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Rechtzeitig die Tauben impfen!

Tierarzt René Becker über die medizinische Vorsorge

Tierarzt René Becker
Tierarzt René Becker

Mit Beginn des Monats November rückt der Zeitpunkt näher, um sich über die Impfplanungen für die neue Saison 2005 Gedanken zu machen. Immer häufiger wird dem Vorbild unserer westlichen Nachbarn gefolgt, und die Anpaarung erfolgt Ende November/Mitte Dezember. Einerseits müssen nun die für die Zucht vorgesehenen Tauben für die Anpaarung und Eiablage vorbereitet werden, andererseits die erforderlichen Impfungen rechtzeitig vorher abgeschlossen sein, um einen reibungslosen Verlauf der Winterzucht zu garantieren.

Generell spricht vieles für den erhöhten Arbeitsaufwand einer Winterzucht. Entscheidender Vorteil ist mit Sicherheit, angesichts der steigenden Temperaturen im Frühsommer, die auch der Jungtaubenkrankheit wieder Tor und Tür öffnen, Tauben zu besitzen, die mehrere Monate alt sind und nicht so schnell erkranken wie ihre jüngeren Artgenossen.

Die früh gezogenen Jungtauben mausern zeitig das gesamte Deckgefieder, stoppen aber später in der Mauser der Schwungfedern, so dass jeder Züchter mit gut befiederten und konkurrenzfähigen Tieren an den Start gehen kann.

Weiterhin hat man früh im Jahr die erforderliche Zahl an Jungtauben gezüchtet, kann sich stärker auf die Altreise konzentrieren und wird nicht mit den Problemen der kleineren, später nachgesetzten Jungen konfrontiert. Bekannterweise ist diese Gruppe häufig diejenige, die zuerst Krankheitsanzeichen erkennen lässt.

Wer im November/Dezember seine Tiere anpaart, sollte unverzüglich mit der Vorbereitung beginnen. Dazu gehört die Umstellung auf eine reichhaltige Fütterung, die infolge der praktizierten Mauserfütterung kaum erforderlich ist. Die Tiere befinden sich jetzt in einem hervorragenden Zustand. Trotzdem sollte die Versorgung mit verschiedenen Wirkstoffen forciert werden.

Dazu gehört in erster Linie eine entsprechende Mineralstoffversorgung (z. B. C-Phos). Das richtige Calcium/Phosphor-Verhältnis trägt zur besseren Mobilisation des Calciums im Taubenkörper und somit zur Bildung der Eischale bei. Die Vitaminversorgung mit den fettlöslichen Vitaminen A, D 3 und E muß während dieser Zeit verbessert werden.

Vitamin A ist zur Bildung einer guten Eiqualität unverzichtbar, zudem ist es als sog. Schleimhautschutzvitamin für eine reibungslose Eibildung im Legedarm mitverantwortlich. Vitamin E gilt als Fruchtbarkeitsvitamin und sorgt für hohe Befruchtungsraten; Vitamin D 3 sorgt wiederum für eine gute Resorption von Calcium im Darm und garantiert eine gute Eischalenqualität. Gerade in den Wintermonaten ist die Versorgung mit Vitamin D 3 wichtig, da die körpereigene Produktion abhängig von natürlichem Licht ist, dessen Einwirkzeit in dieser Jahreszeit deutlich geringer ist. Der höhere Bedarf an Aminosäuren, B- Vitaminen und Spurenelementen wird durch Verabreichung eines weiteren Präparates gedeckt.

Vorraussetzung für einen reibungslosen Ablauf des Legens ist die Verlängerung des Tages durch künstliche Beleuchtung. Den Einfluß der durch verlängertes Tageslicht stimulierten Hormonproduktion kann keine noch so intensive Vorbereitung mittels verschiedener Präparate wettmachen. Eine Verlängerung des Tages auf rd. 12 Stunden hat sich als optimal erwiesen. Am besten beginnt man den Tag durch Einschalten einer Lichtquelle früher und lässt ihn abends mit der normalen Dämmerung ausklingen.

