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Hoffnungsträger im Ruhrgebiet

RVen engagieren sich in der Jugendförderung


Frühjahrsjugendversammlung in der RV Gelsenkirchen 1894:
Jugendgerechte Themenauswahl steht im Vordergrund.

Reist man durch unser Verbandsgebiet, hört man überall die gleichen Sorgenrufe. "Überalterung" ist das am häufigsten genannte Problem. Ein Blick auf die Altersstruktur unserer aktiven Züchter bestätigt diese Befürchtung. Die meisten Züchter haben ein Alter zwischen 55 und 65 Jahren erreicht. Endloses Lamentieren über den jetzigen Zustand und Unkenrufe über das baldige Ende unseres Sports sind eine Möglichkeit damit umzugehen. In einigen RVen hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, aktiv gegen diesen Trend vorzugehen. So bemühen sich die RVen Herne und Gelsenkirchen 1894 schon seit Jahren um den Aufbau einer jeweils eigenen, funktionierenden Jugendgruppe. Über die Entwicklung der Herner Jugendgruppe ist bereits ausgiebig in der Dezember-Ausgabe 1998 unserer Zeitschrift berichtet worden.

Die Verantwortlichen in Gelsenkirchen sind einen etwas anderen Weg gegangen. Dieser Weg ist bei entsprechendem Engagement auch von anderen RVen zu bewerkstelligen. Heute hat die Jugendgruppe der RV Gelsenkirchen 1894 rund 40 Mitglieder. Acht alleinreisende Jugendliche sowie rund 20 Jugendliche, die als Juniorpartner mit ihrem Vater, Opa oder Onkel zusammen reisen, bilden das Rückgrat dieser Gruppe. Dazu kommt noch ein Dutzend Jugendlicher, die in Kommissionen mitarbeiten oder als Passive gemeldet sind. Geleitet wird diese Truppe von den Jugendobleuten Christa Gabriel und Hans-Werner Jansen, die sich voll auf diese Arbeit konzentrieren können, da sie keine weiteren Arbeitsfelder in der RV betreuen. Dies ist sicherlich ein Grundstein des Erfolges: Jugendförderung wird nicht nebenbei betrieben, sondern die Verantwortlichen setzen ihre ganze Kraft und Leidenschaft zum Aufbau und Weiterbestehen der Jugendgruppe ein.

Meisterschaften und Siegerehrungen


Jungzüchter Ermin Basic-Jansen:
Mitarbeit in den Kommissionen macht
Spaß und bessert das Taschengeld auf.

Obwohl es Jugendliche gibt, die sich auch gegen Senioren behaupten können - so erreichten die Gebrüder Kühn gegen eine Konkurrenz von 175 Schlägen in der RV-Jungtiermeisterschaft einen herausragenden neunten Platz -, ist eine reine Jugendmeisterschaft Pflicht für eine erfolgreiche Jugendarbeit. Damit ist es aber noch nicht getan. Da die Leistungsunterschiede häufig sehr groß sind, gibt es eine Jugendmeisterschaft für alleinreisende Jugendliche und eine Jugendpokalmeisterschaft für alle Jugendlichen. Dies gilt sowohl für die Alttier- als auch die Jungtiersaison. Zudem gibt es eine Generalmeisterschaft. Um die Leistungen auch entsprechend zu würdigen, findet im Rahmen des 1. Bezirks eine eigene Jugendsiegerehrung statt. Kind- und jugendgerechte Auszeichnungen, entsprechende Sachpreise, aber auch ein Progammablauf mit Show-darbietungen von Mitgliedern der Jugendgruppe, Quiz- und Spieleinlagen sowie Musik aus den heutigen Charts versprechen ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten.

Ausstellungen und Versammlungen


Zufriedene Gebrüder René und Philip Kühn:
Der Umgang mit Küken, Piepern und Jungtauben
reizt Jugendliche besonders.

Die Beschäftigung mit dem Tier, aber auch der Austausch mit Gleichaltrigen steht für viele Jugendliche im Vordergrund ihres taubensportlichen Interesses. Um auch in der ruhigen Jahreszeit einen Kontakt untereinander zu ermöglichen, wird jedes Jahr im Dezember eine große Jugendausstellung organisiert. Jeder Jugendliche kann vier gereiste Tauben ausstellen. Die Tauben werden selbstverständlich gerichtet und mit Sachpreisen wie Walkman, Inline-Skates, Dartspiel etc. ausgezeichnet. Um solche Ereignisse zu organisieren, finden regelmäßig Jugendversammlungen statt. Hier werden Ideen geboren, diskutiert und anschließend die Arbeit verteilt. Die Jugendobleute haben hierbei die schwierige Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen einen gewissen Rahmen vorzugeben, ihnen aber trotzdem genügend Freiraum für eigene Vorstellungen zu gewähren.

