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Home  Magazin  Hartmut Will  Taubensport im Kohlenpott: Wie einst schon unsere Väter mit Tauben spielten! - Teil 2 

Taubensport im Kohlenpott: "Wie einst schon unsere Väter mit Tauben spielten!"

2. Teil: Die ersten Taubensportler im Vest Recklinghausen

1890: Im Ruhrgebiet sind die Großschachtanlagen mit mehreren Tausend Belegschaftsmitgliedern entstanden. Sie bestimmen fortan für viele Jahrzehnte das Bild des Ruhrgebiets. Die Zuwanderung von Arbeitskräften ins Revier verstärkt sich weiter. Es setzt eine weitere Zunahme der Zuwanderung aus den preussischen Ostprovinzen ins Ruhrgebiet ein. Aus diesen ländlichen Regionen strömen immer mehr arbeitssuchende Bergleute ins Ruhrgebiet, natürlich auch nach Recklinghausen. Allein auf den Zechen Recklinghausen, König Ludwig und General Blumenthal steigt die Zahl der Beschäftigten bis 1895 auf 5.196, die Gesamtbevölkerung auf 20644 Einwohner.

Mitten in diese Zeit fallen auch die ersten taubensportlichen Bemühungen im Vest Recklinghausen. Der erste Taubenverein im Vest Recklinghausen wird im Jahre 1890 gegründet. Er trägt den Namen "BZV Vest Recklinghausen 0467" und ist der älteste Brieftaubenverein im früheren sog. 2. Bezirk, dem 1994 immerhin noch zwölf Reisevereinigungen angehören.


Zeitungsartikel über den
ersten Taubenverein im
Vest Recklinghausen

Der erste Name des Verein lautet "Kriegspost", und zwar noch als eine Untergruppierung eines Geflügelzuchtvereins "Vest". Die Züchter des Verein orientieren sich stark an der schon 1894 gegründeten "Brieftaubenreisevereinigung Gelsenkirchen und Umgebung 1894 e.V.", da es in Recklinghausen und der Umgebung noch keine Reisevereinigung gibt.

Die vornehmste Aufgabe des Vereins und seiner Mitglieder ist die Förderung des Brieftaubensports mit Idealismus in Harmonie und Eintracht.

Um 1900 fordert das Kriegsministerium von den Züchtern die Straffung der Verein, den geschlossenen Fußring und Gummiringe.
Im Jahre 1901 sind von der Verbandsführung schriftlich mitgeteilte militärische Flugaufgaben durch den Verein verwirklicht worden.
1896 hat der Verein bereits 24 Mitglieder mit 447 Tauben.
1897 und 1898 werden je eine bronzene Staatsmedaille errungen.

Die Verleihung solcher Medaillen setzt seinerzeit eine Flugstrecke von über 300 km und die ordnungsgemäße Durchführung der Wettflüge voraus. Diese Angaben stammen aus alten Vereinsprotokollen, das älteste ist aus Dezember 1918, und aus Unterlagen die das Archiv des Verbandes Deutscher Brieftaubenliebhaber zur Verfügung gestellt hat, die Vereinsmitglied Ernst Heuser in mühevoller Kleinarbeit zu einer Vereinschronik zusammengestellt hat.
Im Jahre 1897 wird der erste Brieftaubenverein im Recklinghäuser Ortsteil Süd gegründet.

Die Süder Bürger Beckmann, Dröghoff, Hohoff, Kania, Koop, Lage, Laukamp, Laznie, Lewandowski, Möller, Pieper, Ridder, Schäfer, Timpe und Wiethaus wechseln damals von der Kanarienzucht zur Reisetaube über, rufen den o.g. Verein ins Leben und geben ihm den Namen "Blitz".


Quelle über den
Taubensport im
Vest Recklinghausen

Die Preisflüge gehen in dieser Zeit, angepaßt an die damalige Bahnverbindung, von Haltern, Appelhülsen, Lengerich oder Lehmförde aus. Zu jener Zeit wird von den Südern die Nord-Süd Route bereist. Einige Jahre später schließen sie sich ebenfalls der Reisevereinigung Gelsenkirchen an. Die Zentrale des Recklinghäuser Brieftaubensports ist in dieser Zeit die Gastwirtschaft Wiethaus.

Nach wechselvoller Geschichte, immer wieder in der Entwicklung unterbrochen, insbesondere von den beiden Weltkriegen, erlebt der Taubensport in Recklinghausen mit Beginn der 1950er Jahre seine Blütezeit. Einen schönen Abschluss der Reisesaison erlebten die Züchter 1953. Am 25. Juni des Jahres schhließen die im 2. Bezirk des Verbandes zur Förderung der Brieftaubenzucht zusammengeschlossenen Reisevereinigungen des Kreises Recklinghausen nach acht RV- und drei Bezirksflügen mit dem über 740 km gehenden Nationalflug ab Wien das Flugjahr der Alttauben ab. Bei dem Flug werden 3000 Tauben gesetzt. Es geht um die goldenen Anstecknadeln des Verbandes. Die Reisevereinigungen des Kreises Recklinghausen setzen ihre Tauben im Einsatzlokal Silken ein. Donnerstag abends werden große Körbe in fünf Eisenbahnwaggons verladen und in Richtung Wien in Fahrt gesetzt. Überall stossen andere Waggons mit Tauben benachbarter Bezirk hinzu. Die Waggons sind 48 Stunden unterwegs, ehe sie Freitag abends am Auflassort eintreffen. Samstag morgens werden die Tauben, sollte es das Wetter zulassen, möglichst in aller Frühe aus den Körben gelassen, damit der Großteil der Tauben noch am Samstag daheim ist.


 

Schriftgemeinschaft P. + S.


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