Zum Zeitpunkt der Anpaarung müssen die Impfungen abgeschlossen sein. Vor allem nach der Salmonellenimpfung sollten bis zum Anpaarungstermin mindestens vier Wochen vergangen sein, um Probleme mit der Befruchtung oder Entwicklung der Jungtiere im Ei zu umgehen. Immer noch ist die Anzahl der diagnostizierten Salmonellen-Fälle erschreckend hoch. Die Realität sieht vielfach so aus, dass vermutlich in jedem nicht kontinuierlich geimpften Bestand der ein oder andere Salmonellen-Dauerausscheider vorhanden ist.

Salmonellen-Infektionen müssen sich nicht unbedingt in einer manifesten Salmonellose zeigen. Viel häufiger sind die schleichend verlaufenden Infektionen, bei denen im Laufe des Jahres nur einige wenige Tiere betroffen sind, die aber die Gesundheit des Gesamtbestandes negativ beeinflussen. Schläge, die einen manifesten Ausbruch zu bewältigen hatten, haben keine andere Wahl, als den kompletten Bestand nach überstandener Kur impfen zu lassen, da eine Antibiose mit anschließender Desinfektion das Problem häufig nur verschiebt und ein Rückfall vorprogrammiert ist. Ursache dafür ist das Verbleiben der Dauerausscheider im Schlag. Diese sind selbst durch eine antibiotische Kur nicht zu heilen.

Die korrekte Durchführung einer Impfung setzt zunächst einen guten Gesundheitszustand der Tauben voraus. Im Zweifelsfall sollte im Vorfeld eine Trichomonadenbehandlung erfolgen, um den Tieren die Verarbeitung der Impfung zu erleichtern. Eine forcierte Wirkstoffversorgung mit B-Vitaminen und abwehrsteigernden Präparaten unterstützt die Vorbereitung.

Falls Verdachtsmomente einer Infektion von Seiten des Vorberichtes herrschen, sollte stets eine antibiotische Vorbehandlung, vorzugsweise über zehn Tage mit “Enrofloxacin”, erfolgen. Nach dieser Antibiose muß eine Wartezeit von mindestens fünf Tagen bis zum Impftermin eingehalten werden und eine Desinfektion des Schlages erfolgen.

Es ist bei dem von uns vorrangig verwendetem Lebendimpfstoff nur eine einmalige Impfung erforderlich. Lediglich bei hohem Infektionsdruck auf Schlägen mit massiven Problemen ist eine sog. “Boosterimpfung” nach vier Wochen angezeigt. Haben Sie über Jahre Ihren Bestand gegen Salmonellen impfen lassen, ist eine erneute antibiotische Vorbehandlung nicht erforderlich. Bei einer notwendigen Vorbehandlung muß mit Rücksicht auf das Mauserstadium bis Mitte November mit dem Beginn der Behandlung gewartet werden. Dann kann diese jedoch selbst bei noch zu mausernden Endschwingen ohne Probleme erfolgen. Mit der notwendigen Wartezeit kommt man auf den frühest möglichen Anpaarungstermin Ende Dezember.

Die notwendige Paramyxovirose-Impfung ist nach den Erfahrungen der letzten zwei Jahre gut mit einer Salmonellen-Impfung kombinierbar. Wer diese Kombi-Impfung scheut, kann ein bis zwei Wochen Pause zwischen den Impfungen einlegen. Beginnen Sie jedoch stets mit der Salmonellen-Impfung. Auch für die Paramyxovirose-Impfung gilt: Je eher vor der Anpaarung, um so besser. Vergessen Sie nicht, die Tauben auf die Impfung vorzubereiten; dazu gehört vor allem eine der Witterung angepasste Fütterung, d. h. wenn es kalt ist, vor und nach der Impfung ruhig ein wenig
stärker füttern.

René Becker, prakt. Tierarzt


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