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Gesundheitscheck vor Saisonbeginn

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Im März ist stets die Zeit gekommen, mittels einer umfassenden Generaluntersuchung den Fitness- und Gesundheitszustand der Tauben zu ermitteln. Bis die jeweiligen Ergebnisse vorliegen und die Behandlungspläne erstellt sind, ist dann in der Regel ein günstiger Zeitpunkt für eine Behandlung gekommen. In erster Linie geht es darum, ggfs. leistungsmindernde Infektionen aufzudecken und diese zu eliminieren. Meist geht die Behandlung mit einer entsprechenden Formsteigerung der Tauben einher.

Zur Untersuchung sollte eine ausreichende Anzahl an Tauben mitgebracht werden. Je mehr Tiere vorgestellt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Infektionen aufzudecken. Es sollte sich in jedem Fall um zehn Prozent der Reisemannschaft handeln. Des weiteren sollte eine Kotprobe nicht fehlen. Diese wird parasitologisch auf Kokzidien und Würmer sowie bakteriologisch vor allem auf Salmonellen untersucht; daneben wird der wichtige Chlamydien-Test durchgeführt. Chlamydien als Erreger der Ornithose sind häufig unterschwellig im Bestand vorhanden und sorgen für Probleme während der Saison, auch ohne dass offensichtliche Symptome wie graue Nasen und nasse Augen auftreten. Ist ein solcher Test positiv, muss in jedem Fall behandelt und u. U. eine Medikamentengabe in der Reise diesem Befund angepasst werden.

Im Kropf- und Kloakenabstrich werden Trichomonadenbefälle sowie Schleimhäute und der Schleimhautflora beurteilt. Der Zustand des Rachens und Naseninneren wird endoskopisch beurteilt. All dies kann der Züchter in unserer Praxis auf dem Bildschirm mitverfolgen. Abschließend werden Ausstriche aus dem Rachen und der Kloake auf bakteriologischen Nährböden ausgestrichen und mikrobiologisch untersucht. Anhand des durchgeführten Resistenztestes kann das für den jeweiligen Fall richtige Medikament ermittelt werden.

Nach Besprechung der Ergebnisse wird ein individueller Plan erstellt, der die Behandlung vor und die notwendigen Maßnahmen in der Saison enthält. Losgelöst von diesem medizinischen Begleitplan ist das Versorgungskonzept für die Reise zu sehen, obwohl ein gutes System ohne Zweifel Komponenten enthält, die die Gesundheit positiv beeinflussen, so dass Infektionen in der Saison nicht so schnell Fuß fassen können. Neben den kompletten Paketen stellen wir immer häufiger individuelle Pläne zusammen, in die bei dem jeweiligen Züchter bewährte Präparate übernommen und mit unseren Empfehlungen kombiniert werden.

Eines der zentralen Themen in der jüngsten Vergangenheit ist die zusätzliche Gabe von Eisen. Sowohl im Futter als auch in diversen Zusatzprodukten für Brieftauben ist Eisen vorhanden, so dass zunächst kein primärer Eisenmangel entstehen kann. Nun wissen wir von Jungtauben, dass sie in den Phasen hoher Infektionsgefahr in den Sommermonaten und bei schleichend verlaufenden Infektionen sowie im Krankheitsfall schnell zu anämischen Zuständen neigen. Will sagen, bestimmte Blutparameter, insbesondere die Zahl der roten Blutkörperchen und der Hämoglobingehalt des Blutes sinkt.

Aus dem humanen Sportbereich wissen wir, dass durch Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen und der Menge des Hämoglobins gerade in den Ausdauersportarten wie Langlauf und Radfahren extreme Steigerungen erzielbar sind. Die Erkenntnisse bei den Jungtauben zeigen, dass bei starken Belastungen offenbar Bedarf für blutbildende Stoffe im Körper vorhanden ist. Dies kann bei Reisetauben in den Trainingsphasen und während der Wettflüge zur Stabilisierung und u. U. Steigerung der Leistungsfähigkeit führen.

Ein entscheidender Faktor in der Blutbildung ist die Versorgung mit Eisen. Eisen ist das Zentralatom des roten Blutfarbstoffes, dem Hämoglobin, welcher in der Lunge den Sauerstoff bindet und in die Organe transportiert. Mehr roter Blutfarbstoff bedeutet mehr Sauerstoff im Körper, was einhergeht mit einer höheren Leistungsfähigkeit, da gerade für die bei der Taube wichtigen Fettverbrennung viel Sauerstoff benötigt wird. Größtes Problem ist jedoch, das Eisen in einem verwertbaren Zustand in den Körper zu bringen.

Der ideale Weg wird bei neugeborenen Ferkeln in Form einer Injektion beschritten. Auch diese leiden an Blutarmut in den ersten Tagen nach der Geburt. Da die Eiseninjektionen jedoch die Muskulatur, in die sie verabreicht werden müssen, stark reizt, scheidet diese Applikationsart für Tauben aus. Viele der Präparate, die angeboten werden, enthalten das Eisen in anorganisch gebundener Form, die sehr schwer resorbierbar ist.

Seit einiger Zeit gibt es nun verschiedenen Produkte auf dem Markt, die durch organische Eisenverbindungen eine bessere Resorption und somit bessere Verwertbarkeit haben sollen. Mit dem von uns empfohlenen „Haemo-Fit“ gibt es ein neues Produkt, das Eisen in organisch gebundener Form enthält und somit hohe Resorptionsraten aufweist. Die zudem enthaltene Folsäure ist ein entscheidender Faktor für die Blutbildung. Versuche haben gezeigt, dass dieses Produkt in der Lage ist, den Hämatokrit (u. a. den Anteil roter Blutkörperchen) im Blut zu erhöhen.

Weiterhin stellte sich bei den Untersuchungen heraus, dass gerade zu Beginn des intensiven Trainings im März der Hämatokrit zunächst abfällt und sich relativ lange nicht richtig erholt. Gerade in dieser Phase ist der Einsatz eines solchen Produktes sehr wichtig. Erst die Kombination von weiterführendem Training und entsprechender Nahrungsergänzung führt zu einer Erholung und tatsächlichen Steigerung der Blutwerte, die anschließend in Leistungssteigerung umgesetzt werden kann.

Aus diesem Grunde ist ein Einsatz zu Beginn des Trainings über bis zu sieben Tage und anschließend je zweimal wöchentlich erforderlich. Die weiteren Inhaltsstoffe wie Jod, Mangan, Magnesium und Selen haben einen zusätzlichen positiven Effekt auf den Stoffwechsel (Jod) sowie auf den Muskel-, Bindegewebs- und Gelenkstoffwechsel. Ob dieses Produkt – evtl. in Kombination mit neuen auf dem Markt erhältlichen homöopathischen Produkten, zur Steigerung der Abwehr und Kräftigung des Bindegewebes und der Muskulatur – darüber hinaus in der Lage sein wird, das Problem des „Schieffliegens“ zu reduzieren, werden die weiteren Forschungen zeigen.

René Becker, prakt. Tierarzt


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