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Japanreise 2004


Ing. Lutz Primes

Ein Bericht vom österreichischen Präsident Ing. Lutz Primes.

Im Juni wurden 12 junge Tauben zum FCI – GRAND PRIX nach Japan geschickt. Die Tauben stammten von Ing. Roman Rauner, Alois Wiefler und mir. Das Schicken der Tauben war nicht ganz problemlos und der Flug alleine kostete 611 Euros. Es wurde berichtet, dass 530 Tauben aus aller Welt an diesem Bewerb teilnahmen.

Unser Verband erhielt eine Einladung und ich entschloss mich, die Reise zu machen. Wer weiß schon, ob es aus den verschiedensten Gründen in Hinkunft möglich sein wird, nach Japan zu kommen. Zuerst erkundigte ich mich bei der AUA. Der Flug hätte 1.247 Euros gekostet. Das war mir zu teuer. Beim Durchsuchen des Internet kam ich zu den „British Airlines“. Hier sah die Sache schon besser aus, denn die Kosten nach Japan betrugen nur 675 Euros und diesen Preis wollte ich mir leisten. Der Flug war allerdings nicht direkt, denn er ging von Wien nach London und von dort weiter nach Tokio.

Die Reise trat ich am 17. November an. Die Flugzeit Wien London betrug 2 Stunden. Die von London nach Tokio 8 Stunden. Japan ist der Mitteleuropäischen Zeit um 8 Stunden voraus. Die Flugstrecke über Norwegen – Sibirien – China nach Japan ist ca. 11.000 km lang.

Am Donnerstag Vormittag kam ich in Tokio, Flughafen NARITA an und wurde von einem freundlichen Sportfreund abgeholt. Die Fahrt ging weiter nach Tsukuba, ca. 50 km nördlich von Tokio, wo alle Gäste im Hotel „OKURA“ untergebracht waren. Weitere Gäste waren Dr. Tereso, Portugal, Martha van Geel, NL, der Philippinische Präsident, eine Abordnung aus Thailand, ein Funktionär von Taiwan und drei deutsche Sportfreunde.

Die Orte Tsukuba und Yasato liegen in der Mitte von Japan. Es war dort herbstlich, die Blätter auf den Laubbäumen waren bereits verfärbt. Die Temperatur betrug um 16 Grad C. Gerade angenehm. Es wurde uns auch gesagt, dass die Zeit der Taifune bereits vorbei sei. Wegen der vielen Erdbeben, die Japan seit Jahren erschüttern, machen sich die Japaner kein Kopfzerbrechen. Sie nehmen die Gefahr stoisch zur Kenntnis. Die Landschaft ist grün. Es sind viele Reis- Felder, Obst- und Garten- Anlagen zu sehen. Die Häuser am Land sind typisch für Japan, wie man sie in japanischen in Filmensieht. Die Städte sind wie überall. Nur viele Reklamen, in japanisch und oft auch in englisch. Viel Verkehr. Die Großstadt Tokio mit 10 Millionen Einwohnern selbst ist schwer zu beschreiben, die Stadt muss man gesehen haben. Hochhäuser mit 60 Stockwerken und mehr. Dazwischen kleine japanische Objekte in altem Stil, die neben den Giganten wie Spielzeug aussehen. Durchfurcht wird die Stadt durch Autobahnen, ähnlich der Tangente in Wien, nur gleich 2 oder 3 über einander.

Wir waren bei zwei Sieges- Feiern eingeladen. Die Japaner lieben das Festliche. Schwarze oder dunkle Anzüge mit Krawatte sind Pflicht. Eröffnungsreden gehören selbstverständlich dazu. Vergeben werden schöne große Pokale. Die Bühne und das Drumherum ist ein Blumenmeer. Preisträger fehlen nur, wenn sie krank sind. Für jeden Gewinner ist der Preisempfang eine Auszeichnung und Ehre. Die Überreichung der Preise gestaltet sich zu einem Feierakt, dafür muss Zeit sein. Danach gibt es ein Menu mit 5 – 10 Gängen. Natürlich kleinere Happen, sonst ist das Essen nicht zu bewältigen. Das Essen ist gekennzeichnet von viel Fisch und anderem Getier aus dem Meer und Geflügel. Dafür auch viel einheimisches Gemüse. Kaum Schwein und Rind und verhältnismäßig wenig Beilagen. Fisch wird oft roh aufgetischt. Wir waren auch zweimal in einem Teehaus, wo es ähnliche Speisen gab. Ungewohnt sind dort nur die niedrigen Tische und das Sitzen mit gegrätschten Beinen. Zum feierlichen Essen muss Zeit sein. In Japan isst man wie in den anglikanischen Staaten – reichhaltiges „Breakfest“, karger und rascher „Lunch“ mittags aber ausreichendes „ Dinner“ am Abend.

Aber jetzt zum sportlichen Ablauf. Die Schlaganlage steht in YASATO, ca. 45 km von Tsukuba entfernt. (siehe Bild!). Von den ursprünglich angelieferten 528 Tauben waren sehr viele vorher schon ausgeblieben. Vor allem der Flug am 7. November von Furukawa, 300 km, hatte die Tauben stark dezimiert. Dr. Tereso, Frau Martha van Geel und meine Wenigkeit hatten die Aufgabe, die 171 Tauben am Freitag, den 19. November einzusetzen. Überrascht war ich, dass zwei meiner Tauben noch vorhanden waren. Aufgefallen ist mir, da ich ja alle Tauben in der Hand hatte, dass die Mauser sehr weit fortgeschritten war und bei ca. 80 % der Tauben die äußeren Schwingen noch fehlten. Sicher ein Handycap für die Tiere. Die Tauben wurden in einen Container eingesetzt, der dann auf einen Klein- Transporter geladen wurde.

Der Hochlass erfolgte am Sonntag, den 21. November um 7 Uhr Früh bei gutem, windstillem Wetter. Hochlassort MARIOKA, 400 km. Die Tauben wurden so gegen 12 Uhr 30 erwartet. Und die Zeit stimmte genau. Um 12 Uhr 29 flog die erste Taube an. In Minuten Abständen folgten sechs weitere Tauben. Dann ging es zäher weiter. Die Tauben gingen sehr schlecht in den Schlag. Sie waren die Zuseher nicht gewöhnt. Ob die erste Taube als erste konstatiert wurde? Ich war mir nicht sicher. Unter den ersten zehn Tauben waren vier japanische und je 3 deutsche und ungarische Tauben. Am ersten Tag waren 29 der gesetzten Tauben zurück. Ich glaube, dass viele Tauben ausgeblieben sind.

Welche Erfahrung habe ich mit nach Hause gebracht? Zuerst kann unmöglich bei der Vorbereitung zur Paarung gesagt werden, welche Tauben man schicken soll. Sportfreunde, die schon länger an diesen Wettbewerben teilnehmen, wie die Deutschen oder Italiener, haben schon größere Erfahrungen. Es werden dort Teams gebildet, da im Team die Zucht und die Finanzierung leichter fällt. Es ist natürlich auch der Flugverlauf bei den Wettflügen nicht vorher zu sehen. Bei schlechtem ungünstigem Wetter kommen ganz andere Tauben. Auf jeden Fall müssen die jungen Tauben imstande sein, 400 bis 600 km bei jedem Wetter zu fliegen.

Ich habe jedenfalls einen sehr guten Eindruck von meiner Reise zurückgebracht und bin froh, dass ich die Reise gemacht habe.

Ing. Lutz Primes

 


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