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Home  Taubengesundheit  Infektionen behindern den Aufbau der Form 

Infektionen behindern den Aufbau der Form

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Der kalte Saisonbeginn Mitte April birgt stets eine Reihe von Gefahren, die sich zu Beginn der Preisflüge schnell negativ niederschlagen können. Die nasskalte Witterung mit großen Temperaturunterschieden und täglich wechselnden Wetterlagen führte in vielen Reisevereinigungen zu teilweise schwierigen Verläufen der Vorflüge. Die zügige, relativ geschlossene Heimkehr, wie es sich jeder Züchter im Rahmen der Trainingsflüge wünscht und was wichtig ist, um den Tieren für die anstehenden Aufgaben die nötige Sicherheit zu geben, fand häufig nicht statt. Entscheidend nach nicht wunschgemäß verlaufenden Flügen ist auf jeden Fall, dass man den Tauben durch mehrere kurze Trainingsflüge die nötige Sicherheit wiedergibt.

Weiterhin war sehr vielen Beständen noch deutlich anzumerken, dass die notwendige Wettflugform nicht vorhanden war. Dies ist vor allem auf die relativ niedrigen Temperaturen im April, vor allem in der Nacht, zurückzuführen. Es fehlte die notwendige Wärme zum richtigen Formaufbau – gerade auf ungünstig gelegenen Gartenschlägen. Eine Fußboden- oder Wärmewellenheizung bzw. Wärmelampe kann über ein Mehr an Trockenheit und einen geringen Temperaturanstieg zu einem Formanstieg führen.

Die erste medizinische Kontrolle der Reisetauben sollte aufgrund unserer Erfahrung nach der dritten Preistour erfolgen. Bei einem eher “holprigen Saisonstart” muss jedoch eine genaue Beobachtung der Tiere stattfinden. Ist man mit dem Verhalten auf dem Schlag und/oder speziell beim Training nicht zufrieden, erscheint dringend eine zeitlich frühere Kontrolle angezeigt. Schnell können sich Infektionen einschleichen, wenn die zuvor beschriebenen Bedingungen bei den Vorflügen oder ersten Preisflügen herrschen.

Zum einen kann es durch die Belastung und schlechten Wetterverhältnisse zu einer übermäßigen Vermehrung der schleimhauteigenen Keime kommen. Zum anderen strömen eine Vielzahl neuer Keime bei den ersten Aufenthalten im Kabinenexpress auf die Tauben ein. Nicht immer sind dies pathogene Erreger (Salmonellen, Chlamydien, Trichomonaden u. ä.), sondern in vielen Fällen die auf jeder Schleimhaut vorhandenen Erreger, die bei übermäßiger Vermehrung in der Lage sind, leistungsmindernde Infektionen hervorzurufen.

Die o. g. Bedingungen, gerade zu Saisonbeginn, begünstigen ein Auftreten entsprechender Infektionen. Somit ist es häufig bereits frühzeitig notwendig, eine antibiotische Behandlung durchzuführen. Diese sollte streng nach dem Resistenztest aus dem Frühjahr erfolgen und die Behandlungsdauer rd. drei Tage dauern. Je nach Schwere der Infektion ist eine Wiederholung in der folgenden Woche angesagt.

Der Grad der Infektion wird bei der Kontrolle beim Tierarzt festgestellt. Dazu reicht in der Regel ein einfacher Kropfabstrich für eine erste Diagnose aus, um daran anschließend eine Therapie einleiten zu können. Eine weiterführende bakteriologische Untersuchung schafft letztlich Klarheit über die tatsächliche Art der Infektion und ermöglicht (nach Resistenztest) eine exakte Therapie.

Die weitere medizinische Begleitung erfolgt auf der Grundlage des Behandlungsplanes Ihres Tierarztes. Bei aller Aufmerksamkeit für die Alttiere dürfen die Jungtauben nicht vergessen werden. Die Zucht sollte weitgehend abgeschlossen sein. Das Nachsetzen kleinerer Junge führt meist zu gesundheitlichen Komplikationen.

Führen Sie so schnell wie möglich alle nun notwendigen Impfungen durch. Die Kombinationsimpfung gegen Paramyxovirose und Pocken sollte in jedem Fall Standard sein, denn immer wieder treten punktuell Pockenausbrüche auf, die u. U. das Reisegeschehen negativ beeinflussen können.

Es gibt Stimmen, die die Kombinationsimpfung für einen Ausbruch der Jungtaubenkrankheit verantwortlich machen. In einigen Fällen kann dies nicht ausgeschlossen werden, da die Belastung für das Abwehrsystem der Jungtauben relativ groß ist und die Impfung generell eine gute Fitness erfordert. Hat man diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht, besteht die Möglichkeit, beide Impfungen getrennt durchzuführen.

Als positiver Aspekt hinsichtlich der Gesundheit der Jungtauben erweist sich die Impfung gegen Salmonellen mit dem Lebendimpfstoff “Zoosal-T”. Aber auch hier müssen die Tauben bei guter Gesundheit und entsprechend vorbereitet sein, sprich: Sie sollten frei von Trichomonaden und starken Kokzidienbefällen sein. U. U. ist eine antibiotische Vorbehandlung erforderlich. Dies hängt vom Impfstatus des Bestandes sowie von der Einschätzung und Diagnose des Tierarztes ab. Wurde der gesamte Bestand im Winter gegen Salmonellen geimpft, ist eine antibiotische Vorbehandlung nicht erforderlich.

Setzen die Jungtauben die Impfung um, da sie die nötige Fitness besaßen, gibt es meist einen insgesamt immunsteigernden Effekt, der sich positiv auf das Gesamterscheinungsbild auswirkt. Da Trichomonaden und Hexamiten als Wegbereiter der Jungtaubenkrankheit eine entscheidende Rolle spielen, empfehlen wir zu diesem Zeitpunkt – bevor die große Hitze einsetzt, alle Jungtauben abgesetzt sind und schon ordentlich fliegen! – die Tiere über sieben Tage mit “Ridzol” zu behandeln. Die empfohlene Dosis beträgt vier Gramm auf ein Liter Trinkwasser, um sicher die Hexamiten mit abzutöten.

Zur Vorsorge eines Ausbruches der Jungtaubenkrankheit haben sich einige Präparate in regelmäßiger Anwendung durchgesetzt, die zwar nicht in jedem Fall Besserung versprechen, gleichwohl mildere Verläufe zur Folge haben bzw. den Ausbruch verhindern. Wichtig ist, wie stets bei natürlichen Präparaten, die Kontinuität der Anwendung.

Wir empfehlen die regelmäßige Gabe von “Enterosan”, einem Oreganumpräparat sowie “Vior”, einem Präparat auf der Basis von organischen Säuren, angereichert mit Mineralien und Pflanzenextrakten. Weiterhin ist der Einsatz eines Jodpräparates von extremer Wichtigkeit. Wir verwenden in der Regel “Blitzform” oder “Formula Top”. Parallel wird über das Futter regelmäßig “Petogen Protector 4”, das Eipulver und Colostrum enthält, in Kombination mit der flüssigen Hefe “Petogen Turbocon”, die die notwendigen Vitamine liefert, verabreicht.

René Becker, prakt. Tierarzt


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