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Kontinuierlicher Aufbau der Form

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Größte Aufmerksamkeit ist jetzt einem erfolgreichen Start in die neue Saison zu widmen. Die Startphase und deren unmittelbare Vorbereitung entscheidet in der Regel über den (erfolgreichen!) Verlauf der gesamten Saison. Alle wesentlichen Untersuchungen und die sich häufig anschließenden Behandlungen sollten nun abgeschlossen sein.

Ist dies tatsächlich der Fall, kann man spätestens Anfang April mit dem gezielten Training beginnen. Ein früherer Beginn war infolge der lang anhaltenden, sehr kalten Witterung in vielen Regionen unseres Landes nicht möglich.

Bei den ersten Trainingsflügen sollte man vorsichtig agieren und keine Risiken mit Blick auf die herrschende Witterung eingehen. Kurze und kalte Nieselschauer können die aufgebaute Verfassung der Tauben schnell wieder zerstören. Über die Art des Trainings gibt es unterschiedliche Auffassungen, doch ein Heranführen an die zukünftigen Aufgaben – beginnend mit sehr kurzen Entfernungen – ist mit Sicherheit eine zu empfehlende Methode.

Im weiteren Verlauf bieten sich kurze Trainingsflüge an, um das schnelle und gezielte Anfliegen des Heimatschlages und rechtzeitige Lösen aus dem Schwarm zu trainieren. Konditionsaufbau und Hinweise auf die Form der einzelnen Taube erzielt man jedoch eher bei weiteren Entfernungen von 50 bis 70 Kilometer. Diese Entfernung bevorzugen wir bei Trainingsflügen während der Saison.

Die weitere medizinische Vorsorge sieht vor, nach der ersten Vortour die Trichomonadenbehandlung zu wiederholen. Zu diesem Zweck empfehlen wir eine zweitägige Behandlung mit “Chevicol” über das Trinkwasser oder im Rahmen einer Einzelbehandlung mit Kapseln über zwei Tage. Wurden im Rahmen der Frühjahrsuntersuchung Kokzidien diagnostiziert, empfehlen wir bei geringgradigen Befällen eine Behandlung mit “Appertex” im Anschluss an die zweite Vortour. Von medizinischer Seite her sind die Tauben nun soweit vorbereitet, um die Preisflüge erfolgreich zu bewältigen.

Entsprechend frühzeitig sollte jeder Züchter in das von ihm gewählte Versorgungsprogramm einsteigen. Ist die Zucht früh im Jahr abgeschlossen oder wurde die trockene Witwerschaft praktiziert, empfiehlt sich eine Woche vor Beginn der Vorflüge mit der halben Produktdosierung einzusteigen. Nach der letzten Vortour wird die Dosis auf das volle Volumen erhöht. Parallel zum Einstieg in das Versorgungsprogramm sollte die Gewöhnung an die Reise-Futtermischungen erfolgen. Hält man sich weitgehend an die zuvor beschriebene Vorgehensweise, sind die Voraussetzungen für einen Formaufbau gegeben.

Die elementaren Grundvoraussetzungen wie Qualität der Taube, Funktionieren des Schlages und Umgang mit den Tieren entscheiden jetzt darüber, ob und wie lange die vorbereitenden Maßnahmen in Erfolge umgesetzt werden können. Unser Bestreben ist es, nach einer entsprechenden Vorbereitung die Saison möglichst ausschließlich mit der Kontrolle von Trichomonaden in Form von regelmäßigen Behandlungen und dem Einsatz natürlicher Präparate zu überstehen. Stimmen die o. g. Voraussetzungen, ist dies durchaus möglich, wie viele positive Beispiele zeigen.

Die gefürchteten Schleimhautinfektionen im Rachen, Kropf und Darm, die den Großteil der von den Züchtern oft vermuteten Atemwegsinfektionen darstellen, lassen sich vielfach mit natürlichen Präparaten und Trichomonadenmitteln beherrschen, ohne regelmäßig auf Antibiotika zurück greifen zu müssen.

Zur Trichomonadenbekämpfung setzen wir in der Saison “Chevicol” über zwei Tage zu Wochenbeginn oder “Metro-Lösung” in Form einer sog. Kropfspülung ein. Neben der Wirkung auf Trichomonaden haben die Wirkstoffe zudem eine leichte Wirkung auf die an den typischen Schleimhautinfektionen während der Reise beteiligten Keimen.

Zur weiteren Keimreduzierung bzw. Unterdrückung setzen wir ein Präparat aus verschiedenen organischen Säuren ein. Seit langer Zeit arbeiten wir erfolgreich mit dem Präparat “Bronchofloran”, das atemwegswirksame und schleimlösende Kräuterauszüge enthält. Oreganumhaltige Präparate wie “Enterosan” oder “Enterosan flüssig” helfen weiterhin, die Keime auf den Schleimhäuten des Verdauungstraktes, beginnend in der Schnabel-/Rachenhöhle, zu begrenzen.

Nichts desto trotz sieht die Realität auf vielen Schlägen anders aus. Dabei ist zu bedenken, dass die ersten Wochen in der Saison die sensibelsten für die Tauben sind. Das Wetter ist häufig unbeständig und teilweise noch sehr kalt. Die Taubenzahlen sind groß und dementsprechend hoch ist die Zahl der nicht einhunderprozentig gesunden Tiere, was sich unschwer an den Ergebnissen in der Preisliste ablesen lässt.

Die Infektionsgefahr ist ebenfalls sehr groß, zumal wenn unregelmäßige Flugverläufe hinzukommen, die durch die erhöhte Belastung die Keimvermehrung auf den Schleimhäuten der Tauben forcieren. Der behandlungswürdige Krankheitsfall kann dann auf jedem Schlag auftreten.

Zum anderen gibt es viele Züchter, bei denen Taubenqualität, Funktionalität des Schlages, Versorgung und der Umgang mit den Tieren große Defizite aufweist. Sie bekommen häufig nach einigen Wochen in der Saison Probleme aufgrund der Entwicklung von Schleimhautinfektionen. Um den Reisebetrieb einigermaßen erfolgreich aufrecht zu erhalten, muss in diesem Fall ein Antibiotikum eingesetzt werden. Geschieht dies unter den Maßregeln einer tierärztlichen Untersuchung, auf der Grundlage eines tierärztlichen Rates und in Anlehnung an den Resistenztest aus der Frühjahrsuntersuchung, ist diese Vorgehensweise keinesfalls verwerflich.

In der Realität sieht es hingegen leider oftmals so aus, dass viele Züchter unkontrolliert Antibiotika einsetzen, die meistens noch nicht einmal Rückschlüsse auf Herkunft und Zusammensetzung erlauben. Aufgrund der o. g. Zusammenhänge ist die wünschenswerteste Variante die regelmäßige Kontrolle durch den spezialisierten Tierarzt, die wir nach der Frühjahrsuntersuchung erstmalig nach drei Preisflügen (oder bei direkt auftretenden Problemen) empfehlen.

René Becker, prakt. Tierarzt


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