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Home  Magazin  Andreas Drapa  Augenmethode macht Furore 

Augenmethode macht Furore

Ein Spezialist in der Augenbewertung, Wolfgang Große Ophoff


Wolfgang Große Ophoff bei der Bewertung.
Uwe Stoffel machte die Augenfotos.

Besonders im Frühjahr zur Anpaarungszeit nutzen die Taubenliebhaber die unterschiedlichsten Bewertungsmethoden, um ihre Tauben so günstig wie nur möglich, zu verpaaren. Während unserer Schlagreportagen im vergangenen Jahr wurden wir mehrmals auf einen Züchter aufmerksam, der durch seine Fähigkeiten in der Bewertung von Augentheorien für Furore sorgte. Verschiedene Schläge aus dem Ruhrgebiet ließen nämlich ihre Zuchttauben bewerten, um sie später optimal zu verpaaren. Einige dieser Schläge zeigten später erhebliche Leistungssteigerungen. Der Züchter Wolfgang Große Ophoff ist mittlerweile durch seine Bewertungsmethode, recht populär geworden. Wir haben versucht, das Wissen dieses Sportfreundes zu ergründen.

Einleitung

Stellt man die alljährliche Masse an verkauften Ringen den daraus folgenden Leistungstauben gegenüber, so wird jedem Züchter bewußt, daß wir eigentlich nicht richtig züchten. Jeder Züchter kann nur ein Bruchteil an wirklichen Leistungstauben züchten. Tatsache ist allerdings, daß aufgrund einiger Klassifizierungstheorien eine größere Möglichkeit geschaffen wurde, die erstrebte As-Taube zu züchten. Wenige von den angeblichen Kennern konnten die aussagekräftigen Werte zum Wettfliegen und Züchten, wie sie sich im Auge einer Taube zeigen, benennen. Einige Personen betitelten sich als Fachmann, konnten aber trotzdem von der Sache nichts vermitteln. Man sollte auch davon ausgehen, daß der sogenannte "Augen-Spezialist" mit seinen Tauben auf höchsten Niveau reisen sollte.

Die Kenntnisse

In den Jahren 1987 und 1988 erwarb Wolfgang Große Ophoff in verschiedenen Lehrgängen alle wichtigen Kenntnisse zur Augenklassifizierung. Seine Lehrväter waren die englischen Gutachter Brian Vickers und Bill Woodall. Besonders mit Brian Vickers besuchte er sehr viele in- und ausländische Spitzenschläge. Die heutigen Kenntnisse von Sportfreund Ophoff beruhen auf der kontinuierlichen Unterstützung, die er von Brian Vickers auf den vielen Exkursionen erfahren hat. Es ist eine schwierige Sache, diese Taubenbewertung durch besondere Kennzeichen der Augen vorzunehmen. Viele andere Sportfreunde sind daran gescheitert.

Die Iris

Die Iris ist das wichtigste Kriterium zur Augenbewertung. Bei der Beurteilung des Auges sind fünf Aspekte zu beachten:

  • die Iris
  • der Korrelationskreis
  • der Korrelationskreis
  • die Entfernungslinien
  • die Geschwindigkeitslinien

Die Iris ist das Hauptmerkmal bei der Augentheorie. Schwierig ist die Bewertung einer gebrochenen oder unregelmäßigen Iris. Es wird damit keine Iris gemeint, die in der Nähe des Korrelationskreises die Farbe wechselt, sondern eine Iris, die auf einer Seite hervorragt und auf der anderen Seite abflacht. Werden Tauben mit einer schwachen und starken Iris zusammengepaart, werden wahrscheinlich gute und schlechte Tauben aus diesem Paar gezüchtet. Aus 95 Prozent aller Bewertungen des Auges sind bereits 90 Prozent in der Iris zu erkennen. Der Schlüssel der Augentheorie von Brian Vickers basiert auf dem Grundsatz, daß Farbaugen bedeutungslos sind. Es soll daher bei der Verpaarung auch nicht auf die Farben geachtet werden.

Der Korrelationskreis soll nur einen kleinen Hinweis auf die Entfernungs- und Geschwindigkeitsbegabung geben. Bei einem Zuchttier soll ein wohlgeformter Kreis von der Qualität der Taube Auskunft geben. Die Mindestqualität einer guten Reisetaube soll eine vollständige und ununterbrochene Iris sein. Die Dichte der Iris soll auch Merkmal für höhere Wettflugfähigkeiten darstellen. Hinsichtlich der Flugfähigkeit werden fünf verschiedene Punktwertungen vorgenommen. Eine Taube mit zweifelhaften Fähigkeiten erhält 9,15 Punkte, der absolute Spitzenfliegen erhält 9,5 Punkte.

