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Energieversorgung weiter optimieren

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die Saison geht in die entscheidende Phase und die Züchter, die sich noch Hoffnung auf vordere Plätze und Meisterschaften machen, bangen Woche für Woche um die Form und Gesundheit ihrer Reisetiere.

Auf den letzten Flügen müssen die entscheidenden Punkte gesammelt werden und ein guter Endflug kann in manch einer Konkurrenz noch das Blatt wenden.

Es stellt sich folglich die Frage, wie die gute Verfassung der Tauben zu erhalten ist und was – speziell zum Ende der Saison – für eine Steigerung des Leistungsvermögens getan werden kann. Mit Blick auf die Versorgung gibt es einige Tipps, die bereits öfter genannt wurden. Wir empfehlen, speziell im letzten Saisondrittel, die Energieversorgung zu forcieren, u. a. durch die vermehrte Gabe fetthaltiger Futtermittel (z. B. geschälte Sonnenblumenkerne). Diese Anreicherung des Futters kann mit öl- und fetthaltigen Substanzen ergänzt werden. Wir verwenden dazu Lecithin-Öl, dessen Anwendung zum Reiseende hin gesteigert wird.

Desweiteren empfehlen wir die Gabe von “Roborans”-Kapseln, die für einen Energieschub sorgen. Schon ab Flügen über 400 km bringt der Einsatz von “Catosal” an den letzten zwei Tagen vor dem Einsetzen eine Verbesserung der körperlichen Verfassung. Wird die Gabe fetthaltiger Futtermittel forciert, ist es für die Verarbeitung der Fettsäuren in den Körperzellen wichtig, zusätzlich ein “Carnitin”-Präparat zu verabreichen.

Unabdingbare Voraussetzung für weitere gute Ergebnisse ist – wie in der ganzen Saison – eine bestmögliche gesundheitliche Verfassung des Bestandes. Immer wieder zeigt sich, dass nur regelmäßige Kontrollen oder ein Gesundheitsfahrplan, angepasst an den jeweiligen Züchter, dauerhaften Erfolg sicherstellt.

Die Zeit der ersten großen Welle gesundheitlicher Probleme ist vorbei. Doch gerade bei den bis heute erfolgreichen Sportfreunden muss das besondere Augenmerk auf weitere Kontrollen gelegt werden, um nicht auf der Zielgeraden einzubrechen. In vielen Fällen sind Schwankungen oder das Nachlassen der Form als Folge einer sehr starken ersten Saisonhälfte zu beobachten.

Es können allerdings ebenso gesundheitliche Probleme sein, die zum Leistungsabfall führen. Aus diesem Grund ist eine gesundheitliche Kontrolle zu diesem Zeitpunkt sehr zu empfehlen. Häufig werden aufkeimende Infektionen als Folge einer langen und kräftezehrenden Saison festgestellt, so dass Behandlungen eingeleitet werden, die noch einmal die Form für die letzten Flüge bringen. Trichomonaden und Kokzidien spielen meist nicht die große Rolle, da sie nach Bedarf (bei Trichomonaden regelmäßig) behandelt wurden.

Typische Schleimhautinfektionen, die vieler Orten im Frühjahr Probleme bereiten, tauchen jetzt wieder auf und führen bei schwierigen und heißen Flugverläufen zu Leistungseinbrüchen. Eine antibiotische Behandlung erhält die Verfassung und führt zu einem erfolgreichen Abschluss.

Der Beginn der Herbstreise rückt näher und der Vorbereitung der Jungtauben sollte die vermehrte Aufmerksamkeit gelten. Gerade bei Jungtieren ist die gesundheitliche Kontrolle von großer Wichtigkeit. Die jährlich wiederkehrenden hohen Verluste sind neben unverantwortlichen Trainingsauflässen in den meisten Fällen auf eine mangelnde Fitness zurückzuführen. Die gesundheitlichen Probleme müssen nicht immer in Ausbrüchen der Jungtaubenkrankheit münden. Viel gefährlicher sind unterschwellig vorhandene Krankheitserreger, die nicht erkannt werden und offensichtlich zu einer Orientierungslosigkeit führen.

Jeder kennt Sportfreunde oder weiß aus eigener, leidvoller Erfahrung über große Zahlen ausgebliebener Jungtauben – selbst aus kürzesten Entfernungen.

Der Schlüssel zur Gesundheit liegt im Darm der Jungtiere. Hier spielen sich die entscheidenden Prozesse ab, die aus einer Mischinfektion aus Hexamiten, Coli-Keimen und dem Circovirus als Wegbereiter hervorgehen. In vielen Fällen kommen typische Erreger wie Trichomonaden, Kokzidien, Würmer, Chlamydien oder Salmonellen hinzu.

Vor dem Einstieg ins Training oder dem Beginn der Vorflüge, ist eine eingehende Untersuchung vorzunehmen und eine Behandlung – je nach Diagnose – einzuleiten. Weiterhin muss die Fitness der Jungtauben deutlich erkennbar sein: Der Kot sollte einwandfrei sein, die Jungtauben müssen gut, lange und mit Tempo fliegen und wegziehen. Das tägliche freiwillige Training sollte in jedem Fall eine Stunde betragen und der Appetit stets hervorragend sein.

Eine Behandlung beinhaltet den Einsatz von “Ronidazol” zur Bekämpfung der Hexamiten. Hinzu kommt je nach Resistenzlage der Coli-Keime, falls sie in behandlungswürdiger Menge gefunden werden, ein Antibiotikum.

Beim Einsatz von “Ronidazol” ist die Dosis von entscheidender Wichtigkeit. Wir dosieren heute 4 g/Liter Trinkwasser des 10 %-igen Pulvers. Sonst besteht die Gefahr, die Hexamiten nicht ausreichend abgetötet zu haben.

Die Versorgung zum Zeitpunkt der Vorflüge und während des Trainings sollte – neben der ausreichenden Wirkstoffversorgung – speziell auf die Gesundheit im Darm abgestimmt sein. Der Einsatz von “Vior” und Jod gehört ebenso dazu, wie die Gabe von Oreganumpräparaten und das für die Darmgesundheit hervorragend geeignete “Protector 4”, das Colostrum höchster Qualität sowie Eipulver enthält. Mit dem Präparat “Adenosan” haben wir zur Therapieunterstützung im Laufe einer Behandlung und im vorbeugenden Einsatz zu Wochenbeginn in der Reise hervorragende Erfahrungen gemacht.

Sind die Tauben vor der Saison aufgrund einer bestimmten Diagnose behandelt worden oder haben u. U. den Ausbruch der Jungtaubenkrankheit mit einer anschließenden Behandlung hinter sich, garantiert dies dem Züchter nicht, von Rückfällen verschont zu bleiben. Zumindest der regelmäßige Einsatz von “Ridzol” in der Saison scheint weiterhin notwendig zu sein.

René Becker, prakt. Tierarzt


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