol 10 %“ und verabreichen es über einen ausreichend langen Zeitraum (mindestens über sieben Tage). Weitere unterstützende Maßnahmen sind in der gesamten Wachstumsphase der Jungtauben vom Absetzen bis zum Beginn der Preisflüge zu empfehlen.

Der Einsatz einiger spezieller Wirkstoffe hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. So sind die regelmäßige Verwendung eines Jodpräparates sowie das kontinuierliche Ansäuern des Trinkwassers („Vior“) wichtige Bausteine dieser Vorsorge. Weiterhin haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz eines flüssigen Oreganum-Präparates gemacht. Diese drei Präparate sind, neben den Managementmaßnahmen (frühes Impfen etc.) die entscheidenden Bausteine unserer Jungtaubenvorsorge.

René Becker, prakt. Tierarzt


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