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Augenmerk liegt auf Top-Gesundheit

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Die Hälfte der zu absolvierenden Wettflüge ist vorüber und die Saison tritt nun in ihre entscheidende Phase. Der Grundstein für ein erfolgreiches Reisejahr muss trotz möglicher Steigerungen auf den weiten Flügen schon jetzt gelegt sein. Dieses Vorhaben war in diesem Jahr – auch für viele Spitzenschläge – nicht immer einfach. Extrem kaltes und unbeständiges Wetter im Mai führten zu Flugabsagen und nicht immer problemlos verlaufenden Flügen. Wetterbedingt hatten nicht wenige Züchter Probleme mit dem Formaufbau; gerade auf Gartenschlägen machte sich die kalte und feuchte Witterung negativ bemerkbar.

Auch die Gefahr von Infektionen im Bereich der Schleimhäute und oberen Atemweg war zu dieser Zeit extrem groß. Flogen sich die Tauben – beeinflusst von den steigenden Temperaturen – sonst merklich in eine Wettflugform und wurden so etwaig aufkommende Schleimhautinfektionen in Schach gehalten, hatten viele Sportfreunde zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Dennoch gelang es zum Saisonauftakt 2005 den meisten erfolgreichen Schlägen, von Beginn an positive Akzente zu setzen. Bei ihnen wurde die sorgfältige Vorbereitung auf die Saison erkennbar, und dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den unkalkulierbaren Witterungsbedingungen. Ihre Schläge sind in der Regel entsprechend ausgestattet, um auf die widrigen Verhältnisse reagieren zu können.

Trotz alledem wird sich in mancher Reisevereinigung das Bild an der Spitze der Meisterschaftslisten mit Beginn der Regionalflüge ändern. Gerade die Halbzeit in der laufenden Saison und der Start der Gemeinschaftsflüge stellt einen “Knackpunkt” für viele Sportfreunde dar. Dann kommt es zu starken Leistungsschwankungen oder gar zu den gefürchteten Einbrüchen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein.

In erster Linie sind gesundheitliche Aspekte zu beachten. Nach starken Belastungen, verbunden mit dem großem Infektionsrisiko in Kabinenexpressen, kommt es häufig zu leistungsdepressiven Infektionen. Die ganze Palette der infektiösen Erkrankungen bei der Taube ist dabei vertreten. Im Rahmen von Untersuchungen findet man sowohl Trichomonaden, Kokzidien als auch Chlamydien und Salmonellen.

Im Vordergrund stehen die Erkrankungen der oberen Atemwege, die sich meistens als Infektionen auf den Schleimhäuten des Rachens und Kropfes erweisen, und bei denen nicht selten der Darm ins Infektionsgeschehen mit einbezogen ist. Diesen Infektionen liegen in der Regel eine mangelhafte Vorbereitung auf die Saison, schlechte Witterungsbedingungen, ungünstige Schlagverhältnisse und unzureichende Versorgung zu Grunde.

All diese negativen Einflüsse sorgen dafür, dass sich die meist schleimhauteigenen Bakterien derart vermehren, dass sie in der Lage sind, den Taubenkörper stark zu belasten, einen Formaufbau zu verhindern oder aber für ein Abfallen der Form in der Saison verantwortlich sind.
Ist der Einsatz eines Antibiotikums erforderlich, muss dies je nach Grad und Art der Infektion im Einzelfall mehrere Wochen hintereinander verabreicht werden. Die zur Verfügung stehenden Behandlungsintervalle von nur wenigen Tagen zwischen zwei Flügen sind zu kurz. Bei einmaliger Anwendung eines Präparates ist meist nur ein Teilerfolg beschert.

Versorgungsengpässe sind ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt. Während der Saison ist es wichtig, eine gleich bleibend gute Versorgung mit allen notwendigen Wirkstoffen sicherzustellen. Für das reibungslose Funktionieren aller Organsysteme, die nicht nur für Ausdauer oder gute Muskelarbeit verantwortlich sind, sondern auch die Infektionsabwehr zu verantworten haben, ist eine leistungsbezogene Versorgung unentbehrlich. Nur mit Futter, Wasser, Grit und Traubenzucker kann man das Leistungsniveau der Konkurrenz nicht mehr halten. Da es auf diesem Gebiet häufig Defizite gibt, ist eine fehlerhafte Versorgung letztlich für Leistungseinbrüche, Formabfall und aufkommende Infektionen mit verantwortlich.

Die fehlende Motivation, das Paarungsverhalten der Witwertäubinnen wie der reisenden Weibchen und die nicht vorhandene Form sind schwer greifbare Parameter, deren Beeinflussung nicht einfach ist. Gerade die sog. “Form” ist jener schwer erklärbare Zustand, für dessen Aufkommen jeder Züchter durch seine Betreuung nur die Basis legen kann und dessen Konservierung über einen langen Zeitraum angestrebt wird. Sowohl die Form als die Gesundheit werden von den Schlagverhältnissen beeinflusst.

Waren es im Frühjahr und zu Beginn des Reisejahres Feuchtigkeit und Kälte, die Probleme bereiteten, ist es nun die aufkommende Wärme, die gerade Dachbodenschläge oder ungünstig ausgerichtete Schläge auf Garagen etc. zu warm werden lässt und somit zu einem Abfallen der Form führt. Hier ist der Züchter gefragt, durch geeignete Maßnahmen (Abdunkeln, Einsatz von Blumenspritzen etc.) das Schlagklima möglichst optimal zu halten.

Gerade bei Wettflügen ab 400 km empfiehlt sich die Gabe von “Catosal” in einer Dosis von (mind.) 5 ml sowohl am Tag der Rückkehr als auch an den letzten beiden Tagen vor dem Einsetzen. Bei “Catosal” handelt es sich um ein Stoffwechselroborans, das nach großen Anstrengungen die Energiebereitstellung in jeder Körperzelle zu verbessern hilft.

Zur Erleichterung und Verbesserung der Muskelarbeit empfehlen wir den Einsatz eines Carnitin-Präparates; vor allem, wenn sich die Flugzeiten extrem verlängern und eine Übersäuerung der Muskulatur mit anschließendem Muskelkater drohen. Carnitin ist in der Lage, dies zumindest teilweise zu verhindern. Voraussetzung für den Einsatz von Carnitin ist aber die Zufütterung von ausreichend Fett. Neben den fütterungstechnischen Aspekten wie der Zusatz von geschälten Sonnenblumenkernen etc. empfehlen wir den Einsatz eines Lecithin-Präparates, welches neben Lecithin einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren aufweist. Diese Kombination in Verbindung mit B-Vitaminen macht es wertvoll für den Muskel-, Nerven- und Gehirnstoffwechsel. Als entscheidende Reserve für die weiten Flüge haben sich bei uns schon seit einigen Jahren die Roborans-Kapseln bewährt. Die Inhaltstoffe sorgen für einen besonderen Energieschub. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz die Präparate ist jedoch stets die optimale Gesundheit Ihrer Tauben.

René Becker, prakt. Tierarzt


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