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Home  Magazin  Horst und Frank Sander  Die Augenzeichen von Brieftauben 

Brian Vickers und Pete Pobor

Augenmethode macht Furore

Die Augenzeichen von Brieftauben

Systemvergleich und Erfahrungsbericht

"Verabscheue das Minderwertige, verschmähe Unfähigkeit, hasse das Mittelmäßige und Gewöhnliche aber dulde das Kolossale und Du wirst ein Sieger sein. Wenn Du diese Haltung nicht ausfüllen kannst und Du mit der Bedeutungslosigkeit zufrieden bist, wird Dich der Wettbewerb als Verlierer bestätigen." (Pete Pobor)

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Auge 1
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Auge 2
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Auge 3
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Auge 4
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Vergleich

Die vorstehenden Augenfotos wurden freundlicherweise von Herrn Pobor zur Verfügung gestellt. Die Bezeichnung "Perle", bedeutet lediglich, daß es sich um ein "Glasauge" handelt. Das Foto "Perle 2" zeigt ein -nach Pobor- nicht zur Zucht geeignetes Auge, obwohl Geschwindigkeitslinien zu sehen sind. Der Wertring wird mit #1 bewertet. Die übrigen Augen sind alles sehr gute Zucht- und Reiseaugen. D. h. alle besitzen eine Wertringbreite der Stufe #3 und #4. Mit #1 und #2 wird nicht gezüchtet, da dabei -nach Pobor- zuviel "Ausschuß" anfällt.

Seit mehr als zehn Jahren beschäftige ich mich unter anderem auch mit den Augenzeichen von Brieftauben um das Zucht- und Reisepotential unseres Bestandes zu sichern bzw. zu erhöhen.

Ich bin mir bewußt, daß jedes Augenzeichen-System wissenschaftlich, aus Sicht der Vererbungslehre, nicht haltbar ist. Durch meine eigenen Erfahrungen bin ich jedoch zu dem Schluß gekommen, daß man bei der Zucht von Leistungstauben die Augenzeichen berücksichtigen sollte. Mehr als 70 % der von mir betrachteten wirklich guten Vererber haben, unabhängig vom System (Pobor oder Vickers) qualitativ hochwertige Augenzeichen. Warum dies so ist ? Darüber läßt sich trefflich streiten! Als ausgesprochener Praktiker, halte ich mich an Fakten.

Zu meiner Reputation hinsichtlich selbst errungener Erfolge (Schlaggemeinschaft F. u. S. Bänziger) u. a. 1. Bezirksmeister des Verbandes, etliche erste Konkurse und Erfolge abgegebener Tauben im In- und Ausland (u. a. 1., 2.,9. Platz Kuwait-Derby 1996), habe ich Herrn Obster geeignete Unterlagen vorgelegt.

Im folgenden werden die wesentlichen Unterschiede der Augenzeichensysteme von Brian Vickers, England, und Pete Pobor, USA, vorgestellt und erörtert, wobei ich eigene Erfahrungswerte einfließen lasse.

Gemeinsamkeiten:

Beide Systeme haben das Ziel das Zucht- und/oder Reisepotential einer Taube ausschließlich anhand der Augenstruktur zu bestimmen. Die Farbe der Augen, gleich ob Farb- oder Glasauge, ist dabei kein Wertkriterium. Meines Erachtens werden körperliche Mängel von Tauben mit starken Zuchtaugen ebenfalls dominant vererbt. Die Leistungstaube benötigt als Athlet aber auch einen leistungsfähigen Körper. Deshalb messe ich persönlich dem Körperbau und der Vitalität der Taube ebenfalls einen hohen Stellenwert bei.

Beide Systeme legen ihren Aussagen sowohl die Struktur bzw. Aufbau der Iris und die Beschaffenheit des Wertrings (Korrelationskreis, Pupillenring) zugrunde.

Es ist allerdings darauf hinzuweisen, daß sich das Taubenauge bis zu einem Alter von drei Jahren stets verändert. In aller Regel wird der Irisaufbau stärker und der Wertring breiter.

