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Home  Taubengesundheit  Vorbereitung auf die Saison 

Vorbereitung auf die Saison

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Falls in diesen Wochen eine Medikamentengabe erforderlich ist, muss bei der Verabreichung einiges beachtet werden. Aufgrund der deutlich verringerten Wasseraufnahme kann es bei einer Medikation über das Trinkwasser zu einer Unterdosierung und somit zu einer Verfehlung der Wirkung kommen. Möchte man die Medikation über das Trinkwasser beibehalten bzw. macht es das Medikament erforderlich, muss in der Regel pro Liter Trinkwasser höher dosiert werden.

Die Trinkwassergabe ist bei Medikamenten in hoher Konzentration und dabei geringem Volumen nicht durch eine Gabe über das Futter zu ersetzen, da eine gleichmäßige Verteilung in der Futtermenge schwierig wird. Zu diesen Medikamenten gehören z. B. “Dicural”, “Baytril” aber auch das pulverförmige “Chevicol”. Geht man bei einer normalen Wasseraufnahme von einem Verbrauch von 1 Liter für rd. 20 Tauben aus, muss man im Winter die meist auf einen Liter bezogene Dosierung des Medikamentes auf die tatsächlich aufgenommene Wassermenge verabreichen. Folglich ist es ratsam, zunächst die tatsächlich aufgenommene Wassermenge zu ermitteln.

Einfacher und sicherer ist die Verabreichung über das Futter. Die Futteraufnahme ist gerade in der kalten Jahreszeit kein Problem. Die größte Schwierigkeit liegt in der gleichmäßigen Verteilung des Medikamentes in der Futtermenge. Voraussetzung dafür ist, dass zumindest ein entsprechend großes Volumen (4 bis 5 Gramm) des Medikamentes zur Verfügung steht. Man bindet das Medikament mit relativ neutralen Substanzen (Öl oder Lecithin) an das Futter.

Das Problem ist und bleibt aber die Verteilung des Medikamentes durch den Züchter. Hier legt jeder eine unterschiedliche Sorgfalt an den Tag. Leicht kann es bei nicht gleichmäßiger Verteilung zu einer zu hohen Aufnahme durch einzelne Tiere kommen, wohingegen andere Tauben zu wenig des Medikamentes erhalten. “Ridzol 10 %” kann im Zuge einer Trichomonadenkur relativ gut über das Futter verabreicht werden. Es bleibt allerdings das Risiko von Wechselwirkungen und Wirkungsverlusten bei der Gabe über das Futter, denn in der Regel sind die Medikamente für eine Verabreichung über das Wasser zugelassen und erprobt worden.

Trotz alledem sind die Erfahrungen bei einigen Präparaten nicht schlecht. Die beste und sicherste Art der Therapie ist selbstverständlich die Einzelbehandlung. Dies bleibt jedoch der Behandlung von Wurm- und Kokzidienbefällen vorbehalten, da es für diese Erkrankungen Medikamente in Tablettenform gibt, die auch bei einmaliger Gabe vollständig wirksam sind.

Die gesundheitliche Kontrolle des Bestandes sollte zeitig im neuen Jahr zumindest mit einer Kotprobe beginnen. Es ist mehr als ärgerlich, wenn in der “heißen Phase” der Saisonvorbereitung im März/April u. U. die Diagnose Wurmbefall lautet. Gerade in den Wintermonaten werden wir relativ häufig mit starken Wurmbefällen (speziell mit Ascariden) konfrontiert. Meistens sind es einzelne Tiere, die erkranken und dann die Diagnose für den Gesamtbestand freigeben. In dieser Zeit kann eine Bestandsbehandlung problemlos durchgeführt werden. Ein wirksames Medikament sind “Ascapilla-Kapseln” (Fa. Chevita).

Therapiebegleitend ist die Gabe eines Multivitamins extrem wichtig. Ein B-Komplex reicht nicht aus, da auf jeden Fall das wichtige Schleimhautschutzvitamin A enthalten sein muss.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die gründliche Desinfektion der Schläge, einschließlich aller Gerätschaften und eines möglichst großen Teils des Umfeldes (Dachrinnen, Rasen etc.). Die Erfahrung hat gelehrt, dass Schläge mit einem Spulwurmbefall meist wiederkehrende Probleme über Jahre haben, da die Würmer im Umfeld des Schlages nur schwer auszurotten sind. Sie sollten sich darauf einstellen, dass nach erstmaliger Diagnose zumindest die nächsten zwei bis drei Jahre im Winter nach einem ähnlichen Bekämpfungsschema verfahren werden muss.

Ergibt die Kotuntersuchung einen positiven Kokzidienbefund, hängt eine Behandlung stark von der Befallsstärke ab. Bei geringgradigen Befällen raten wir eher von einer Behandlung ab. Wir empfehlen dann die regelmäßige Gabe eines Oreganumpräparates (z. B. “Enterosan” flüssig). Die Inhaltsstoffe dieses Produktes sind in der Lage, Kokzidien einzudämmen. Wir empfehlen im Rahmen unserer Winterversorgung eine dreimalige Anwendung pro Woche.

Ergänzend empfehlen wir den regelmäßigen Einsatz von “Vior” – ein Präparat mit organischen Säuren, Eisen, Mineralien und verschiedenen Pflanzenextrakten. Neben der Eindämmung der Kokzidien sorgt jeder Züchter auf diese Weise für eine optimale Gesundheit im Darm der Taube. “Vior” fördert weiterhin den Stoffwechsel, sorgt für eine regelmäßige Daunenmauser und schuppenfreies Brustfleisch.

Werden mittel- bis hochgradige Kokzidienbefälle festgestellt, muss auch im Winter behandelt werden, insbesondere wenn die Paare bald züchten sollen. Im Rahmen einer Kotuntersuchung sollte ein Chlamydientest Pflicht sein. Fällt dieser positiv aus, ist in jedem Fall eine Behandlung angezeigt, stellen doch die Chlamydien eine der wichtigsten Atemwegserreger der Taube dar. Auch ohne große Symptomatik wie bei einer manifesten Ornithose kann die Bestandsgesundheit und damit die Leistungsfähigkeit im Sommer erheblich eingeschränkt sein.

Nicht selten ist keinerlei Symptomatik in Form von Tieren mit tränenden Augen oder nassen Nasen erkennbar. Trotzdem ist der Gesamtzustand des Bestandes und vor allem die Leistungsfähigkeit nicht zufriedenstellend. Führt man eine ausreichend lange und umfassende Behandlung mit anschließender Desinfektion durch, ändert sich meistens das Leistungsbild im folgenden Jahr rapide.

Auch für so eine Behandlung ist jetzt der richtige Zeitpunkt, da nun die notwendige Zeit zur Verfügung steht. Wichtig ist jedoch, dass speziell parasitäre Infektionen wie z. B. Trichomonadeninfektionen vor einer so langen antibiotischen Behandlung ausgeschlossen oder behandelt werden. Zum genauen Ablauf und der Wahl des Medikamentes setzen Sie sich mit Ihrem spezialisierten Tierarzt in Verbindung.

René Becker, prakt. Tierarzt


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