Der Korrelationskreis

Bei den meisten Tauben fällt der Korrelationskreis vom Rand der Iris ab. Dieser Kreis enthält auch die wichtigen Geschwindigkeits- und Entfernungslinien. Die Entfernungslinien befinden sich um den Kreis herum, die Geschwindigkeitslinien sind quer an der Seite zu erkennen. Die Breite des Korrelationskreises spielt keine bedeutende Rolle, lediglich in der Zucht ist dafür zu sorgen, daß diese Kreise gezüchtet werden. Man sollte daher nicht zwei Tauben mit einem schwachen Korrelationskreis zusammensetzen. In der Augenbewertung ist es besonders schwer, Inzucht gezogene Tiere zu klassifizieren. Inzuchtaugen haben meist eine zu flache Iris, somit gehen Fähigkeiten verloren. Im Prinzip sollen nur Gute an Gute verpaart werden mit dem Ziel, eine Geschwindigkeits- oder Kilometerbegabung zu vererben.

Ein Augenkenner

Wolfgang Große Ophoff ist nicht nur ein Fachmann der Augenbewertung, sondern auch ein ausgezeichneter Spieler. Er wurde mehrmals erster RV-Meister mit Jung- und Alttauben. 1998 war er 13. Verbandsmeister im 2. Bezirk. In der Saison 1999 wurde auf dem Nationalflug Orléans der Sieg in der Zone III errungen.

Angefangen hat er vor rund 20 Jahren mit mittelmäßigen Reiseerfolgen. Nachdem er die Augenklassifizierung von Brian Vikkers erlernt hatte, konnte er durch gezielte Paarungen deutlich bessere Reisetauben züchten. Für ihn zählt in erster Linie, wie kann es anders sein, das gute Auge. Natürlich setzt sich der Erfolg der einzelnen Taube wie ein Puzzle aus folgenden Punkten zusammen:

  • Züchter,
  • Schlag,
  • Gesundheit.

Praktische Anwendung

Als Hilfsmittel für eine richtige Taubenaugenbewertung sollen eine Lichtquelle und eine Lupe mit 15facher Vergrößerung vorhanden sein. Der natürliche Sonnenschein bietet optimalen Lichteinfluß für die Bewertung der Augenzeichen. Wolfgang Große Ophoff mag es, wenn beim Sonnenlicht die Pupille der Taube ganz klein wird und zu zittern anfängt. Dieses Zittern der Pupille beschreibt er als eine hervorragende Eigenschaft einer Spitzentaube. Meistens sind diese Tauben auch die sogenannten "Wringer-Typen", welche sich mit allen Kräften wehren, wenn man sie in die Hand nimmt. Sportfreund Große Ophoff ist der Meinung, daß er zu 95 Prozent die guten Tauben bei einem Schlagbesuch herausfindet. Von den guten Tauben gibt es aber nur wenige, die auch gute Vererber sind. Diesen Vererbern gibt er in seiner Bewertung das Prädikat "Inzucht". Um dieses Merkmal zu identifizieren, müssen verschiedene Merkmale im Auge vorhanden sein. Um gute Reisetauben zu züchten, wird stets vermieden, Tauben mit gleichen Farbaugen zu verpaaren. Auch werden bei dieser Methode keine Tauben mit schwarzen Wertringen verpaart.

Ein Vogel vererbt seine Fähigkeiten den weiblichen Nachkommen, eine weibliche Taube hingegen den männlichen Artgenossen. Hier sollte man davon abraten, die Jungvögel einer männlichen As-Taube zu kaufen. Die umgekehrte Logik trifft natürlich auch zu. Eine bevorzugte Paarung ist, das Preisträgervatertier mit seiner Tochter zu paaren, einen Sohn aus dieser Paarung mit einem hochkarätigem As-Weibchen einer völlig anderen Linie zu kreuzen. Wenn man anschließend eine Tochter aus der letzten Paarung wieder an das Preisträgervatertier verpaart, sollen die daraus folgenden Tiere nicht gerade schlecht sein.

Hilfsmittel

Die Augenbewertungsmethode ist in den vergangenen 20 Jahren praktisch erprobt worden. Züchter, die diese Methode erlernt haben und später umsetzen konnten, haben in erheblichem Maße davon profitieren können. Es gab aber auch einige Neugierige, die an diesem Prinzip gescheitert sind. Die Augenbewertungsmethode obliegt dem Fingerspitzengefühl des einzelnen Profis und ist niemals zu 100 Prozent aussagefähig. Wir sollten allerdings den "Hut abnehmen" vor Fachleuten wie Wolfgang Große Ophoff, die dieses Augensystem verstanden haben.

Während eines Schlagbesuches haben wir erlebt, wie schnell und präzise der Augenfachmann Große Ophoff die guten von den schlechten Tieren trennen konnte. An dieser Stelle möchten wir uns auch für die Mitarbeit von Uwe Stoffel bedanken, der die folgenden Augenfotos mit einer speziellen Kamera für uns aufgenommen hat.

Redaktion


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