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Home  Taubengesundheit  Saisonstart trotz Vogelgrippe? 

Saisonstart trotz Vogelgrippe?

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die Vogelgrippe hat Deutschland erreicht. Auf der Insel Rügen wurden eine Vielzahl von toten Vögeln – speziell Schwänen – entdeckt und das für den Menschen gefährliche Influenzavirus (Typ: H5N1) nachgewiesen worden. Über die genauen Umstände des Auftretens kann noch niemand genaueres sagen. Ist das Virus eingeschleppt worden oder befanden sich infizierte Tiere schon lange auf deutschem Boden und bestimmte Einflüsse haben zum Ausbruch geführt? Dies sind Fragen, die die Wissenschaftler zu klären haben. Uns bleibt die Hoffnung, dass sich kein Wirtschaftsgeflügel infiziert und es zu keiner dramatischen Ausbreitung der Seuche kommt. Prognosen über die Konsequenzen für uns Züchter sind schwerlich möglich.

Nichts desto Trotz sollte jeder Züchter davon ausgehen, dass der Reisebetrieb – wenn u. U. auch mit gewisser Verspätung – aufgenommen wird. Dementsprechend muss die Vorbereitung auf die Saison mit der üblichen Konsequenz durchgeführt werden. Die ggfs. zu ergreifenden Maßnahmen, falls verspätet in die Saison gestartet wird, können rechtzeitig eingeleitet werden.

Seit jeher empfehlen wir, die sog. Generaluntersuchung für die Reise ca. Mitte März vorzunehmen. Eine erste Routinekontrolle (incl. Kotprobe) sollte bereits durchgeführt worden sein, damit große negative Überraschungen erspart bleiben. Bei der Vorstellung im März sollte gegen Trichomonaden behandelt worden sein. Diese Behandlung der Reisetauben ist nahezu die einzige obligatorische Maßnahme, die ohne vorherige Gesundheitskontrolle erfolgen kann.
Auch wenn es Züchter gibt, die ohne eine solche Behandlung auskommen, ist bei der Mehrzahl der Schläge die Trichomonadeninfektion eine der wesentlichen Wegbereiter für weitere Erkrankungen und ein erheblicher gesundheitsbeeinträchtigender Faktor.

Bei erwarteter unzureichender Wasseraufnahme ist eine Verabreichung über das Futter mit “Ridzol 10 %-ig” angebracht. Die Menge des zu verabreichenden Präparates ist groß genug, um sie gleichmäßig unter dem Futter zu verteilen. Auch “Chevicol” ist sehr gut zur Bekämpfung der Trichomonaden geeignet, sollte aber aufgrund der starken Konzentration lediglich über das Wasser verabreicht werden.

Immer wieder wird die Frage gestellt, wie viele Tauben zur Untersuchung mitgebracht werden sollen. Es erscheint wichtig, einen guten Querschnitt vorzustellen: Tauben, die augenscheinlich in guter Verfassung sind sowie Tiere, die im Moment nicht überzeugen können. Rd. zehn Prozent der Reisemannschaft reichen aus, um einen Überblick zu bekommen.

Eine Kotprobe sollte stets über mehrere Tage gesammelt werden, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, etwaig vorhandene Erreger tatsächlich zu finden. Neben der parasitologischen Untersuchung auf Kokzidienoocysten und Wurmeier wird eine bakteriologische Untersuchung auf den Erreger der Salmonellose, coliforme Keime sowie auf Chlamydien durchgeführt. Gerade letztere Untersuchung sollte in keinem Fall ausgelassen werden, da die Ornithose durch ihren Erreger die Chlamydien immer wieder zu leistungsbeeinträchtigenden Problemen führt.

Bei der Kontrolle der Tauben in der Praxis wird vorab eine Handbeurteilung mit eingehender äußerer Untersuchung und Beurteilung des momentanen Fitness-Zustandes vorgenommen. Dann erfolgt die Entnahme von Kropf- und Kloakenabstrichen. Die Untersuchung dieser Abstriche kann der Züchter via Bildschirm mitverfolgen. Es wird der Befall mit Trichomonaden und vorrangig der Zustand der Kropf- und Rachenschleimhaut beurteilt. Die in diesem Bereich ablaufenden Infektionen und bakteriellen Besiedlungen sind entscheidende Parameter für den Gesamtzustand mit Blick auf Leistungsfähigkeit und Formaufbau.

Bei den so gern betitelten Atemwegs- oder Luftwegsinfektionen dreht es sich meistens um Infektionen im Rachenbereich, die sich über den Kropf bis in den Darm fortsetzen. Im weiteren werden aus diesem Bereich Ausstriche auf bakteriologischen Nährböden vorgenommen. Nach einer bestimmten Bebrütungsdauer kann die Bakterienflora beurteilt und über notwendige Behandlungen entschieden werden.

Der parallel durchgeführte Resistenztest hilft bei der Auswahl des richtigen Medikamentes. Auf diesem Resistenztest kann – um bei Problemen während der Reise schnelle Abhilfe zu schaffen –, in der Saison zurückgegriffen werden, bis aktuelle bakteriologische Ergebnisse vorliegen. Denn häufig sind es genau diese schleimhauteigenen Keime, die unter Reisebelastung auf Grund ihrer übermäßigen Vermehrung für Leistungseinbrüche verantwortlich sind.

Als letzte Untersuchung führen wir eine endoskopische Untersuchung der Atemwege durch. Mit einem Endoskop wird der Rachenbereich und die Nasenhöhle ausgeleuchtet, um Ablagerungen und starke Schleimentwicklung zu beurteilen. Gerade der Untersuchung der Nase kommt eine besondere Bedeutung zu.

Nach Abschluss dieser Untersuchungen bitten wir die Züchter, weiterhin mit uns in Kontakt zu bleiben, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Dazu gibt es einen ausführlichen Versorgungsplan und je nach Diagnose die zur Behandlung notwendigen Medikamente. Nur wenn alle Organsysteme kontinuierlich mit den notwendigen Wirkstoffen versorgt werden, ist die Leistungsfähigkeit und die gute Abwehrlage gegen auftreffende Infektionen sichergestellt.

Weiterhin enthält unser Versorgungssystem Produkte, die neben der Unterstützung und Optimierung der Stoffwechselleistung eine natürliche Infektionsabwehr als Zielsetzung haben. Somit gibt es stets ein Ineinandergreifen zwischen der Gesundheitsprophylaxe und der Versorgung mit Wirkstoffen. Unser Interesse gilt – bedingt durch zahlreiche Besuche bei verschiedenen Spitzenzüchtern – auch und gerade der ausgewogenen Mineralstoff- und Spurenelementversorgung. Nach einer Testphase haben wir ein Moorkonzentrat sowie eine spezielle Mineralstoff- und Gritmischung in unser Programm aufgenommen. Beide Produkte erfüllen die Anforderungen, die an eine reichhaltige und den Leistungsanforderungen angepasste Versorgung zu stellen sind.

René Becker, prakt. Tierarzt


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