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Früh genug mit den Impfungen beginnen

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Auf den meisten Schlägen präsentieren sich die Tauben inzwischen wieder mit glattem Deckgefieder und das Werfen der letzten Schwingen ist die einzig noch zu bewältigende Mauseraufgabe. Gerade deren perfekte Ausbildung ist für das Leistungsvermögen im kommenden Jahr von enormer Wichtigkeit, stellen doch die Endschwingen den unentbehrlichen Teil des Handwerkzeuges jeder Taube dar.

Kein Züchter sollte nachlässig werden, sondern die Versorgung mit der gleichen Sorgfalt wie in den Wochen der Deckenmauser vornehmen. Kontrollieren Sie regelmäßig den Mauserverlauf. Wurden die Federn der ersten Ordnung alle einwandfrei gemausert? Wie steht es um die zweite Ordnung? Wurde dort eine ausreichende Anzahl an Federn gemausert? Wie sieht das kleine Deckgefieder auf dem Rücken aus? Ist es sauber und glatt ausgebildet oder sind kleine Wasserzeichen erkennbar?

Sollten Unregelmäßigkeiten erkennbar sein, und dies nicht nur bei einem Tier sondern gleich bei mehreren, ist es dringend erforderlich, den Gesundheitszustand kontrollieren zu lassen. Denn die Art und Weise, wie die Mauser durchlaufen wird und die Tiere anschließend in die Ruheperiode gehen, ist von entscheidender Wichtigkeit für die Erfolgsaussichten in der neuen Saison.

Leider ist es häufig zu spät, Unheil an der Ausbildung der noch zu mausernden Federn abzuwenden, wenn bereits in den gemauserten Federn Schäden aufgetreten sind. Wird jedoch bei einer Untersuchung eine Infektion als mögliche Ursache festgestellt, ist in jedem Fall eine Behandlung nach Absprache mit dem Tierarzt angezeigt.

Viele Züchter haben bereits mit der Planung für die neue Zuchtsaison begonnen. Die nahezu auf allen Schlägen übliche Winterzucht mit einem Anpaarungstermin Ende November/Anfang Dezember erfordert eine jetzt beginnende Vorbereitung im Hinblick auf die Impfungen.

Seit vielen Jahren sind wir Befürworter der Salmonellenimpfung. Diese sollte bei allen Überlegungen an erster Stelle stehen, denn die Salmonellenimpfung erfordert einen vierwöchigen Abstand zum geplanten Anpaarungstermin. Korrekt und mit den nötigen Abständen durchgeführt, können die häufig angeführten Bedenken der Züchterschaft vernachlässigt werden.

Falls Sie Ihre Tauben noch nie gegen Salmonellen geimpft haben, sollten Sie die Tiere zuvor eingehend untersuchen lassen, was im übrigen vor jeder Impfung anzuraten ist. Parasitäre Infektionen mit Trichomonaden, Kokzidien oder Würmer mindern den Impferfolg und führen zur schlechten Verträglichkeit (Appetitlosigkeit, schlechtes Allgemeinbefinden).

Wurde bei der Untersuchung kein krankhafter Befund erhoben, können die Tiere in der Regel problemlos geimpft werden. Da versteckte Salmonelleninfektionen in den Beständen in Form von sog. Dauerausscheidern häufig unentdeckt bleiben, empfehlen wir bei einer Erstimpfung eine antibiotische Vorbehandlung des Bestandes. Dazu verwenden wir z. B. “Baytril” oder “Dicural” in der Dosierung von 2 ml/l Trinkwasser.

Wurden zuvor Trichomonaden festgestellt, kann das Antibiotikum mit einem Trichomonadenmittel (z. B. “Ridzol”) kombiniert werden. Die Antibiose sollte über 10 Tage erfolgen, “Ridzol” hingegen kann nach sechs Tagen wieder abgesetzt werden. Zur Minderung der Arzneimittelnebenwirkungen kann “Alvimun-T” hinzu gegeben werden. Nach Ablauf der Behandlung sollte eine gründliche Desinfektion der Schläge erfolgen.

In den folgenden Tagen muss sich ein Wiederaufbau der Darmflora durch den Einsatz von Milchsäurebakterien und B-Vitaminen anschließen. Dazu verwenden wir “Liviferm” oder “Petogen Turbocon” in Verbindung mit “Compakt Eins”. Nach mindestens fünf vollen Tagen Pause im Anschluss an die Behandlung können die Tiere mit dem von uns in den meisten Fällen verwendeten Lebendimpfstoff geimpft werden. Dieser Impfstoff (“Zoosal-T”) gewährleistet einen Impfschutz über 9 bis 12 Monate.

Die Anpaarung der Tauben sollte frühestens vier Wochen nach der Salmonellenimpfung erfolgen. Alternativ zum Lebendimpfstoff steht ein Totimpfstoff (“Colombovac Paratyphus”) zur Verfügung. Dieser muss jedoch zweimal im Abstand von jeweils rd. zwei Wochen verimpft werden und bietet einen Impfschutz von sechs Monaten. Eine Wiederholungsimpfung ist bei den Reisetauben vor der Saison geboten.

Beim Lebendimpfstoff hört man gelegentlich die Empfehlung, diesen kurz vor der Reise erneut zu verimpfen, um einen sicheren Salmonellenschutz zu haben und einen allgemein immunitätssteigernden Effekt zu erzielen, der sich in der Vitalität und Fitness im Hinblick auf die bevorstehende Reisesaison bemerkbar machen soll.

Die von uns empfohlene Antibiose vor der erstmaligen Salmonellenimpfung kann ohne Bedenken in die Zeit des Werfens der letzten Schwingen fallen. Beim Einsatz des richtigen Medikamentes und der entsprechenden Begleitung sind keine Federschäden zu befürchten, zumal die verwendeten Medikamente ohnehin nicht mauserschädigend (wie z. B. Sulfonamide oder Wurmpräparate) sind.

Zwei Wochen nach der Salmonellenimpfung sollte die Paramyxoviroseimpfung durchgeführt werden, bestenfalls gemeinsam mit der Pockenimpfung. Die Pockenimpfung können Sie auch getrennt, aber durchaus am gleichen Tag mit der Follikelmethode (Pinselimpfstoff) durchführen. Da wir gerade in diesem Jahr mehrere Pockenausbrüche hatten, ist diese Impfung dringend anzuraten. Die von uns seit einiger Zeit durchgeführte Kombination der Paramyxovirose- mit der Salmonellenimpfung ist durchaus erfolgreich und es gibt viele Züchter, die den nur einmaligen Impftermin nutzen. Allerdings gibt es auch Bestände, bei denen Teile der Tiere keine gute Verträglichkeit der Kombinationsimpfung Paramyxovirose und Salmonellen (u.U. noch Pocken) aufwiesen.

Auf die Reiseleistung im nächsten Jahr scheint die Art der Impfung keine Auswirkungen zu haben, obwohl es einige Züchter immer wieder gern darauf schieben. Falls Sie Bedenken und ausreichend Zeit haben, impfen Sie beide Sachen getrennt. Zwei Wochen nach erfolgter Paramyxoviroseimpfung können sie die Tiere anpaaren, aber auch hier gilt: Je länger gewartet wird, um so besser. Vier Wochen sind der ideale Zeitpunkt.

René Becker, prakt. Tierarzt


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