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Badeverhalten als Fingerzeig


Willi Hertel

Es steckt einfach in den Köpfen der Züchter, dass das Badeverhalten der Witwer einen wichtigen Fingerzeig auf die Form von Einzeltauben und der Mannschaft geben kann. Sicher nicht zu unrecht, denn schließlich wissen wir selbst, dass wir uns lieber in das kühle Nass des Schwimmbades stürzen (oder in jungen Jahren gestürzt haben), wenn wir uns gesundheitlich pudelwohl fühl(t)en. So ist es auch bei unseren Tauben: Wenn sie absolut fit sind, springen sie gerne ins Wasser; wenn ihnen aber etwas quer liegt, dann werden sie nicht in die Wanne steigen. Aber es gibt auch kleine, wenn auch nur feine, Unterschiede.

Das wöchentliche Bad hat für den gewissenhaften Züchter einen hohen Stellenwert. Die meisten Sportfreunde bieten ihren Reisetauben am Dienstag oder Mittwoch die Wanne an, wobei sie bei diesem Termin mehr die Hygiene (Wasserzusätze) im Vordergrund sehen. Bei diesem „Pflegebad“ werden die kleinen Parasiten im Federwerk oder auf der Haut ertränkt und ebenso wie die kleinsten Schuppen vom Körper abgespült. Gibt es ein schöneres und genüsslicheres Bild für einen Brieftaubenzüchter, wenn er seine Tauben danach bei der Federpflege beobachten kann? Der Gipfel dieses Genusses ist erreicht, wenn abschließend die Truppe in den Dachpfannen liegt, die Sonne genießt und zur Trocknung des Gefieders die Flügel von sich streckt.

Es gibt aber inzwischen sehr viele und zudem erfolgreich spielende Züchter, die ihren Witwern einen Tag vor dem Einsetzen oder gar noch am Einsatztag ein Bad anbieten. Deren Ziel ist es die Witwer damit zu beruhigen – ihren aufkommenden Übermut zu dämpfen. Auch diese Praxis hat ihre Logik, denn man muss nicht unbedingt Mediziner sein, um zu wissen, dass eine Dusche erfrischend und belebend wirkt jedoch ein Bad (möglichst noch gut temperiert) beruhigt und man danach wunderbar schlafen kann. Warum sollte das bei den Tauben anders sein?

Wenn sich die Tauben badefreudig zeigen, sind sie „in Schuss“ und absolut fit für den nächsten Preisflug. Was ist aber los, wenn die Witwer einfach nicht ins Wasser wollen?

Dazu meine Erfahrungen:
Auch für unsere Witwer ist grundsätzlich der Dienstag gleich Badetag. In aller Regel nehmen die Burschen auch das Angebot gerne an. Oft genug springen die ersten badehungrigen Vögel schon in die Wanne, wenn ich die erste Gießkanne umfülle. Nach wenigen Augenblicken liegt dann die gesamte Truppe im Wasser oder wenn es eng wird mit in die Höhe gestreckten Flügeln direkt an der Wanne. Das ist die Normalität!

Doch jede Regel hat ihre Ausnahme – auch beim Badeverhalten unserer Tauben. Der „Ausnahmezustand“ ist ausgerufen, wenn ich Wasser in die Wanne fülle und kein Witwer daran denkt das Angebot anzunehmen. Früher beschäftigte mich in solchen Situationen immer nur ein Gedanke: „Die Tauben fühlen sich nicht wohl, sind sie nicht fit oder sogar krank?“

Heute sehe ich die Geschichte ganz gelassen. Als ich mit meinem Vereinsvorsitzenden einmal über dieses Thema diskutierte, machte er mich auf den Windeinfluss aufmerksam. Er hatte in Verbindung mit der Badverweigerung stets Wind aus nördlichen Richtungen ausgemacht, was er als Ursache sah. Er hatte gut beobachtet! Gleiches stellte ich in den vergangenen Jahren ebenso fest, selbst dann gingen die Tauben nicht in das Wasser, wenn hochsommerliche Temperaturen herrschten.

Auch in dieser Saison verzichteten unsere Witwer im Mai gleich zweimal auf das Badangebot am Dienstag und Mittwoch. Nur heute bereitet es mir keine Kopfschmerzen mehr, denn schließlich kenne ich den Entschuldigungsgrund, den Wind aus nördlichen Richtungen. Dass die Tauben trotz des Verzichtes auf das Bad am folgenden Wochenende gut dabei waren, zeigte die Preisliste.

Diese Feststellungen zum Badeverhalten zeigen uns einmal mehr, dass Beobachtungen in unserem schönen Brieftaubensport wichtig sind und einen guten Züchter ausmachen. Es gilt, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Tiere zeigen uns oft genug den richtigen Weg – wir brauchen nur noch ihre „Sprache“ deuten. Im Gegensatz zu der kalten Luft aus Norden oder der trockenen Festlandsluft aus dem Osten, die beide offensichtlich unsere Tauben nicht zum Baden einladen, bringen die Strömungen aus südwestlichen Richtungen echte „Badefreude“. Kommt der Wind aus Südwest, so springen unsere Tauben mit heller Begeisterung in die Badewanne. Und wenn sich dann noch das Wetter regnerisch zeigt, so kann es ihnen nicht schnell genug gehen in das erfrischende Nass zu kommen. Es sind übrigens die Tage, an denen sich der Nachwuchs im Jungtierschlag um die Tränke versammelt und uns damit gleiches sagen will.

Mit einer lässigen Handbewegung sollte man den Hinweis auf den Verlust des Federstaubes wegwischen, wenn bei regnerischem Wetter sich die Witwer einen Tag vor dem Einsetzen eine „Naturbrause“ gönnen. Ich sehe es anders: „Wer in solchen Augenblicken nicht die Flügel gen Himmel richtet, um sich beregnen zu lassen, der fliegt am Wochenende mit Sicherheit keinen Preis, denn der ist im Vergleich zu dem „badewilligen“ Witwer nicht hundertprozentig fit – und der fliegt Preis!“

Willi Hertel

 

 

 


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