Das Brian Vickers System:

Bei Vickers erfolgt 90-95 % der Gesamtbewertung anhand der Struktur und des Aufbaus der Iris. Kurz: je üppiger, desto wertvoller. Wobei mit sehr vielen Abstufungen gearbeitet wird (9.10, 9.15, bis 9.50). Vickers liest aus dem Wertring (Korrelationskreis) die Fähigkeit die Geschwindigkeits- und/oder die Entfernungsbegabung zu vererben. Wobei die Breite des Wertrings keine Rolle spielen soll.

Persönlich konnte ich beobachten, daß Tauben, die sowohl Weitstrecken- als auch Geschwindigkeitslinien im Wertring besitzen naturgemäß über relativ breite Wertringe verfügen (müssen), sonst würde wohl auch der Platz für die beiden Merkmalsausprägungen fehlen.

Bei so mancher Spitzentaube sind mir die Geschwindigkeitslinien aufgefallen, allerdings lag die Häufigkeit bei etwa 50 %, so daß ich dieses Merkmal nicht überbewerten würde. Bei schwarzen Wertringen sind diese Zeichen ohnehin nicht zu erkennen. Ich möchte jedoch nicht für mich in Anspruch nehmen, ein Experte des Vickers- oder Pobor-Systems zu sein. Das Zittern der Pupille betrachtet Vickers als hervorragende Eigenschaft. Diese Feststellung habe ich allerdings auch schon gemacht.

Die Farben der Wertringe werden in gelb, weiß, grau und schwarz unterschieden, wobei schwarze Wertringe nicht (untereinander?) verpaart werden sollen. Ich selbst strebe stets nach Ausgleich, deshalb versuche ich möglichst auch unterschiedliche Wertringfarben aneinander zu paaren.

Sogenannte Bullaugen (Scheckaugen) werden nicht bewertet. D. h. sie werden auch nicht verworfen. Einer unserer Stammvögel besitzt Scheckaugen.

Das Pete Pobor System:

Herr Pobor hat mir mitgeteilt, daß die zu seinem Aufsatz in der Zeitschrift "Rauschende Schwingen" veröffentlichten Augenfotos (so auch die Fotos im "Magazin" des Internet-Taubenschlages) nicht von Pobor-Tauben stammen. Er hat sich darüber auch etwas geärgert, was verständlich ist, wenn man die Augen seiner Asse mit den abgebildeten vergleicht. Keines der abgebildeten Augen entspricht auch nur annähernd einem Pobor-Zuchtas, weil die abgebildeten Augen alle sehr schmale Wertringe besitzen, die Pobor nicht in der Zucht einsetzt, weil diese seiner Meinung nach viel zu viel "Ausschuß" produzieren. Das zweitunderste Bild entspricht nach dem Pobor-System einem ausgesprochenen "Nur-Reise-As". Für Pobor ist die Breite des Wertrings das allesentscheidende Wertkriterium. Je breiter desto besser die Eignung alle Entfernungen an der Spitze zu fliegen. Aber auch die Struktur bzw. Aufbau der Iris determinieren die Qualität, vor allem den Zuchtwert (ähnlich wie beim Vickers-System). Es gibt bei Pobor allerdings nicht einmal halb so viele Abstufungen wie bei Vickers.

Unter der Adresse www.pigeonparadise.com gibt es auf der Homepage einen Link "Articles by Pete Pobor" dort sind originale Augen von Pobor-Tauben zu sehen.

Auch bei den Bullaugen (Scheckaugen) kann man laut Pobor wenigstens die Breite des Wertrings erkennen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß man auch bei den Scheckaugen Unterschiede in der Irisstruktur und beim Wertring sehen kann. Die Farbe der Wertringe sowie irgendwelche Zeichen im Wertring oder Muskeln um die Pupille hält er für völlig unbeachtlich. Viele in seinem Buch abgebildeten Zucht-Asse besitzen schwarze Wertringe. Allerdings sieht er gerne ein Auge in welchem Bewegung ist.

Pobor behauptet, daß nur das rechte Auge der Taube Auskunft über den Zucht- und Reisewert einer Taube geben kann. Auch ich habe festgestellt, daß das rechte Auge sowohl in Bezug auf die Iris als auch auf den Wertring eine ausgeprägtere Struktur aufweist als das linke.

