Besuchen Sie unseren Werbepartner
Anzeige
Benutzername:  Passwort:   Registrierung! Passwort vergessen?
 Statistik  Netiquette  Disclaimer  Impressum
 
 
Home
 
Magazin
Podcast
Meisterschaft
1. Konkurse
International
Auktion
One Loft Races
Kids Corner
Preislisten
Taubengesundheit
Wetter
Photo Gallery
Forum
Office Tools
Umfragen
Verirrte Tauben
Züchter
Tauben-Shop
 
Partner Sites
Der Internet-Taubenschlag hilft!
Der Internet-Taubenschlag hilft!
 
Home  Taubengesundheit  Gute Vorbereitung sichert Zuchterfolg 

Gute Vorbereitung sichert Zuchterfolg

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Der Stellenwert, den die breite Züchterschaft der Gesundheit ihrer Tauben zuschreibt, ließ sich einmal mehr an der bemerkenswerten Besucherresonanz im Rahmen der beiden Gesundheitsforen während des 17. Internationalen TaubenMarkt in Kassel ablesen. Sowohl am Samstag als auch am – in der Regel etwas schwächer besuchten – Sonntag war der kleine Festsaal bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass einige Besucher sogar mit Stehplätzen vorlieb nehmen mussten.

Speziell am Eröffnungstag erhoffte sich ein Großteil der Besucher grundlegende Neuigkeiten auf dem Gebiet der Bekämpfung der Jungtaubenkrankheit. Leider konnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden und die anwesenden Wissenschafter rückten die aktuelle Sachlage ins rechte Licht. Nichts desto Trotz bleibt der Versuch, über einen bestandsspezifischen Impfstoff den eigenen Bestand gesund zu halten, ein positiver Ansatz zur Bekämpfung der Jungtaubenkrankheit. Und dies, obwohl er aufgrund gesetzlicher, finanzieller und organisatorischer Rahmenbedingungen für die Massenanwendung im Sport kaum geeignet sein dürfte. Gleichwohl: Für entsprechend befallene Bestände, die sich des Aufwandes bewusst sind, ist die Bestandsimpfung fraglos eine Option. Erst dadurch werden Erfahrungen gesammelt, die heute noch fehlen, um mehr über diese Form der Bekämpfung der Jungtaubenkrankheit sagen zu können.

Der Sonntag in Kassel bot der Züchterschaft etwas gänzlich Neues. Erstmalig haben wir die Gerätschaften (sprich: Mikroskop und Endoskop) für unsere bildgebenden Untersuchungsverfahren eingesetzt und frisch entnommene Abstriche bzw. angesetzte Kotproben live auf einer Großbildleinwand präsentiert. Dadurch wurden den Besuchern über die Größe der Darstellung beeindruckende Bilder von den heutigen Untersuchungsmöglichkeiten gezeigt.

Wer nicht schon mitten in den Zuchtvorbereitungen ist, macht sich um diese Zeit Gedanken zur Verpaarung der Zuchttauben. Die Winterzucht mit der Anpaarung Ende November/Anfang Dezember ist bei einer Vielzahl von Schlägen heute Standard geworden. Doch in der vermeintlich kalten Periode bedarf es einer gezielten Vorbereitung, um den Zuchterfolg sicherzustellen.

An erster Stelle steht die Gesundheit: Die Tiere sollten gegen Paramyxovirose und idealerweise gegen Salmonellen geimpft sein. Letztgenannte Impfung sollte beim Anpaarungstermin mindestens vier Wochen zuvor vorgenommen worden sein. Wer unserer empfohlenen Vorgehensweise folgte, hat die Tiere vor diesen Impfungen entsprechenden Untersuchungen unterzogen und ggf. erforderliche Behandlungen folgen lassen. Zögern Sie nicht zu lange und stellen die Tauben erst fünf Tage vor dem geplanten Anpaarungstermin vor, sondern lassen Sie sich genügend Luft, um u. U. noch reagieren zu können. Finden wir bei der Untersuchung z. B. starke Trichomonadenbefälle, empfehlen wir, trotz der Anreicherung des Wirkstoffes in den Keimdrüsen (Eierstöcke und Hoden) und der von ihm unter Umständen ausgehenden schädigenden Wirkung, die Tiere vor der Anpaarung zu behandeln, sofern genügend Zeit vorhanden ist (zwei bis drei Wochen).