Jugendflüge

Ein bundesweit wohl erstmalig vorgesehenes Projekt ist die Durchführung von zwei Jugendflügen. Alle Jugendlichen, auch in Gemeinschaft mit Erwachsenen, können sich daran beteiligen. Ausgeschrieben sind diese Flüge für alle Jungzüchter des Ruhrgebiets und Umgebung. Es wird eine eigene Liste erstellt, die mit vielen attraktiven Sachpreisen gespickt ist. Die Flüge finden am 25. April 1999 (ca. 180 km) für Alttiere und am 25. Juli 1999 (ca. 110 km) für Jungtiere statt.

Zusätzliche Aktivitäten

Neben dem oben beschriebenen Standardprogramm finden im Laufe eines Jahres viele weitere Veranstaltungen statt. Die Ideen hierzu stammen oft von den Jugendlichen selbst. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ausflüge (z. B. Taubenmarkt in Lier/Belgien, Verbandsausstellung, diverse Meisterzüchter), eigene Präsentation auf Veranstaltungen der RV, Grillfeste beim Jugendobmann und vieles mehr binden die Jugendlichen an den Brieftaubensport. Von ausschlaggebender Bedeutung für den Bestand der Jugendgruppe ist das Zusammengehörigkeitsgefühl der Jugendlichen untereinander, hier ist der Pädagoge unter den Obleuten gefragt.

Fachliche Betreuung und Beratung


Jugendmeister René Kühn:
Die Schlagreinigung ist nervig,
aber unumgänglich!

Während die Jugendlichen in Schlaggemeinschaft mit einem Erwachsenen zwangsläufig eine Person in ihrem Umfeld haben, die sie anlernt, ihnen Tips gibt und schwierige Aufgaben (Taubenschlagbau, Finanzierung etc.) übernimmt, ist es für die alleinreisenden Jugendlichen viel schwieriger. Neben der Abgabe von Sachspenden (Nistteller, Futterrinnen, Leihuhren etc.) und gutem Taubenmaterial erfolgt eine fachliche Betreuung durch die Jugendobleute. In Gesprächen und bei Schlagbegehungen werden den Jugendlichen die Grundkenntnisse des Tauben-sports verständlich gemacht.

Einbindung in Kommissionen

Viele Jugendliche der RV Gelsenkirchen 1894 sind in den Kommissionen beschäftigt. Hier bietet sich ihnen die Möglichkeit, ihr Taschengeld aufzubessern. Zudem bekommen sie Woche für Woche Kontakt zu vielen Züchtern und merken, daß sie in der Reisevereinigung gebraucht werden und sich heimisch fühlen können. Gartenbewirtung, Gastwirtschaft sowie ausgiebige Spielmöglichkeiten für Kinder machen das Einsetzen der Tauben in Gelsenkirchen zu einem Erlebnis. Stimmt das Umfeld, kommt der Züchter nicht nur alleine zum Einsatzgeschäft, sondern bringt seine Ehefrau, seine Kinder oder Enkel gleich mit. So kann eine Stimmung entstehen, die Jugendliche dazu bringt, tiefer in unseren Sport einzutauchen.

Sieht man sich die Ergebnisse der RVen Gelsenkirchen 1894 und Herne an, sieht die Zukunft im Brieftaubensport schon etwas besser aus. Kritiker der Jugendförderung werfen immer wieder ein, daß sich der gesamte Aufwand nicht lohnt, da die allermeisten Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren den Taubensport wieder aufgeben.

Die RV Gelsenkirchen 1894 hat hier, langfristig gesehen, andere Erfahrungen gesammelt. Die erste Liebe, Schulabschluß und beruflicher Werdegang beenden tatsächlich meist die Begeisterung für den Taubensport. Rund 40 Prozent der ehemaligen Jungzüchter fangen zu einem späteren Zeitpunkt jedoch wieder mit dem Taubensport an. Es stimmt also doch: Wer einmal mit dem Bazillus "Brieftaubensport" infiziert ist, kommt so ohne weiteres nicht mehr davon los. Voraussetzung ist aber, er hat in jungen Jahren gute Erfahrungen gesammelt!

Michael Godau


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