Bei unseren besten Zucht- und Reisetauben habe ich in keinem Fall einen schmalen Wertring festgestellt. Die Breite der Wertringe dieser Tauben liegt wirklich oft über dem gängigen Mittelmaß.

Auch kenne ich zwei Sportfreunde, die beide mit der Nachzucht von zwei Vollbrüdern zum 1. nat. Bourges von Jan Grondelaers sehr erfolgreich sind. Als ich diese Tauben das erste Mal sah, viel mir sofort der ungewöhnlich breite Wertring auf!

Pete Pobor hat einen eigenen Stamm Tauben gezüchtet, welche in USA, Australien und England in "Pobor-Studs" in Takt gehalten und auf der Reise erprobt werden. Freddy Thienpont, Belgien, der offensichtlich etliche Internetauftritte, auch von sehr erfolgreichen Züchtern, organisiert hat, hat sich Pobor-Tauben zugelegt, was mich persönlich auf das Pobor-System aufmerksam werden lies.

Resümee des Systemvergleichs:

Insbesondere für "Einsteiger" in die Augentheorie ist das Pobor-System wesentlich einfacher als das Vickers-System. Ob es das bessere System ist kann und möchte ich nicht beurteilen. Interessant finde ich die Tatsache, daß Pobor breite Wertringe favorisiert und Vickers den Tauben mit vielen Geschwindigkeitslinien und gleichzeitig vielen Weitstreckenlinien, was anatomisch einen entsprechend breiten Wertring erfordert, ebenfalls einen hohen Wert einräumt.

Ein Jahrzehnt unterwegs mit der Lupe:

Ich selbst habe meine ersten Erfahrungen im Jahr 1989 anhand des Vickers-Systems gemacht. Nachdem ich mich auf der Brieftauben-Olympiade in Dortmund eingehend mit Bill Woodall (wohl ein Partner von Brian Vickers) unterhalten und dessen 9.50/9.50 Tauben betrachtete hatte, habe ich aufgrund dessen "Anleitung für Einsteiger" lediglich eine Unterscheidung in starke, überdurchschnittliche und schwache Augen mit ganzem oder unvollständigem Wertring getroffen. Mit "schwachen" Augen züchte ich nur zum experimentieren, allerdings bisher ohne nennenswerten Erfolg. Ich versuche jedoch immer "überdurchschnittliche" und "starke" Augen zu verpaaren, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß die Jungtauben aus der Kombination "stark x stark" oft schon ganz früh am Schlag verloren gegangen sind. Diese Kombination mache ich jedoch im Sommer und setze die Jungtiere direkt in eine Voliere um aus ihnen im folgenden Jahr zu züchten.

Ich bin nach über zehn Jahren Reise- und Zuchtarbeit mit manuellen Auslesetechniken, u. a. mit der "Augentheorie", davon überzeugt, daß es ohne Berücksichtigung der Augenzeichen nicht möglich gewesen wäre, den Genpool, die Leistungsstärke und Präpotenz von drei Ausgangstauben der Jahrgänge 1968 und 1973 auf unserem Schlag so hoch zu verdichten, wie dies heute der Fall ist. Die Tauben sind zu mehr als 90 % miteinander verwandt. Die einstigen "Reise-Asse" vererben ihre Fähigkeiten im In- und Ausland auf die folgenden Generationen weiter, der Reiseschlag ist in Bezug auf die Zucht vielleicht sogar wertvoller als der Zuchtschlag geworden. Allerdings bin ich kein "Augenzeichenfanatiker". Für mich muß eine schnelle und vererbungsstarke Taube auch einen athletischen/aerodynamischen Körperbau und eine hohe Vitalität besitzen. Allem voran geht natürlich, daß die Basistauben aus einer außergewöhnlichen Leistungsfamilie von wirklichen "Extratauben" entstammen. Ich bevorzuge dabei alte, bewährte Taubenfamilien.

Fazit:

Alle bisherigen Ausführungen nützen jedoch nichts, wenn die beiden wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg im Brieftaubensport nicht erfüllt sind, Gesundheit und Fitness des gesamten Bestandes. Denn eine alte Weisheit im Brieftaubensport lautet: "Form schlägt Klasse"!!!!!

Friedrich Bänziger

Bei Fragen steht Ihnen der Züchter-Stammtisch zur Verfügung.


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