Die übliche Behandlung der Trichomonaden auf dem Gelege umgeht zwar die mögliche Schädigung der Eier durch das Medikament, nimmt aber billigend in Kauf, dass Täubinnen mit hochgradigem Befall angepaart werden und den Stress des zu Neste Treibens und die Anstrengung der Eibildung unter dieser Infektion bewältigen müssen. Welchen Einfluss dies auf die alles entscheidende Eiqualität hat, kann sich jeder ausmalen.

Sehr empfehlenswert ist eine Ektoparasitenbehandlung der Zuchttauben vor der Anpaarung. Später im Jahr, wenn regelmäßig Jungtauben im Nest liegen, ist dies meist nicht mehr möglich und in der warmen Jahreszeit kommt es häufig zu einer starken Vermehrung dieser Parasiten, speziell bei den Jungtauben im Nest. Dies wird beim Absetzen deutlich, wenn es auf dem Hemd des Züchters nur so von Federlingen wimmelt.

Geeignet zur Bekämpfung sind die bekannten Nackentropfen, die aufgrund des erforderlichen Wirkstoffes stets vom Tierarzt bezogen werden sollten sowie das Präparat “Frontline”, ein Spray, der unter den Flügeln an den unbefiederten Stellen im Bereich des Schultergelenkes angewendet wird.

Drei Wochen vor der Anpaarung sollte die Zufuhr bestimmter Wirkstoffe forciert werden. Mineraldrinks (z. B. “C-Phos”), sowie ein reichhaltiges Mineralstoff- und Gritangebot stellen eine Auffüllung der Mineralstoffspeicher der Taube sicher und sichern eine gute Eiqualität.

Die fettlöslichen Vitamine A, D³ und E sind allesamt unverzichtbar, da sie wertvolle Aufgaben bei der Fruchtbarkeit und Eibildung erfüllen. Wir verwenden ein Multivitaminpräparat, das zusätzlich einen Vitamin B-Komplex enthält, um den Stoffwechsel generell anzukurbeln. Das enthaltene Vitamin E ist natürlichen Ursprungs und hat eine wesentliche höhere Bioverfügbarkeit, als synthetische Vitamin E-Präparate. Abgerundet wird unsere Zuchtvorbereitung durch die Gabe von Aminosäuren und der bekannten flüssigen Hefe.

Vergessen Sie nicht, mit einem sinnvollen Lichtregime rd. drei Wochen vor der Anpaarung zu beginnen. Der Tag sollte auf zwölf Stunden verlängert werden, am besten in den Morgenstunden. Abends lässt man es natürlich dunkel werden. Diese Verlängerung des Tages hat entscheidenden Einfluss auf die Legetätigkeit der Weibchen.

Die Umstellung auf reichhaltiges Zuchtfutter sollte rd. zwei Wochen vor der Anpaarung beginnen. Leider kann man gerade zum Ende der Mauserperiode beobachten, dass viele Weibchen an Gewicht zugenommen haben. Speziell das in der Bauchhöhle abgelagerte Fett kann zu Problemen bei der Legetätigkeit führen. Man sollte rechtzeitig den Gewichtszustand der Tiere kontrollieren und die Futtermenge anpassen, so dass sich das Gewicht normalisiert. Achten Sie ebenfalls bei ihren Reisetauben darauf, dass die Gewichtszunahme nicht zu stark ausfällt. Das Fett in der Bauchhöhle ist nur schwer wieder wegzubekommen und kann die Flugleistung in der folgenden Saison erheblich beeinträchtigen.

René Becker, prakt. Tierarzt


[Home]  [Magazin]  [Podcast]  [Meisterschaft]  [1. Konkurse]  [International]  [Auktion]  [One Loft Races]  [Kids Corner]  [Preislisten]  [Taubengesundheit]  [Wetter]  [Photo Gallery]  [Forum]  [Office Tools]  [Umfragen]  [Verirrte Tauben]  [Züchter]  [Tauben-Shop]  [Brieftaubenzüchter helfen]  [Bannerwerbung]  [Adressen-CD]  [Newsletter]  [Statistik]  [Netiquette]  [Disclaimer]  [Impressum